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Publikationen

AFRIKA - Die Magier der Erde

AFRIKA - Die Magier der Erde

(Gert Chesi 2010)

Studienverlag Innsbruck

198 S.
Einband - fest (Hardcover)
vierfarbig
Erscheinungsdatum: 1., 30.11.2010

978-3-7065-4983-7

Das Buch zeigt, wie sich Afrikas alte Kulturen weiterentwickeln. Eine spannende Bildgeschichte, die von alten Mythen und neuer Magie berichtet und auf den Reisen und Aufenthalten des Autors beruht.

Afrika, die „Heimat seines Herzens“, hat sich in den letzten Jahren erneut verändert. Wirtschaftskrise und Massentourismus kommen in die entlegenen Teile des Kontinents. Nichtsdestotrotz können sich die lokalen und regionalen Kulturen halten, behaupten, ja sogar ausbreiten. Die „Medizin der schwarzen Götter“ hat also ihren Reiz keineswegs verloren. Kult und Religion liegen der Aussagekraft der fantastischen Fotografien in diesem Buch zugrunde, die zusammen mit den aussagekräftigen Texten auf eindrucksvolle Art und Weise einen neuen Blick auf Afrika erlauben.

AFRIKA IM HERZEN

AFRIKA IM HERZEN

Erinnerungen, Reflexionen, Fotografien

(Gert Chesi, 2002)

Haymon Verlag

Einband : gebunden

206 S., zahlreiche s/w-Abbildungen

Einband - fest (Hardcover)

Erscheinungsdatum : 1., 01.09.2003

ISBN : 978-3-85218-403-6

26,90

Keine sentimentale Rückschau auf sein bisheriges Reporter- und Forscherleben hat Gert Chesi geschrieben, sondern eine Liebeserklärung mit Ecken und Kanten, kritisch vor allem, was das Verhältnis der Europäer zum Schwarzen Kontinent und umgekehrt betrifft.

DIE MEDIZIN DER SCHWARZEN GÖTTER

DIE MEDIZIN DER SCHWARZEN GÖTTER

Magie und Heilkunst Afrikas

(Gert Chesi, 1997)

Haymon Verlag

239 S., 216 farb. u. mehrere s/w-Abb.

ISBN 3852182581

€ 19.90

Dem modernen skeptischen Leser unserer Zeit die Magie und Helkunst des Schwarzen Kontinents näherzubringen, gelingt dem Journalisten, Fotografen und Afrikakenner Chesi in diesem Band. Aus eigenen erfahrungen berichtet er über Voodoo und heilung in Trance, über die Geheimnisse von Amuletten und Fetsichen, über Orakel und die Zauberkraft des Wortes.

THE NOK CULTURE

THE NOK CULTURE

Art in Nigeria 2500 Years Ago

(Gert Chesi, Gerhard Merzeder, 2006)

Prestel Verlag

(Text engl.) 24,5 x 32,5 cm, 156 S., 152 meist ganzseit. Abb., davon 142 in Farbe, gebunden

ISBN 3791336460

Dieser Band ist die bisher Umfassendste Darstellung der
monumentalen Terrakotta-Figuren aus der Nok-Kultur, die ihre
Blütezeit vor über zwei Jahrtausenden im Herzen des heutigen
Nigeria erlebte.

Rund 100 Meisterwerke werden hier präsentiert: in der Mehrzahl
Darstellungen von Fürsten in einer „Paradeuniform“ mit üppigem
Geschmeide und reichem Kopfputz. Neben streng kanonischen
Figurentypen zeigt dieser Band auch Figuren bei alltäglichen
Verrichtungen, wie dem Mahlen von Korn, die ein „missing link“
zur altägyptischen Plastik bilden. Völlig überraschend und bisher
weitgehend unbekannt sind Figuren mit erotischen Anspielungen.

VOODOO IN AFRIKA

VOODOO IN AFRIKA

Menschen im Banne der Götter

(Gert Chesi, 2003)

Haymon Verlag

240 S., 230 tls. farb. Abb., 26,9cm x 22,0cm

ISBN 9783852184333

Von Besessenen und Fetischen, von Riten und Zauberern: Gert Chesi schöpft aus 40-jähriger Recherche und Erfahrung.

Nach seinem Erinnerungsbuch Afrika im Herzen legt Gert Chesi wieder einen großen Bild-Text-Band zu einem aktuellen Afrikathema vor. Es geht um Funktion und Bedeutung jener Bräuche, Gesellschaftsstrukturen und Geisteswelt, die man in Europa meist unter dem Begriff Voodoo zusammenfasst.

