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Campus Verlag GmbH

Kurfürstenstr. 49
60486 Frankfurt/M.

Bücher für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.
Campus Frankfurt / New York ist einer der erfolgreichsten konzernunabhängigen Verlage für Wirtschaft und Gesellschaft. Campus-Bücher leisten Beiträge zu politischen, wirtschaftlichen, historischen und gesellschaftlichen Debatten, stellen neueste Ergebnisse der Forschung dar und liefern kritische Analysen.

Campus wurde als Verlag für kritische Sozialwissenschaften gegründet. Heute umfasst das Wissenschaftsprogramm des Weiteren noch die Bereiche Geschichts- und Kulturwissenschaft sowie Philosophie. Neben ausgewählter Fach- und Forschungsliteratur für die akademische Zielgruppe wird besonderer Wert auf das publikumsorientierte wissenschaftliche Sachbuch zu aktuellen gesellschaftlichen Themen gelegt. Ein weiterer Schwerpunkt sind Lehr- und Studienbücher sowie Studienratgeber, die sich an den Bedürfnissen von Studierenden und Lehrenden orientieren.

Programm:

Land ohne Staat

Land ohne Staat

Wirtschaft und Gesellschaft im Krieg am Beispiel Somalias

Jutta Bakonyi

kartoniert

396 Seiten

Reihe: Mikropolitik der Gewalt, Bd.5

EAN 9783593395289

1991, kurz nach Beginn des bis heute andauernden Krieges, brach in Somalia der Staat vollständig zusammen.

Jutta Bakonyi zeigt, wie seitdem die Gesellschaft jenseits zentralstaatlicher Regulierung funktioniert, und welche Macht und Herrschaftsstrukturen sich herausgebildet haben.

Die Untersuchung des Handels mit der Droge Khat, des Währungs- und Finanzmarkts sowie der internationalen Entwicklungshilfe verdeutlicht, welche Wirtschaftsstrukturen jenseits des Staates entstanden sind.

Autorin:

Jutta Bakonyi, Dr. phil., ist gegenwärtig für den Zivilen Friedensdienst in Kenia tätig.

Pressestimme:

06.12.2011, Süddeutsche Zeitung
Die Menschen verhungern, aber die Wirtschaft floriert
"Man weiß seit Jahren, dass der gescheiterte Staat Somalia über ein erstaunliches Wirtschaftswachstum verfügt ... Mit ihrer Studie hat die Wissenschaftlerin Jutta Bakonyi nun erstmals eine umfassende Analyse vorgelegt, wie es dazu kommen konnte."

Die Suche nach dem Fremden

Dieter Haller

Die Suche nach dem Fremden

Geschichte der Ethnologie in der Bundesrepublik 1945-1990

Hardcover gebunden

395 Seiten

EAN 9783593396002

Die erste umfassende Fachgeschichte der Ethnologie in Deutschland
Ethnologen erforschen Phänomene, die für Außenstehende oft als exotisch,
randständig und bisweilen sogar etwas bizarr erscheinen. Woher rührt die
Faszination für das Fremde? Und gibt es spezifische nationale Bestandteile in
einer Disziplin, die sich der Erforschung des kulturell Fremden verschrieben hat?
Diesen und vielen weiteren Fragen geht Dieter Haller im Hinblick auf die alte
Bundesrepublik nach. Er bietet den ersten umfassenden Überblick über die
Geschichte der Ethnologie in Deutschland von 1945 bis 1990 und arbeitet ihr
spezifisches Potenzial und ihre Besonderheiten heraus.
Nach einem Rückblick auf die Anfänge des Faches und seine Verwicklungen im
Nationalsozialismus wagt der Autor eine Zusammenschau der Pfade, die es nach
dem Zweiten Weltkrieg beschritten hat. Dabei rückt er die institutionellen und
geistesgeschichtlichen Entwicklungen in den Kontext der politischen, sozialen und
ökonomischen Bedingungen der Bundesrepublik von 1949 bis zur Wende. Der
Aufbaugeist der Nachkriegszeit, die Rebellion gegen Autoritäten der 68er, neue
soziale Bewegungen in den späten 70er-, gesellschaftliche Pluralisierung und
Ökonomisierung in den 80er-Jahren – all das bildete sich in den Fragestellungen
und Gegenständen ab, denen sich die Ethnologen jeweils zuwandten.
Die Ethnologie ist aber immer auch die Manifestation eines spezifischen
Unbehagens am Eigenen. Das Interesse am Exotischen und Fremden war auch
Ausdruck des Unbehagens an der bundesrepublikanischen Enge und am bloßen
Vernunftdenken. Die Hinwendung zu anderen Lebenswelten und Kulturen
überschreitet den Horizont des Eigenen und trägt zum Verstehen des Anderen
bei. In dieser Perspektive erweist sich Hallers Geschichte der Ethnologie in
Deutschland als spannender Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen des
Landes.



Autor

Dieter Haller
Dieter Haller ist Professor für Sozialanthropologie an der Universität Bochum. Er hat das dortige Zentrum für Mittelmeerstudien mitbegründet. Im Rahmen seiner Geschichte der Ethnologie hat er über 60 Interviews mit Ethnologinnen und Ethnologen geführt und unter www.germananthropology.de eine Internetseite für die deutschsprachige Ethnologie aufgebaut. Er ist Autor des "dtv-Atlas Ethnologie" (2005).

