Kritische Bücher

Die Rolle der Kindersoldaten

Die Rolle der Kindersoldaten in den bewaffneten Konflikten Afrikas am Beispiel von Sierra Leone und UgandaSandra Dumitru

AV Akademikerverlag ( 14.02.2017 )
Paperback.
März 2017 - kartoniert - 104 Seiten

Kindersoldaten kämpfen weltweit in vielen bewaffneten Konflikten, wobei Afrika von dem Problem besonders betroffen ist. Diese Arbeit setzt sich mit der Problematik der afrikanischen Kindersoldaten auseinander, die zu einem wichtigen Kriegsinstrument der modernen Kriegsführung geworden sind. Im Kontext der Arbeit werden alle unter 18-jährigen Jungen und Mädchen, die sowohl aktiv an Kämpfen teilnehmen, als auch solche, die eine Vielfalt unterschiedlicher Aufgaben erfüllen, als Kindersoldaten bezeichnet. Kindersoldaten existieren seitdem Kriege geführt werden, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts haben sich die Konfliktprozesse verändert und die Zahl der aktiv involvierten Kindersoldaten stieg dramatisch an. Der hohe Anstieg an Kindersoldaten liegt in der Zunahme innerstaatlicher Konflikte. Sierra Leone, wo die Gier nach Diamanten einen Krieg über ein ganzes Jahrzehnt erstreckte und Uganda, wo die politischen Interessen eine Beendigung des Krieges verhindern, sind die Länderbeispiele der Arbeit, wo der Missbrauch von Kindersoldaten einen hohen Anteil erreicht haben.

Aufarbeitung von in Kolonialkriegen begangenem Unr

Fabricius, Tania

Aufarbeitung von in Kolonialkriegen begangenem Unrecht
Anwendbarkeit und Anwendung internationaler Regeln des bewaffneten Konflikts und nationalen Militärrechts auf Geschehnisse in europäischen Kolonialgebieten in Afrika

Schriften zum Völkerrecht (SVR), Band 223
2017. 405 Seiten Broschur
ISBN 978-3-428-15011-3

Der Höhepunkt der europäischen Kolonisation Afrikas im 19. Jahrhundert fiel mit dem Beginn der Kodifikation internationalen humanitären Rechts sowie nationalen Militärrechts zusammen. Die Autorin untersucht von Mitte des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts die Entwicklung der Anwendbarkeit und Anwendung dieser Regeln in bewaffneten Konflikten zwischen europäischen Kolonialmächten und der nicht europäischen Bevölkerung in der Region des heutigen Namibias, Kongos, Kenias und Algeriens. Die Autorin zeigt die Doppelzüngigkeit der Kolonialmächte auf: Die Ausdehnung des Anwendungsbereichs dieser Regeln hatte nur begrenzt praktische Auswirkungen. Die Missachtung humanitärer Mindeststandards in Kolonialkonflikten in Afrika blieb bis Mitte des 20. Jahrhunderts weitgehend ungesühnt. Beeinflusst von den europäischen Mächten fehlten u.a. Durchsetzungsmechanismen für Brüche humanitären Rechts. Und dies, obwohl Kolonialmächte bereits im 19. Jahrhundert auf ihren Leumund achteten und als humanitär agierend wahrgenommen werden wollten.