Besessenheitskulte und Geistheiler, Hexenglaube und rituelle Tänze haben in Afrika lange Tradition, sind nur aus dieser und aus dem heutigen sozialen Umfeld zu verstehen. Chesi kennt die Menschen persönlich, die er während geheimnisvoller Zeremonien in Trance beobachtet, wenn Gottheiten von ihnen Besitz ergreifen, er befragt sie danach, was sie in diesen Momenten erfahren, lässt Magier und Voodoo-Priester zu Wort kommen und uns wenigstens durch einen Spalt in deren Welt schauen. Nicht zuletzt mit Hilfe seiner Kamera, die dank seiner Freundschaften hautnah dabei sein darf. So brachte Gert Chesi aus seiner zweiten Heimat Afrika wahre Sensationen in Schwarzweiß und Farbe mit, Bilder voll Schönheit und Grausamkeit, voll Wildheit und Grazie.

Doch die Bilder sind nicht Selbstzweck. Jahrelang arbeitete der Forscher und Journalist an den Texten. "Ich weiß heute viel mehr als vor zwanzig Jahren, als ich mein erstes Voodoo-Buch herausgebracht habe. Und ich möchte meine sehr intime Kenntnis der äußeren und inneren Vorgänge an die sogenannte westliche Welt weitergeben, denn weder schockierte oder besserwisserische Ablehnung noch romantisch verklärte, vom Geheimnis faszinierte Bewunderung wird dem Phänomen gerecht, und der Missbrauch, der im Namen des Voodoo mit leichtgläubigen, von unserer Zivilisation enttäuschten Menschen getrieben wird, kann sogar eine echte Gefahr bedeuten."

MENSCHENBILDER AUS ANDEREN WELTEN

MENSCHENBILDER AUS ANDEREN WELTEN

(Gert Chesi 2011)

HDV Verlag Haus der Völker

ca. 128 S. - 33,0 x 23,0 cm
Einband - fest (Hardcover)
Erscheinungsdatum : 12.2011

ISBN 978-3-200-02440-3

Herausgeber: Gert Chesi, Verlag Haus der Völker 2011

Die Idee, die sich hinter meinen Menschenbildern verbirgt, ist einfach:
Menschen aus anderen Kulturen zu zeigen und ihre Hüllen zu entfernen,
die sie angepasst an eine Welt-Leitkultur erscheinen lassen. Dazu bedarf
es keiner gro§en Arrangements, oft genügen bescheidene Zitate aus
ihrem autochthonen Umfeld, um zu zeigen, vor welchem kulturellen
Hintergrund sich ihr Leben verwirklicht hat. Dabei sind atmosphärische
Elemente wichtig, denn ein Artefakt oder ein Kultgegenstand allein wäre
noch zu wenig, um eine Aussage zu erzielen.

Stimmungen, die sich in den Gesichtern der Dargestellten spiegeln, gehören genauso dazu wie eine dem Fotografen überantwortete Lichtführung, die diese Stimmungen erst sichtbar macht. Am Ende, so ist es beabsichtigt, sollte nicht eine
Definition der Person stehen, sondern eine, wenn auch diffuse Ahnung
davon, welchen Einfluss das Umfeld auf die Psyche und Gestalt dieses
Menschen genommen hat.

A4 Magazin

A4 ist das erste deutschsprachige Magazin, das sich mit außereuropäischer Kunst und Kultur befasst.

Gerhard Merzeder und Gert Chesi teilen sich die Chefredaktion, Herausgeber ist das Haus der Völker in Schwaz.

Der Titel A4 bezieht sich auf die vier Kontinente, Australien, Asien, Afrika und Amerika. Neben aktuellen Ausstellungsberichten aus aller Welt sind es die Reportagen über Kunst und Kultur, aber auch die Sammler– und Künstlerporträts, die das Heft seit sechs Jahren zu einem beliebten Medium machen.

A4 erscheint unregelmäßig. Es wird über den Verlag Haus der Völker vertrieben und ist in guten Buchhandlungen in Deutschland, der Schweiz und Österreich, oder im Museum der Völker erhältlich.