People at the Well

People at the Well
Kinds, Usages and Meanings of Water in a Global Perspective

Hans Peter Hahn (Hg.), Karlheinz Cless (Hg.), Jens Soentgen (Hg.)

kartoniert

316 Seiten, ca. 80, größtenteils farbige Abbildungen

EAN 9783593396101

Water is never just H2O. It is always more. It has its own ways of world-making and is much more than just a substance or a commodity. Water is also a focal point of religious meanings and inspires cultural practices. The book shows the different forms, the wide range and the impressive diversity of people´s dealings with water in different cultures. It presents case studies from various parts of the world, staging problems about changing accessibility of water and the expectations of men and women at different places. While focusing on the micro level the transdisciplinary approach highlights the fundamental differences of water related meanings and practices.

Autoren

Hans Peter Hahn
Hans Peter Hahn ist Professor am Institut für Ethnologie der Universität Frankfurt am Main.

Karlheinz Cless
Karlheinz Cless, Dr. rer. oec., ist Doktorand am Institut für Ethnologie der Universität Frankfurt am Main.

Jens Soentgen
Jens Soentgen, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Leiter am Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg.

Koloniale Verhandlungen

Koloniale Verhandlungen

Gerichtsbarkeit, Verwaltung und Herrschaft in Kamerun 1884-1916

Ulrike Schaper

kartoniert

446 Seiten, 2 sw Abb.

EAN 9783593396392

Zu den Aufgaben der deutschen Kolonialbeamten gehörte die Gerichtsbarkeit über die kolonisierte Bevölkerung. Ulrike Schaper betrachtet die Rechtsverhältnisse der deutschen Kolonie Kamerun erstmals in ihren kulturellen, politischen und sozialen Zusammenhängen. Sie zeigt die Bedingungen und Probleme bei der alltäglichen Umsetzung kolonialer Herrschaft sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Dadurch macht sie deutlich, dass Recht nicht nur ein Unterdrückungsinstrument war. Denn zugleich bot es der kolonisierten Bevölkerung auch Möglichkeiten, die Kolonialmacht herauszufordern, und eröffnete ihr neue Handlungsspielräume.


Autorin:

Ulrike Schaper, Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin.

Der Süden als Vorreiter der Globalisierung

Der Süden als Vorreiter der Globalisierung

Neue postkoloniale Perspektiven

Übersetzt von Thomas Laugstien
Erscheinungstermin:
08.10.2012

kartoniert

287 Seiten

Reihe: Theorie und Gesellschaft, Bd.75

EAN 9783593397511

Der »Globale Süden« bezeichnet die außereuropäischen, postkolonialen Gesellschaften. Sie werden meist mit prekärer Entwicklung, gescheiterten Staaten, Korruption und Armut assoziiert. Jean und John Comaroff widersprechen dieser Sicht vom rückständigen Süden. Mehr noch: Erst aus der Perspektive Afrikas, so ihre These, lässt sich die globalisierte Welt verstehen. Denn im Süden zeigt sich in vielerlei Hinsicht die Zukunft des Nordens, sei es im Verhältnis von Staat und Wirtschaft, im Umgang mit der Vergangenheit oder bei der Integration von Migranten. Um dies zu sehen, müssen wir uns von gewohnten Ansichten verabschieden. So verbinden wir die europäische Moderne mit Wissenschaft, Aufklärung und Demokratie – Kategorien, die sich nicht ohne Weiteres auf nicht-westliche Gesellschaften übertragen lassen. Mithilfe von anderen, globalen Konzepten aus dem Süden lassen sich Phänomene wie der Neoliberalismus, Religion, Arbeit oder Aids viel umfassender begreifen. Dies führen uns die Comaroffs in ihren brillanten Essays eindrucksvoll vor Augen.

Atoren:

Jean und John L. Comaroff lehrten von 1978 bis zum Sommer 2012 Anthropologie an der University of Chicago. Im Herbst wechseln sie an die Harvard University auf Professuren für African und African American Studies sowie Anthropologie, die sie als Oppenheimer Research Fellows innehaben werden. Außerdem sind sie Honorarprofessoren an der University of Cape Town in Südafrika.

John L. und Jean Comaroff lehrten von 1978 bis zum Sommer 2012 Anthropologie an der University of Chicago. Im Herbst wechseln sie an die Harvard University auf Professuren für African und African American Studies sowie Anthropologie, die sie als Oppenheimer Research Fellows innehaben werden. Außerdem sind sie Honorarprofessoren an der University of Cape Town in Südafrika.

Inhalt:
1. Theorie aus dem Süden 9
2. Über die Person: Ein Beitrag aus afrikanischer Sicht 77
3. Liberalismus, Polykulturalismus und ID-ologie: Gedanken zu Bürgerschaft und Differenz 95
4. Nationen mit un/durchlässigen Grenzen: Die Politik der Existenz und das Problem der Zugehörigkeit 129
5. Demokratie gestalten: Ein anthropologischer Blick auf afrikanische Formen politischer Moderne 153
6. Geschichte auf der Anklagebank: Erinnerung, Beweiskraft und die forensische Produktion der Vergangenheit 183
7. Alien-Nation: Zombies, Migranten und Millenniumskapitalismus 213
8. Jenseits des nackten Lebens: Aids, (Bio-)Politik und die neoliberale Weltordnung 239
Nachweise und Dank 263
Literatur 265

Aufbruch ins postkoloniale Zeitalter

Aufbruch ins postkoloniale Zeitalter

Globalisierung und die außereuropäische Welt in den 1920er und 1930er Jahren

kartoniert

277 Seiten, 3 sw Abb.

Reihe: Globalgeschichte, Bd.12

EAN 9783593397603

In der europäischen Erinnerung gilt die Zeit zwischen den Weltkriegen als Phase der Deglobalisierung. Doch außerhalb
Europas kam es zu wichtigen welthistorischen Weichenstellungen. Diese schildern die Autorinnen und Autoren des Bandes anhand zahlreicher Beispiele: Sie beschreiben die wachsende Bedeutung asiatischer Märkte, den Beginn der Dekolonisierung in Asien und Afrika
und die Entstehung der »Entwicklungshilfe«. So ergibt sich ein neues Bild der 1920er- und 1930er-Jahre als Phase der Neuformierung des Globalen, die für die weitere Geschichte des 20. Jahrhunderts prägend war.

Autoren:
Sönke Kunkel, Dr. phil., promovierte 2011 zur Geschichte der USA an der Jacobs University, Bremen.

Christoph Meyer ist Doktorand an der Jacobs University, Bremen und forscht zur Entwicklungspolitik des Völkerbundes.

Kolonialismus denken

Kolonialismus denken

Konzepte und Theorien in kritischer Perspektive

Übersetzt von Reinhart Kößler, Rohland Schuknecht

kartoniert

394 Seiten

Reihe: Globalgeschichte, Bd.2

EAN 9783593385761

In den Geschichts- und Sozialwissenschaften ist der Kolonialismus mit seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen und Auswirkungen mittlerweile ein häufig und kontrovers diskutiertes Forschungsfeld. Mit Frederick Cooper bietet einer der weltweit renommiertesten Forscher zur Geschichte Afrikas eine umfassende theoretisch-methodische Auseinandersetzung mit dem Thema. Zunächst schildert er die Entstehung und Entwicklung der »colonial« und »postcolonial studies« und unterzieht beide Zugänge einer kritischen Analyse. Anschließend untersucht er, inwiefern die drei Konzepte Identität, Moderne und Globalisierung für die Kolonialismusforschung sinnvoll und fruchtbar sind. Cooper zeigt, dass das Phänomen des Kolonialismus sich nur aus dem Zusammenspiel von regionalen, transnationalen und globalen Entwicklungen erklären lässt. Sein Buch liefert eine wesentliche Grundlage für alle, die zu diesem Thema lehren und forschen.

Autor:
Frederick Cooper ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich der postkolonialen Forschung. Auf Deutsch erscheint von ihm bei Campus im Juni 2012 »Kolonialismus denken«, ein Schlüsselwerk der Global- und Kolonialgeschichte.

Inhalt

Vorwort (Andreas Eckert)7

Danksagung11

Teil I: Kolonialismusforschung und interdisziplinäre Wissenschaft
1 Einleitung: Koloniale Fragen, historische Entwicklungslinien19
2 Aufstieg, Niedergang und Wiederaufstieg der colonial studies, 1951-200169

Teil II: Problematische Begriffe
3 Identität (mit Rogers Brubaker)109
4 Was nützt der Begriff der Globalisierung? Aus der Perspektive eines Afrika-Historikers160
5 Moderne194
Teil III: Die Möglichkeiten der Geschichte
6 Staaten, Imperien und politische Phantasie255
7 Arbeit, Politik und das Ende des Imperiums in Französisch-Afrika337
8 Schluss: Kolonialismus, Geschichte, Politik379

The Normality of Civil War

Teresa Koloma Beck

The Normality of Civil War

Armed Groups and Everyday Life in Angola

kartoniert

162 Seiten

Reihe: Mikropolitik der Gewalt, Bd.7

EAN 9783593397566

Krieg gilt gemeinhin als Ausnahmezustand, den es zu überwinden gilt. Anhand der jüngeren Geschichte Angolas zeigt Teresa Koloma
Beck, wie die Präsenz von Gewalt und Gewaltakteuren zur Herausbildung einer eigenen Normalität des Bürgerkriegs führen kann.
Das Buch wirft nicht nur ein neues Licht auf soziale Dynamiken in Bürgerkriegen, sondern auch auf typische Probleme in Nachkriegsgesellschaften.

Autor
Teresa Koloma Beck, Dr. phil., forscht an der Willy Brandt School of Public Policy der Universität Erfurt.

Sozialpolitik in globaler Perspektive

Hans-Jürgen Burchardt (Hg.), Anne Tittor (Hg.), Nico Weinmann (Hg.)

Sozialpolitik in globaler Perspektive

Asien, Afrika und Lateinamerika

kartoniert

288 Seiten

EAN 9783593397801

Angesichts globaler Strukturveränderungen und eines Bedeutungsgewinns der Gesellschaften des »Südens« ist auch eine Perspektiverweiterung der Sozialpolitik-Forschung nötig. Anhand von Fallbetrachtungen und neuen Ansätzen wird der Frage nachgegangen, wo bewährte Methoden des »Westens« bei der Analyse von Sozialpolitiken in Afrika, Asien und Lateinamerika nützlich sind und wo andere Zugänge weiterführend scheinen.