Nähere Informationen zum Magazin

Filme auf DVD

Das Voodoo-Tagebuch

Das Voodoo-Tagebuch
Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 70 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Rund um das togolesische Dorf Avepozo in dem Gert Chesi seit vielen Jahren lebt, gibt es immer wieder Feste und Opferhandlungen in Rahmen der Voodoo-Kulte. Das Voodoo-Tagebuch zeigt lose aneinander gereihte Szenen, die die Geschichte einer Religion erzählen, die bis weit ins profane Leben hinein ihre Spuren hinterlässt. Gespräche mit Priestern und Königen, Opferhandlungen und Ahnenkulte, aber auch die großen Jahresfeste sind Themen dieser Dokumentation. Volkstanzgruppen, deren Mitglieder singen, trommeln und tanzen, beziehen ihre Inspirationen aus dem Voodoo-Umfeld. Körperbemalungen und Kostüme sind fantasiebegabte Zeugnisse kreativer Menschen, deren kulturelle Wurzeln im traditionellen Afrika liegen. Religiöse Mischformen begegnen der modernen Welt. Ob sie Gläubige, Künstler oder Politiker sind, sie alle agieren vor dem Hintergrund eines afrikanischen Weltbildes, das Erstaunliches hervorgebracht hat.

   

Die Irre von Avepozo

Die Irre von Avepozo

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 20 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker



Diese Verfilmung eines afrikanischen Märchens ist ein Zufallsprodukt. Ahuefa, die Protagonistin dieser Geschichte, ist eine Friseurin, die in Togo einen kleinen Friseurladen betreibt. Ihre, im privaten Rahmen launigen, der Unterhaltung dienenden Späße haben zu der Idee geführt, ihr mimisches Talent festzuhalten. In der Folge spielt sie eine Verrückte, die ausgestoßen von der Gesellschaft durch Dörfer und Wälder irrt. Einem Märchen folgend, begegnete sie einem guten Geist, der sie von diesem Schicksal erlöste und zu einer wohlhabenden Dame werden ließ. Aus der Position der Überlegenheit begann sie nun Rache an denen zu nehmen, die sie denunziert und verspottet hatten. Da sie mit Zauberkräften ausgestattet war, verwandelte sie ihre Feinde in Statuen und Tiere. Dem Geist missfiel ihr Verhalten und er versetzte sie zurück in ihre frühere Situation. Seit dem lebt sie wieder halbnackt auf der Straße und lebt von den Münzen, die ihr Passanten zuwerfen.

   

Alice Mettler - Mein Leben in Afrika

Alice Mettler - Mein Leben in Afrika

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Dieser Film ist Alice Mettler, 81, gewidmet, die das vergangene Jahrhundert miterlebt und mit gestaltet hat. Sie wurde noch zu Lebzeiten zur Legende, weil sie in ihrem von Saharareisenden frequentierten „Buschhotel“ Chez Alice nicht nur interessante Menschen beherbergte, sondern diesen Platz auch nutzte, um afrikanische Tanz -und Musik Performances einem großen Publikum nahezubringen. Ihr soziales Engagement brachte ihr den Titel „Mami Alice“ ein, so wird sie von ihren Adoptivkindern und mittlerweile von den Dorfbewohnern genannt. In diesem Film erzählt sie aus ihrem Leben, das Ecken und Kanten hatte, aber auch unverzichtbare Momente. Wegbegleiter und Freunde äußern sich und zeichnen das Bild einer mutigen Frau, die bis heute eine engagierte Streiterin geblieben ist.

   

Äthiopien - Eine Zeitreise

Äthiopien - Eine Zeitreise


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Unsere Reise führt von Addis Abeba nach dem Süden. Die Völker des Omo-Tales sind unser Ziel und am Weg dorthin treffen wir auf verschiedene Stämme und Clans, die neuerdings durch eine Straße miteinander verbunden sind. Baumwollplantagen und Zuckerrohrfabriken sind geplant, da geht Weideland verloren und Konflikte zwischen den indigenen Völkern und der Regierung sind vorprogrammiert. Wir sind zu Gast bei den Oromo, den Dirachi und den Konso, im Süden, nahe der Grenze zu Kenia, wecken die Banna, Kara, Hamar und Mursi unser Interesse. Eine Zeitreise führt uns Jahrhunderte in die Vergangenheit. Im Süden Äthiopiens stehen die Menschen an der Schwelle eines Wandels, der alte Kulturen und Traditionen bedroht. Nicht alles was in diesen Jahren verlorengeht, ist wert, erhalten zu werden, doch es ist wert, dokumentiert zu werden. Der vorliegende Film ist eine Bestandsaufnahme, die sich mit sterbenden Kulturen befasst. Es werden keine Lösungen angeboten, aber viele Fragen gestellt, auf deren Antworten man gespannt sein kann.