Herausgeber:

Hans-Jürgen Burchardt ist Professor für Internationale und Intergesellschaftliche Beziehungen an der Universität Kassel.

Dr. Anne Tittor ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Kassel.

Nico Weinmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Kassel

Kein Platz an der Sonne

Jürgen Zimmerer (Hg.)

Kein Platz an der Sonne
Erinnerungsorte der deutschen Kolonialgeschichte

Hardcover gebunden

524 Seiten
50 Abbildungen

EAN 9783593398112


Namibia gehört heute zu den beliebtesten Fernreisezielen der Deutschen - vielleicht auch deshalb, weil es einst als "Deutsch-Südwestafrika" Kolonie war. Die Erfahrung von Tourismus und Globalisierung rückte in den vergangenen Jahren den europäischen Kolonialismus, der auch die deutsche Geschichte weit stärker als gemeinhin angenommen prägte, ins allgemeine Bewusstsein.

Das Buch legt eine Bilanz der Spurensuche nach Erinnerungsorten der oft unrühmlichen deutschen Kolonialgeschichte vor. In 30 leicht verständlich geschriebenen Einzelbeiträgen präsentiert es Personen, Institutionen, Ereignisse und Vorstellungswelten. Albert Schweitzers Hospital Lambaréné, Hagenbecks Tierpark und die "Hunnenrede" Kaiser Wilhelms II. zählen hierzu ebenso wie der Berg Kilimandscharo, den der Deutsche Hans Meyer als erster Europäer bestieg, Bernhard Grzimeks Film "Serengeti darf nicht sterben" oder der "Sarotti-Mohr". Ein unentbehrliches Buch für alle, die am deutschen Kolonialismus und am deutschen kollektiven Gedächtnis interessiert sind.

Pressestimmen:

20.11.2013, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Afrikaner kamen bei Grzimek nicht vor

"Man (erfährt) in diesem Lesebuch ... viel über das facettenreiche und komplexe Verhältnis der Deutschen zu ihrer kolonialen Vergangenheit."


09.01.2014, Deutschlandradio Kultur

Mit der Bagdadbahn ins Schutzgebiet
"Der dringend notwendige Sammelband zeigt, wie koloniale Bilder und Ideen nach dem Ende der 'Schutzgebiete' weiterlebten." Matthias Dell


Südlink 167

Aus dem Schatten geholt

"Wichtige Spurensuche."

01.02.2014, H-Soz-u-Kult

Kein Platz an der Sonne

"Das Buch bietet einen neuen Blick auf den Kolonialismus in der deutschen Geschichte, vermittelt viele Informationen auf engstem Raum und regt mit seinen Bezugen zur Gegenwart den Leser zum Nachdenken an. Trotz seines wissenschaftlichen Anspruchs sind die meisten Beiträge verständlich geschrieben, teilweise bieten sie sogar eine kurzweilige Lektüre." Thomas Morlang


01.04.2014, Damals

Kein Platz an der Sonne

"Ein lesenswerter Band."

01.04.2014, Sehepunkte

Kein Platz an der Sonne

"Eine hervorragende Zusammenstellung, die äußerst lesenswert ist und eine Lücke in der bisherigen Forschung zur Gedächtnisgeschichte Deutschlands schließt."

Das unvollendete Weltreich

Das unvollendete Weltreich

Aufstieg und Niedergang des Britischen Empire 1600-1997

von John Darwin

Hardcover gebunden

482 Seiten

mit ca. 10 Karten

EAN 9783593398082

Über das Buch:

Englische Piraten in der Karibik, "Rotröcke" in den nordamerikanischen Kolonien, reiche "Nabobs" in Indien, fromme Missionare in Afrika, ans Ende der Welt verbannte Sträflinge in Australien, Marinesoldaten auf den Schiffen der Royal Navy - auch auf ihren Schultern ruhte das Weltreich, das Großbritannien ab dem 17. Jahrhundert im Dienste Ihrer Majestät errichtete.

Auf seinem Höhepunkt um 1900 umfasste dieses riesige Gebilde ein Viertel der Menschen und der Landmasse der Erde. Doch wie gelang es den Briten überhaupt, ihr Empire aufzubauen? Wie beherrschten und verteidigten sie es fast 400 Jahre lang? Warum zerbrach es ausgerechnet im 20. Jahrhundert? Und was können andere Imperien daraus lernen?

John Darwin, derzeit der beste Kenner der Geschichte des British Empire, verrät in seinem neuen, spannenden Buch die Antworten.

Pressestimmen:

04.09.2013, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Sie gehörten nie nur einem Kontinent an

"International einer der angesehensten Historiker des britischen Imperialismus und ansässig in Oxford, trägt Darwin seine Thesen in gelehrter Distanz und englischer Eleganz vor. Dass sein neuestes Buch nur innerhalb eines Jahres nun auch auf Deutsch vorliegt, ist eine großartige Sache."

06.10.2013, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Das unvollendete Weltreich

"Ein lesenswertes Buch über das britische Imperium."