   

Die Friseurinnen von Avepozo

Die Friseurinnen von Avepozo

DVD

Länge: 60 Minuten

Sprache: Deutsch

Diese Reportage gibt einen Einblick ins Leben und Schaffen der Friseurinnen Westafrikas. Im kleinen togolesischen Dorf Avepozo hat sich ein Kult ums Frisieren und Haareschneiden entwickelt, der traditionelle aber auch moderne Strömungen wahrnimmt. Ruth, das Lehrmädchen, hat seine dreijährige Lehre abgeschlossen und wurde nun zu einer Chefin, die ihren eigenen Salon eröffnet hat. Zahlreiche Zeremonien begleiten den Werdegang einer Friseurin, Feste und Feiern sind teurer als die Ausbildung selbst. Sie werden, wie die Geschenke und Zahlungen, an die Ausbilder des Lehrlings bezahlt. Der hohe Preis einer Lehre hält viele davon ab, in diesem Umfeld tätig zu werden. Erschwerend kommt dazu, dass es in jeder westafrikanischen Familie mehrere Mädchen und Frauen gibt, die das Friseurhandwerk beherrschen. Dadurch wird es für die einzelnen Friseurinnen schwierig, ihr Geschäft kostendeckend zu betreiben. Ruth ist eine von Ihnen, an ihrem Beispiel zeigen wir den komplizierten Werdegang vom Lehrling zur Chefin.

   

Die Medizin der schwarzen Götter / Teil 1

Die Medizin der schwarzen Götter / Teil 1


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Die Medizin der schwarzen Götter, so hieß Gert Chesis Buch, das 1997 im Haymon Verlag erschienen ist. Magie und Heilkunst im schwarzen Kontinent waren keine sterbenden Traditionen, es waren in den Kulturen Afrikas fest verankerte Methoden, die über Jahrhunderte den Menschen als Volksmedizin hilfreich zur Seite standen. Nun haben die Bilder laufen gelernt und Gert Chesi hat zwei gleichnamige Filme gedreht, die eindrucksvoll zeigen, dass sich im Umfeld von Heilern und Voodoo-Priestern das magische Weltbild und dessen Methoden bis heute erhalten haben. Könige und Priester waren die Gesprächspartner. Sie führen in eine unbekannte Welt, die so rätselhaft wie deren religiöse Vorstellungen ist. Mit Heilkräutern und Zauberformeln, mit Orakelsprüchen und den Botschaften der Trancemedien erstellen die Heiler ihre Diagnosen. Altes Wissen über die Wirkungen der Kräuter und oft bizarre Interpretationen verwirren westlich erzogene Menschen. Schnell wird von Betrug und Firlefanz gesprochen, doch im psychosomatischen Bereich geschehen Dingen von denen unsere Schulmedizin nur träumen kann. Einmal mehr erfahren wir, dass Afrikas Heilkunst innerhalb des autochthonen Kontext erstaunliches zu leisten vermag, auch dann, wenn aus westlicher Sicht der Tatbestand der Täuschung längst erfüllt ist. Wir werden Zeugen von geheimnisvollen Riten und magischen Waschungen, von Blutopfern und Trancetänzerinnen, die ihre Identität zugunsten der Ahnengeister aufgegeben haben. Nur wenigen ist bisher der Zugang zu geheimen Zeremonien gewährt worden. Gert Chesi ist seit vierzig Jahren dabei, wenn Afrikas Götter ihre Medien reiten.

   

Die Medizin der schwarzen Götter / Teil 2

Die Medizin der schwarzen Götter / Teil 2


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Afrikanische Heilmethoden sind bis heute tief in den autochthonen Kulturen verankert. Neben den pflanzlichen und mineralischen Medizinen spielen die religiösen Aspekte eine wichtige Rolle. Sie bedienen sich eines reich bevölkerten Götterhimmels, dessen Geistwesen angerufen werden. Im ersten Teil dieser Dokumentation werden verschiedene Methoden vorgestellt, der zweite Teil bezieht sich auf konkrete Behandlungen, die mit Hilfe von Medizinen und Geistern erfolgen. Die junge Togolesin Ahouefa hat ihren eigenen Geist verärgert. Rituelle Waschungen und medizinale Therapien finden in den Voodoo-Tempeln Togos und Benins statt. Verschiedene Heiler und deren unterschiedliche Systeme werden filmisch festgehalten und erklärt.

   

Das Lied der Strasse / Teil 1

Das Lied der Strasse / Teil 1


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Abseits der Metropolen aber auch abseits der großen Hoffnungen existiert weltweit eine Szene, die aus Künstlern, Musikern, Dichtern und Sängern besteht, aus Talenten die sich nicht profilieren konnten, aber auch aus solchen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihren Künsten verbunden sind. Gert Chesi hat in fünf Episoden das Lied der Straße dargestellt. In der Kirche, auf einem Begräbnis, auf einem Festival, aber auch in den Ruinen eines verfallenen Hotels fand er Talente, deren Schicksal er dokumentiert hat. Die Protagonisten dieser 60 minütigen Dokumentation sind Zufallsbegegnungen, deren Biografien erstaunen und verstören. Die Straßen, Kirchen und Flüchtlingscamps Togos waren die Bühne, die dem Film als Kulisse dienten.