23.10.2013, Hessischer Rundfunk

Das unvollendete Weltreich

"Viele schöne Geschichten in diesem Buch." Mario Scalla

01.02.2014, Damals

Weltumspannend: das britische Empire

"Ein beeindruckendes Werk, an dem sich die weitere historische Forschung wird abarbeiten und messen lassen müssen." Prof. Dr. Jürgen Zimmerer

26.01.2014, Deutschlandradio Kultur

Britisches Empire

"John Darwin bearbeitet 400 Jahre britische Geschichte leicht und doch präzise formuliert. Er schreibt weder antiimperialistisch noch nostalgisch und macht Lust, hinter die gängigen Klischees zu blicken." Nana Brink

09.04.2014, Der Tagesspiegel

Stets im Werden

"John Darwin hat eine brillante Geschichte des Britischen Empire geschrieben."

Postkoloniale Erinnerungslandschaften

Postkoloniale Erinnerungslandschaften

Wie Deutsche und Herero in Namibia des Kriegs von 1904 gedenken

Larissa Förster

kartoniert
391 Seiten, 45 Abbildungen
EAN 9783593391601

Die Kolonisierung Namibias durch das Deutsche Reich mündete 1904 in einen Kolonialkrieg: Herero erhoben sich gegen die deutsche Kolonialmacht; diese führte in der Folge einen erbitterten Krieg gegen große Teile der afrikanischen Bevölkerung des Landes.

Bis heute erinnern deutsch- und hererosprachige Namibier an dieses zentrale Ereignis namibischer Geschichte.

Larissa Förster untersucht die mündlichen Überlieferungen von Deutschen und Herero in Namibia und analysiert die Gedenkfeiern, die beide Gruppen seit den 1920er Jahren regelmäßig begehen.

Sie stellt Entstehung und Wandel ihrer Erinnerungskulturen dar und entdeckt dabei zahlreiche Verflechtungen - im kolonialen wie im postkolonialen Kontext.

Autorin: Larissa Förster
Larissa Förster, Dr. phil., ist Ethnologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Internationalen Forschungskolleg Morphomata an der Universität Köln.

Das Ende eines Kolonialreiches

Das Ende eines Kolonialreiches

Ostafrika im Ersten Weltkrieg

Michael Pesek

kartoniert

419 Seiten, 27 Abbildungen

Reihe: Eigene und fremde Welten, Bd.17

EAN 9783593391847

Der Erste Weltkrieg war auch ein Krieg um Kolonien. Ostafrika gehörte zu den am längsten umkämpften Schlachtfeldern.

Die Mehrzahl der Kriegsbeteiligten waren, neben den Europäern, Afrikaner und Inder. Ohne die Hunderttausende afrikanischer Arbeiter und Träger hätte der Krieg von keiner Seite geführt werden können.

Michael Pesek schildert das Los der afrikanischen Soldaten und das Leben der Zivilbevölkerung, wo Zwangsarbeit und Kriegsverbrechen alsbald Teil des Systems waren.

Autor:
Michael Pesek, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB 640 an der Humboldt- Universität zu Berlin.

Imperiale Grenzräume

Imperiale Grenzräume

Bevölkerungspolitiken in Deutsch-Südwestafrika und den östlichen Provinzen Preußens 1884-1914

kartoniert

385 Seiten
8 Abbildungen

Über das Buch

Deutschland gehört zu den wenigen Kolonialmächten des 19. Jahrhunderts, die sowohl eine Expansionspolitik in Afrika und Asien als auch in angrenzenden Territorien des Kaiserreichs verfolgten. Mit der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und den östlichen Provinzen Preußens nimmt Dörte Lerp erstmals zwei dieser imperialen Grenzräume vergleichend in den Blick. Sie zeigt auf, dass es durchaus Parallelen zwischen den Bevölkerungspolitiken in beiden Regionen gab. Zudem verweist Lerp auf die Besonderheiten der jeweiligen Regionen, insbesondere auf den unterschiedlich ausgeprägten Rassismus. Dadurch trägt das Buch maßgeblich zur Integration von Kolonialgeschichte und innereuropäischer Geschichte bei.

Pressestimmen
09.06.2017, H-Soz-Kult

»Insgesamt ist ›Imperiale Grenzräume‹ eine äußerst innovative und anspruchsvolle Studie, der es gelingt, in etablierte Lesarten zu intervenieren und die viel für das Verständnis biopolitischer Topographien in den Frontiers des Reiches leistet. […] Zugleich gelingt es Lerp mustergültig, biologistische Bevölkerungspolitiken (post-)kolonial zu kontextualisieren. So kann die Studie tatsächlich vielfältige Anstöße für die Debatten zum ›Verhältnis von imperialer und nationalsozialistischer Expansions- und Bevölkerungspolitik‹ (S. 342) liefern, die, wie der Generalplan Ost, das leise bevölkerungspolitische Verschwinden von Millionen vorsahen. « Markus Hedrich

06.02.2017, Media Mania

»Da die Autorin es durch den gesamten Text hindurch vermag, auf ihre Fragestellungen fokussiert zu bleiben, ist ihr auch ein gut lesbares Buch gelungen. Der Leser kann den Argumentationen und dem Weg durch die einzelnen analysierten Bevölkerungspolitiken leicht folgen.[…] Insgesamt hat Dörte Lerp eine großartige Studie vorgelegt, der viele Leser zu wünschen sind.« Andreas Schmidt

In die globale Wirtschaft gezwungen

Julia Seibert.

In die globale Wirtschaft gezwungen
Arbeit und kolonialer Kapitalismus im Kongo (1885-1960)

Erscheinungstermin:
09.06.2016

kartoniert

247 Seiten
18 Abbildungen

EAN 9783593505190




Die Kolonisierung des Kongos gehört zu den dunkelsten Kapiteln der europäischen Kolonialgeschichte. An keinem anderen Ort wendeten Europäer so viel Gewalt an, um die Zurückhaltung der Bevölkerung zu überwinden, ihre Arbeitskraft für Lohn zu verkaufen. In ihrer Studie analysiert die Autorin die Kontexte, die zu Gewalt und Zwang in Arbeitsverhältnissen im kolonialen Kongo führten. Damit leistet das Buch

nicht nur einen Beitrag zum besseren Verständnis der Vergangenheit der früheren belgischen Kolonie im Herzen Afrikas, sondern auch einen Beitrag zur Globalgeschichte der Arbeit nach der Abolition: Sie trägt zu einem besseren Verständnis des komplexen Übergangs zur Lohnarbeit bei, die eine der vielleicht wichtigsten welthistorischen Veränderungen der vergangenen 200 Jahre war.

Europeans Engaging the Atlantic

Susanne Lachenicht (Hg.).

Europeans Engaging the Atlantic
Knowledge and Trade, 1500-1800

Erscheinungstermin:
06.11.2014

kartoniert

185 Seiten
ca. 10 sw.-Abbildungen

EAN 9783593501703
Was wussten die Menschen in Europa in der Zeit zwischen 1500 und 1800 über die »fernen Welten« jenseits des Atlantiks? Und wie suchten sie, sich dieses Wissen zunutze zu machen? In der internationalen Forschung zur atlantischen Geschichte haben in den vergangenen Jahren Wissenswelten und Wirtschaftsbeziehungen auch jenseits der Anrainerstaaten dieses Ozeans an Interesse gewonnen. Der Band stellt ausgewählte Arbeiten zu diesen Themen vor; sie werfen ein neues Licht auf die Entstehung und Vernetzung von Märkten und Menschen in der Zeit nach 1492, die man heute oft als Phase der Globalisierung versteht.

Comparing Apples, Oranges, and Cotton

Frank Uekötter (Hg.).

Comparing Apples, Oranges, and Cotton
Environmental Histories of the Global Plantation

Erscheinungstermin:
10.04.2014

kartoniert

272 Seiten
div. Abbildungen und Tabellen

EAN 9783593500287
Plantagen sind eine Schlüsselinstitution der Moderne. Zugleich sind sie auch in ökologischer Hinsicht eines der folgenreichsten Produktionsregime überhaupt. Im globalen Ausgriff versammelt der Band Beiträge zu so unterschiedlichen Produkten wie Kaffee, Kautschuk, Baumwolle und Äpfeln. Dabei geht es gleichermaßen um Einblicke in unterschiedliche Plantagensysteme – von Lateinamerika bis Neuseeland – wie um exemplarische Einsichten in die vielfältigen Dimensionen der Umweltgeschichte der Plantage. Die Aufsätze dokumentieren die bemerkenswerte Beharrungskraft moderner Monokulturen – aber auch den Preis, den Menschen und Umwelten dafür zahlen müssen.

Globale Epidemien - Lokale Antworten

Caroline Meier zu Biesen.

Globale Epidemien - Lokale Antworten
Eine Ethnographie der Heilpflanze Artemisia annua in Tansania

Erscheinungstermin:
07.11.2013

kartoniert

433 Seiten
14 Abb. in s/w

EAN 9783593399621
Malaria ist eine der weltweit häufigsten Erkrankungen - jährlich sterben über zwei Millionen Menschen an dieser Epidemie. Vor dem Hintergrund globaler Machtkonstellationen untersucht Caroline Meier zu Biesen die Einführung der chinesischen Heilpflanze Artemisia annua in Tansania, die als vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Malariatherapien angesehen wird. Im Fokus der Untersuchung steht die Wandlung von der Heilpflanze in ein Arzneimittel, dessen Produktion und Distribution den Gesetzen des Weltmarkts unterliegt. Dabei zeigt sich, wie globale Marktmechanismen und Machthegemonien das Potenzial von Artemisia annua für die Betroffenen schwächen und bestehende Abhängigkeiten vom staatlichen Gesundheitswesen vertiefen können.

Imperiale Grenzräume

Dörte Lerp.