   

Künstlerporträts Afrika

Künstlerporträts Afrika

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 30 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Sokey Edorh, Charly d‘Almeida, Luis Meque, Adima Kokou, Kofi Setordji, Yves Apollinaire Pèdé, Didier Ahadsi, Tété Azankpo, Dominique Zinkpé

   

Togo im Tanz

Togo im Tanz


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

„Der Tanz ist unsere Identität“. Das sagt die togolesische Choreographin Madame Sodja. Jede der zweiundvierzig Ethnien Togos hat ihre eigenen Tänze, alle stammen aus den Tiefen afrikanischer Tradition. Têtê Wilson, ein kunstsinniger Notar, hat ein Festival ins Leben gerufen, um der Welt den Reichtum afrikanischer Kulturen zu zeigen. Bis nach Brasilien reichten seine Recherchen, Tänzer aus Bahia trafen sich mit denen Afrikas zu einer gemeinsamen Performance, die Maßstäbe setzte. Gert Chesi hat die Ruine des Hotel Tropicana ins Zentrum seiner Betrachtung gesetzt. Hier begegneten sich erstmals fremde Kulturen und beeinflussten einander. Vierzig Jahre später haben sich neue Formen und Stile etabliert, Togos Kulturen und Tänze sind im Aufbruch.

   

Voodoo - Die Magier der Erde

Voodoo - Die Magier der Erde

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 90 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Diese Dokumentation ist die filmische Version des Bildbandes „Afrika - Die Magier der Erde“. Sie zeigt die Entwicklung des Voodoo von der Zeit der Sklaverei bis in die Gegenwart und baut auf den Erfahrungen auf, die Gert Chesi im Laufe der letzten 40 Jahre in Westafrika gesammelt.hat. Die Aufnahmen stammen aus Tempeln und Kultplätzen in Togo, Ghana und Benin. Sie stellen Priesterpersönlichkeiten, Könige und Heiler in den Mittelpunkt.

   

Made in Africa

Made in Africa


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Der Film zeigt HandwerkerInnen, die mit ihren Berufen noch innerhalb der Traditionen stehen. Sie sind Weber, Gießer und Töpferinnen, die für den heimischen Markt produzieren. Ihre Techniken sind Jahrhunderte alt und nur mehr in wenigen Regionen Westafrikas zu finden. Importe aus China und Europa haben viele zum aufgeben gezwungen, doch die Besonderheiten lokaler Kundenwünsche haben auch Betriebe überleben lassen, die mit alten Methoden bis heute ihr Existenz sichern. Der Film Made in Africa hat sie noch einmal dokumentiert, bevor auch sie die Marktplätze für fremde Billigprodukte räumen werden.

   

Filme auf DVD zu anderen Kulturkreisen

Miao - Ein Volk im Wandel

Miao - Ein Volk im Wandel


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Dieser Film berichtet vom Wandel eines Volkes, das im Begriffe ist, seine Kultur zu verlieren. In den südlichen Bergregionen Chinas leben verschiedene Minderheiten, die durch den Expansionsdruck der Han-Chinesen bis Burma und Thailand verdrängt wurden. Die Miao sind mit ihren neun Millionen Menschen die größte Gruppe. Sie haben wie ihre Nachbarn bedeutende kulturelle Leistungen erbracht. Berühmt sind ihre textilen Objekte aber auch ihr Silberschmuck. Gert Chesi hat sie in den Bergen von Kaili, Südchina, und in Nordthailand besucht und einen sechzig-minütigen Film produziert, der ihre alten Kulturen, aber auch den kulturellen Wandel, in dem sie sich befinden, dokumentiert.

   

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil1 (DVD)

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil1 (DVD)


Länge: 70 Minuten

Sprache: Deutsch

Dieser Film befasst sich mit Buddhas unfolgsamen Kindern. Diese sind nicht nur die Ruhestörer innerhalb des religiösen Systems, sie sind auch die Erneuerer, deren Ideen und Extravaganzen oft seltsame Blüten treiben. Thailand ist reich an Menschen, die Buddhas Lehre auf ihre Weise interpretieren. Eine dem Buddhismus eigene Toleranz lässt sie gewähren. Künstler, Geistliche und kreative Individualisten sind die Protagonisten dieser Dokumentation. Trotz ihres Außenseitertums sind sie keine Abtrünnigen. Sie alle sind bekennende Buddhisten, die ihre Ideen und Visionen zur Verbesserung der Welt einbringen. Die Ergebnisse sind erstaunlich.