Imperiale Grenzräume
Bevölkerungspolitiken in Deutsch-Südwestafrika und den östlichen Provinzen Preußens 1884-1914

Erscheinungstermin:
10.11.2016

kartoniert

385 Seiten
8 Abbildungen

EAN 9783593503103
Deutschland gehört zu den wenigen Kolonialmächten des 19. Jahrhunderts, die sowohl eine Expansionspolitik in Afrika und Asien als auch in angrenzenden Territorien des Kaiserreichs verfolgten. Mit der Kolonie Deutsch-Südwestafrika und den östlichen Provinzen Preußens nimmt Dörte Lerp erstmals zwei dieser imperialen Grenzräume vergleichend in den Blick. Sie zeigt auf, dass es durchaus Parallelen zwischen den Bevölkerungspolitiken in beiden Regionen gab. Zudem verweist Lerp auf die Besonderheiten der jeweiligen Regionen, insbesondere auf den unterschiedlich ausgeprägten Rassismus. Dadurch trägt das Buch maßgeblich zur Integration von Kolonialgeschichte und innereuropäischer Geschichte bei.

Spirits in Politics

Barbara Meier (Hg.), Arne S. Steinforth (Hg.).
Spirits in Politics
Uncertainties of Power and Healing in African Societies

Erscheinungstermin:
10.09.2013

kartoniert

265 Seiten

EAN 9783593399157
Geister, Hexen und andere übernatürliche Akteure spielen in vielen afrikanischen Gesellschaften eine wichtige Rolle bei politischen Prozessen, bei der Aushandlung von Machtstrukturen und bei der Beilegung von Kriegen und Konflikten. Die Autoren analysieren dieses Spannungsfeld zwischen Religion und Politik aus dem Blickwinkel unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen. In Fallstudien und in vergleichender Perspektive geraten die afrikanische Lebenswelt und ihr Verständnis von Moderne in den Blick, ohne dass sie durch eurozentrische Paradigmen verfremdet werden.

Workers of the World

Marcel van der Linden.

Workers of the World
Eine Globalgeschichte der Arbeit

Erscheinungstermin:
12.01.2017

kartoniert

503 Seiten
4 Abbildungen

EAN 9783593506197
Die historische Forschung, die sich mit arbeitenden Menschen beschäftigt, nahm zuletzt eine völlig neue Wendung: Die Geschichte der Arbeit verließ die ausgetretenen eurozentristischen Pfade und wurde "globalisiert". Historiker befassen sich seither, umfassend und systematisch, auch mit den Arbeitsverhältnissen in Asien, Afrika und Lateinamerika und gewinnen dadurch einen neuen Blick auf die europäische Sozialgeschichte. "Workers of the World", Marcel van der Lindens bahnbrechendes Standardwerk zur neuen "Global Labor History", liegt mit diesem Band erstmals vollständig in deutscher Sprache vor.

Globalgeschichten

Boris Barth (Hg.), Stefanie Gänger (Hg.), Niels P. Petersson (Hg.).

Globalgeschichten
Bestandsaufnahme und Perspektiven

Erscheinungstermin:
06.11.2014

kartoniert

320 Seiten
ca. 10 sw-Abbildungen

EAN 9783593501710
San Francisco 1906: Ein verheerendes Erdbeben, ein geografisch auf Kalifornien begrenztes Ereignis, löste finanzielle Schockwellen aus, die sehr schnell auch Europa erreichten. Denn für die Schäden mussten Versicherungen in der ganzen Welt aufkommen. Anhand solcher Fallbeispiele verfolgt dieses Buch den methodisch und inhaltlich innovativen Ansatz, das Postulat einer globalen Geschichtsschreibung praktisch umzusetzen. So ergibt sich eine präzisere Sichtweise als bisher auf Prozesse der Globalisierung seit dem 18. Jahrhundert.

Er vertritt damit eine Theorie, die gerade in den »philosophischen Randgebieten«, also in Afrika, Lateinamerika und den arabischen Ländern, angesichts der dortigen Armut von großer Bedeutung ist.

Die Autorin öffnet in diesem Buch den Gerechtigkeitsdiskurs für eine Perspektive, die der Sicherung körperlicher Bedürfnisse Priorität einräumt und damit zentrale Fragen der Debatte neu stellt.

Hilfe zur Selbsthilfe

Hubertus Büschel.

Hilfe zur Selbsthilfe
Deutsche Entwicklungsarbeit in Afrika 1960-1975

Erscheinungstermin:
18.06.2014

kartoniert

646 Seiten
9 Abbildungen

EAN 9783593500744
»Hilfe zur Selbsthilfe« – dieses Buch zeichnet die Geschichte des wohl meistversprechenden Konzepts moderner Entwicklungspolitik nach. Deutlich werden dabei die postkolonialen Leitlinien, mit denen sowohl die Bundesrepublik Deutschland als auch die DDR im Kalten Krieg miteinander in Afrika um den jeweils besseren Ansatz der Entwicklungszusammenarbeit rangen. Die globalhistorische Pionierstudie analysiert anhand von Fallstudien auch Praktiken vor Ort. Sie zeigt: »Hilfe zur Selbsthilfe«, die sich ausdrücklich der einvernehmlichen Zusammenarbeit zwischen Afrikanern und Deutschen verschrieb, konnte zu sozialem Druck, Ausgrenzung und Gewalt führen.
Pressestimmen:
18.12.2015, Zeitschrift für Geschichtswissenschaft

»Ein wichtiges Buch mit vielen interessanten Schlussfolgerungen und kenntnisreichen Darlegungen, die für weitergehende Studien sicherlich von großem Nutzen sein werden.«

Arbeit in globaler Perspektive

Hans-Jürgen Burchardt (Hg.), Stefan Peters (Hg.), Nico Weinmann (Hg.).