   

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 2

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 2 (DVD)
Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Der zweite Teil des Dokumentarfilmes Buddhas unfolgsame Kinder ist mit seinen fünf Episoden ein Beleg für die ausufernden Randerscheinungen des Buddhismus. Gautama Siddharhtas Lehre wird von vielen seiner Anhänger auf eigenwilligste Weise konterkariert. Sie sind aber keine Kritiker und auch keine Abtrünnigen. Ihre Sichtweise des Buddhismus erweitert nur das Aktionsfeld des Glaubens bis hin zu sektiererischen Aktionen, die mit der klassischen Lehre unvereinbar sind. Wie bei allen religiösen Bewegungen werden auch im modernen Buddhismus die Wahrheiten aus Quellen bezogen, die sich der Beweisbarkeit entziehen. Das ist der Grund auf dem ein religiöser Wildwuchs gedeiht, der die Dogmen bis zur Unverständlichkeit pervertiert. Gert Chesi hat im zweiten Teil seiner Dokumentation Themen aufgegriffen, die bisher in der westlichen Welt weitgehend unbekannt waren. Nicht ohne Humor werden Buddhas unfolgsame Kinder vorgestellt.

   

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 3

Buddhas unfolgsame Kinder / Teil 2

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker


Zwei Filme gehen dieser Dokumentation voraus. Buddhas unfolgsame Kinder ist eine Dokumentation, die neue Wege des Buddhismus zeigt, solche die nur selten mit der Lehre Gautamas in Einklang stehen. Überall im buddhistischen Umfeld haben sich Strömungen entwickelt, die den Volksglauben und magische Weltbilder mit einbeziehen. Waren es in den ersten beiden Teilen die heiligen Tattoos oder die Kulte um Norasin und seine goldenen Hühner, Chuchocks Coyote Tänzerinnen oder die flaggelanitschen Rituale der Vegetarier, so befasst sich dieser Film mit den magischen Puppen, den Kuman Thons, den Raketen von Yassothon oder dem Tigertempel, der permanent in der Kritik steht. Die Außenseiter des Buddhismus haben dem magischen Weltbild neue Bedeutung verliehen und eine Form des Kapitalismus hervorgebracht, der beispiellos ist.

   

Die Geschichte der Ning

Die Geschichte der Ning


Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Dieser Film handelt von einem Knaben, der eine Frau sein wollte. Die Stationen am Weg zu diesem Ziel wurden von Gert Chesi dokumentiert und kommentiert. Es entstand eine einfühlsame Dokumentation, die auch den kulturellen Hintergrund und die Eigenheiten der thailändischen Gesellschaft beleuchtet.

Der Film begleitet das Buch "MENSCHENBILDER AUS ANDEREN WELTEN" von Gert Chesi.

   

Feste und Maskenkulte in Indien

Feste und Maskenkulte in Indien
Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 100 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

RATH YATRA - DAS FEST DER GROSSEN WAGEN

In Puri findet jedes Jahr das Rath Yatra, das größte Pilgerfest Orissas statt. Die Statuen von Lord Jagannath und die seiner beiden Geschwister werden, begleitet von einer Million Gläubigen, durch die Straßen der Stadt gezogen. Einen Tag lang sind sie unterwegs, bis sie den drei Kilometer entfernten Gundicha Tempel erreichen. Jeder Pilger möchte einmal eine der Figuren berühren, das würde ihm einen Bonus im Götterhimmel verschaffen.

MASKENKULTE IN KERALA

Dieser Film zeigt sakrale Maskenkulte Südindiens. Eine der ältesten Theaterformen, das Kathakali, baut auf den Legenden der Region um Kochi, aber auch auf den Erzählungen des Mahabharata Epos auf. Unter großer Prachtentfaltung zeigen die Akteure tänzerische und mimische Verkörperungen mythischer Helden. Im Norden Keralas, in Kannur, sind es die Theyyam-Tänzer, die bei privaten und Tempelauftritten die Ahnengeister und Götter auferstehen lassen. Ihre Masken und Kostüme sind einzigartig, sie zählen zu den schönsten weltweit.

   

Leben und Tod auf Bali

Leben und Tod auf Bali

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 70 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Leben und Tod auf Bali, das ist die filmische Bestandsaufnahme balinesischer Gegenwartskultur, die von tradierten Werten, aber auch von touristischen Kundenwünschen bestimmt ist. Eine kollektive Gläubigkeit hält die alten hinduistischen Kulte am Leben. Der Einfluss der Fremden hat allerorts seine Spuren hinterlassen, Tradition und Moderne durchdringen sich, wobei die Evolution oft eigenwillige Wege geht. Tänze und die Legenden aus dem Mahabharata-Epos aber auch das modernere Kecak ziehen Tausende an. Totenkulte und ein Leben zwischen Gottesdienst und Tourismus bilden eine phantastische Mischung, an deren Ende ein euro-asiatischer Synkretismus steht.

   

Das Lied der Strasse / Teil 2

Das Lied der Strasse / Teil 2
Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Das Lied der Straße kennt keine Privilegien. Es verwirklicht sich dort, wo sich ein Platz und ein Publikum findet. Es stellt keine Ansprüche und ist trotzdem elitär in seiner Einzigartigkeit. Das Lied der Straße schließt nichts und niemanden aus, selbst der, der es stört, ist Teil davon. Geräusche und Lärm durchdringen es, ohne sie verlöre es seine Identität und seinen Charakter. Das Lied der Straße ist geduldig, es kennt keine Tantiemen und kein Copyright, es ist für alle da, auch für jene, die es nicht hören wollen. Es ist anspruchslos und entzieht sich jeder Kritik. Geräusche und Lärm sind ihm immanent, sie sind der Beitrag, den der Zufall liefert. Das Lied der Straße ist fordernd, denn es verlangt ein Bild, welches sein Umfeld zeigt. Auf der Suche nach den Wurzeln thailändischer Musik haben wir viel Seltsames erlebt, Molam Sing, die Musik, die aus Laos in den Isan gelangt ist, hat uns für die lange Suche reich belohnt.

   

Burma - Buddhas Erben

Burma - Buddhas Erben

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Burma, ein Land das sich nach einer langen von politischen Repressionen gezeichneten Epoche langsam öffnet. Hier finden wir die ältesten Zeugen buddhistischer Vergangenheit, und zugleich die neuesten Bestrebungen, deren architektonische Zeugnisse neu zu gestalten und zu beleben. Die alten und neuen Tempelanlagen haben sich als lukrativ erwiesen, besonders dann, wenn sie beeindruckend groß oder verschwenderisch sind. Tausende Kilo reines Gold, das vermag, wie die Ruinenfelder von Bagan mit mehr als 2000 Heiligtümern zu beeindrucken. Aber auch die Heiligtümer von Yangon faszinieren, ob sie nun alt oder neu sind. Neben den bedeutendsten Kulturstädten werden auch traditionelle Handwerkstechniken gezeigt.

   

Buddhas Glanz und Elend

Buddhas Glanz und Elend
Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Über Glanz und Elend des Buddhismus handelt dieser Film. Nicht die Lehre Gautama Siddhartas steht im Mittelpunkt unserer Betrachtung, sondern die Art wie sie von Gläubigen umgesetzt wird. Vordergründige Geschäftstüchtigkeit und milliardenschwere Tempelanlagen lassen keine Not und kein Elend erkennen. Dieses hat sich dem materiellen Erscheinungsbild längst entzogen. Das Elend, von dem hier die Rede ist, liegt in der Geisteshaltung der Tempelbetreiber, die mit Maßlosigkeit, Protz und Prunk zu gesellschaftlicher und politischer Macht gelangt sind. Millionen von Gläubigen unterstützen dieses System, weil im Buddhismus, wie in allen anderen Religionen, Kritiklosigkeit eine Tugend ist.

   

Tanzende Schatten - Puppentheater in Thailand

Tanzende Schatten - Puppentheater in Thailand

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Die Ursprünge des Puppentheaters findet man im Süden Thailands, in der Provinz Patalung. Hier werden seit hunderten von Jahren die Helden der Ramakian aus Pergament geschnitten und als Schattenfiguren auf weiße Tücher projiziert. Ganz anders hat sich das Puppenspiel in Bangkok entwickelt. Nachdem es vor hundert Jahren fast verschwunden war, erweckte es Joe Louis zu neuem Leben. Die Helden des Puppenspieles stammen aus dem hinduistischen Ramayana Epos. Dieses wurde in Thailand modifiziert und entwickelte sich zum festen Bestandteil lokaler Kultur. Im Königspalast erzählen herrliche Wandbilder von den Heldentaten der Vorfahren. Das königliche Khon Theater bot ihnen eine Bühne. Gert Chesi hat die wichtigsten Schauplätze festgehalten und Gespräche mit den Protagonisten geführt.