Arbeit in globaler Perspektive
Facetten informeller Beschäftigung

Erscheinungstermin:
02.10.2013

kartoniert

240 Seiten
2 sw Abb., 9 Tabellen

EAN 9783593399645
Durch die weltweite Wirtschaftskrise gewinnen Debatten um die Erosion des Normalarbeitsverhältnisses und die Prekarisierung von Arbeit hierzulande stark an Bedeutung. In vielen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gehören Phänomene informeller Arbeit dagegen schon lange zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Zwischen den verschiedenen regionalen Forschungssträngen kam es bislang jedoch kaum zu einem Austausch. Die Autoren präsentieren Befunde neuer Informalitätsstudien aus Ländern des "globalen Südens", diskutieren ihre Anschlussfähigkeit an aktuelle Prekaritätsdebatten und fragen nach der Rolle internationaler Arbeitspolitik.

Global Communication Electric

Michaela M. Hampf (Hg.), Simone Müller-Pohl (Hg.).

Global Communication Electric
Business, News and Politics in the World of Telegraphy

Erscheinungstermin:
02.10.2013

kartoniert

386 Seiten
div. Abbildungen

EAN 9783593399539
"Closing the final link" - so lautete der Slogan, als 2009 fünf ostafrikanische Staaten per Seetelegrafenkabel mit der Arabischen Halbinsel verbunden wurden. Fast 150 Jahre zuvor hatten die englische Königin Victoria und US-Präsident James Buchanan bei der Verlegung des ersten transatlantischen Telegrafenkabels ganz ähnliche Worte gefunden. Der Sammelband umfasst 15 Aufsätze in englischer Sprache, die - auf dem neuesten Stand der Forschung - die Telegrafie als Medium und Technologie der Moderne, den Telegrafen als zentrales Instrument einer globalen Kommunikation darstellen.

Competing Norms

Mamadou Diawara (Hg.), Ute Röschenthaler (Hg.).

Competing Norms
State Regulations and Local Praxis in sub-Saharan Africa

Erscheinungstermin:
13.10.2016

kartoniert

271 Seiten

EAN 9783593506531
Meist wird der Staat in Afrika, wie auch anderswo, als Träger von Ordnung, Fortschritt und Disziplin gesehen, da er über die Autorität verfügt, Gesetze zu erlassen und deren Einhaltung zum Wohl der Gesellschaft zu sanktionieren. Dieser Band untersucht die Bedeutung der staatlichen Gesetzgebung für die Bevölkerungen im subsaharischen Afrika und setzt diese in Beziehung zu bereits existierenden lokalen Normen, mit denen die neuen Gesetze konkurrieren müssen.

Das menschliche Minimum

Das menschliche Minimum

Globale Gerechtigkeit aus afrikanischer Sicht

Henry Odera Oruka, Anke Graneß

kartoniert

381 Seiten

EAN 9783593393957

Globale Gerechtigkeit ist in der heutigen Philosophie ein zentrales Thema.

Allerdings werden in der bisherigen Diskussion nicht westliche Ansätze kaum berücksichtigt.

Anke Graneß zeigt am Beispiel des kenianischen Philosophen Henry Odera Oruka, wie wichtig eine interkulturelle Öffnung des Diskurses ist.

Für Odera Oruka steht die Sicherung eines menschlichen Minimums an erster Stelle – vor jeglichen Freiheitsrechten, dem Recht auf Eigentum oder der nationalen Souveränität.

Er vertritt damit eine Theorie, die gerade in den »philosophischen Randgebieten«, also in Afrika, Lateinamerika und den arabischen Ländern, angesichts der dortigen Armut von großer Bedeutung ist.

Die Autorin öffnet in diesem Buch den Gerechtigkeitsdiskurs für eine Perspektive, die der Sicherung körperlicher Bedürfnisse Priorität einräumt und damit zentrale Fragen der Debatte neu stellt.

Autorin:

Anke Graneß ist Chefredakteurin der Zeitschrift Polylog. Zeitschrift für interkulturelles Philosophieren und lehrt an der Universität Wien.

Koloniale Begegnungen

Koloniale Begegnungen

Deutschland und Großbritannien als Imperialmächte in Afrika 1880-1914

Autorin: Ulrike Lindner

kartoniert

533 Seiten, 13 Abbildungen

Reihe: Globalgeschichte, Bd.10

EAN 9783593394855

Kolonialherrschaft betraf nie nur Afrikaner und Kolonialherren, sie entwickelte sich vielmehr in einer Welt der Konkurrenz, des Austauschs und der Kooperation zwischen den europäischen Imperialmächten.

Ulrike Lindner untersucht daher die Interaktionen zwischen Deutschland und Großbritannien in deren benachbarten afrikanischen Kolonien.

Sie schildert die Begegnungen der Kolonialherren im Alltag und den jeweiligen Umgang mit der afrikanischen Bevölkerung.

Ihre Verflechtungsgeschichte zeigt den deutschen Kolonialismus erstmals in globaler Sicht als Teil eines gemeinsamen, imperialen europäischen Projekts.

Zur Autorin:

Ulrike Lindner, PD Dr. phil., forscht zurzeit in einem globalhistorischen Projekt an der Universität Bielefeld.