   

Königsstädte Asiens: Laos - Vietnam - Kambodscha

Königsstädte Asiens: Laos - Vietnam - Kambodscha

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 60 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Am Beispiel von drei asiatischen Königsstädten zeigt diese Dokumentation wie unterschiedlich sich Kulturen entwickeln, wenn Machtansprüche und religiöse Aspekte die Völker leiten. Kriege und wechselnde Religionen brachten Zerstörungen, sie waren aber auch der Motor, der Städtegründungen und den Bau von Tempelanlagen vorantrieb. Angkor, Luang Prabang und Hué waren Machtzentren der Antike. Ihre Tempelanlagen und Paläste lassen erahnen, welche Bedeutung die Metropolen Asiens hatten. Viel Wissen ist verloren gegangen, doch steinerne Zeugen erlaubten es, die Geschichte zu rekonstruieren und Einblicke in das Leben und die Kulturen der Menschen zu erhalten. Der Film zeigt neben den Ruinenstädten und Tempelanlagen auch die Gegenwartskulturen, touristische Strukturen, die einiges zerstört aber auch vieles gerettet haben. Neben architektonischen und künstlerischen Leistungen der Vergangenheit zeigen sich die Völker Asiens als aufstrebende Gesellschaften, die nun begonnen haben, ihr lange vernachlässigtes Erbe zu würdigen.

   

Chinatown Bangkok

Chinatown Bangkok

Produzent und Kamera: Gert ChesiCopyright: Gert Chesi, Museum der Völker
Länge: 70 Minuten

Sprache: Deutsch

Seit der Gründung Bangkoks ist das Gebiet von Sampawong von Chinesen bewohnt. Vorher siedelten sie auf dem Gebiet des heutigen Grand Palace. Als Bangkok 1782 zur Hauptstadt Thailands wurde, forderte sie König Phra Putthayotfa Chulalok, Rama 1. auf, sich in den sogenannten Gärten, einer damals unbesiedelten Zone, niederzulassen.

Die Chinatown ist eine Stadt in der Stadt und trotzdem Teil des Ganzen. So hat man in der Vergangenheit Integration verstanden. Unterwegs in finsteren Seitengassen und quirligen Märkten, in den chinesischen Tempeln und bei Drachen-Umzügen boten sich Bilder von bestechender Schönheit. „Chinatown Bangkok“ ist eine Dokumentation, die in 60 Minuten das Leben und Treiben eines Stadtteils und seiner Bewohner vorstellt. Die soziokulturelle Befindlichkeit der Menschen in der Chinatown kann ein Beispiel für das harmonische Miteinander von Volksgruppen und Kulturen sein.

   

Buddha in schlechter Gesellschaft

Buddha in schlechter Gesellschaft

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 90 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Wer in die Welt des gelebten Buddhismus eintritt, der sollte keine Illusionen haben. Hier begegnen wir seltsamen Praktiken, in denen es um Geld und Macht geht. Gautamas Lehre wird oft neu -oder uminterpretiert. Der moderne Buddhismus hat sich verselbstständigt und weit von seinem Ursprung entfernt. Askese, Meditation und ein dienendes Weltbild sind abhanden gekommen, sie werden durch Prunk und Protz ersetzt, und die einst bescheidenen Mönche gefallen sich in der Position der Manager und Unternehmen. Nur mehr wenige Tempel, wie der von Wat Kambhaeng, agieren im traditionellen Sinne. Viele aber haben die autochthone Basis verlassen und suchen nach neuen Wegen. Buddha ist in den Höllentempeln und Klöstern Thailands in schlechte Gesellschaft geraten.

   

Indonesien - Batak, Toraja, Sumba

Indonesien - Batak, Toraja, Sumba

Produzent und Kamera: Gert Chesi

Sprache: Deutsch, Länge: 70 Minuten

Copyright: Gert Chesi, Museum der Völker

Mit seinen mehr als 17.000 Inseln und 240 Millionen Einwohnern gehört Indonesien zu den größten Staaten der Welt. Vor diesem Hintergrund ist es anmaßend einen Film über Indonesien drehen zu wollen. Wie immer man die Aufgabe auch angehen mag, das Ergebnis wird Stückwerk bleiben, das nicht mehr als eine Ahnung vermitteln kann. Die vorliegende Dokumentation befasst sich mit drei Völkern, deren reiche Kulturen unser Interesse geweckt haben. Auf Sumatra waren es die Batak, auf Sulawesi die Toraja und auf Sumba die gleichnamigen Ureinwohner. Sie alle faszinieren mit großartiger Architektur, aber auch ihre Totenriten und Bräuche sind weltweit einzigartig. Der vorliegende Film versucht zu zeigen, wie die alten Traditionen auf die Moderne reagieren und auf welche Weise sie durch die Begegnung mit dem Fremden beeinflusst wurden.