DIPLOMICA VERLAG

Der Schatten Mugabe

Arne Kouker

Der Schatten Mugabe:
Die Menschenrechtsentwicklung in Simbabwe seit der Unabhängigkeit

ISBN: 978-3-8428-9742-7
Erscheinungsdatum: 05.2014
AuflagenNr.: 1
Seiten: 124
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

Nach der Unabhängigkeit Simbabwes sahen viele Experten der Zukunft der ehemals britischen Kolonie Rhodesien im Jahr der Unabhängigkeit optimistisch entgegen. Die Pläne des ersten unabhängigen Regierungsführers Robert Mugabe und die Möglichkeiten des Landes wurden als vorbildlich angesehen. Simbabwe galt als reich an Ressourcen und die erste Regierung entgegen der politischen Situation im Süden als anti-rassistisch. Doch 30 Jahre später fällt eine Zwischenbilanz ernüchternd aus: In den Jahren 1998 bis 2008 schrumpfte die Wirtschaft des Landes um etwa die Hälfte und zur Zeit der Präsidentschaftswahlen 2008 lag die Arbeitslosenquote bei über 80 Prozent. Erst langsam stabilisiert sich die Situation des Landes. Mit der Hoffnung auf Aufschwung äußerte sich auch die optimistische Prognose auf Frieden und demokratische Stabilität im Land. Doch bereits früh nach seiner Amtseinführung geriet die Regierung unter Robert Mugabe immer wieder aufgrund von massiver Menschenrechtsverletzungen in die Schlagzeilen und diese Vorwürfe halten bis heute an. Die vorliegende Arbeit zeichnet die juristische und tatsächliche Situation der Menschenrechte in Simbabwe seit der Unabhängigkeit bis zu den Wahlen im Jahr 2013 nach. Hierbei werden diverse Faktoren, wie die Effizienz supranationaler Menschenrechtsinstitutionen in Afrika, die Rolle Robert Mugabes, wie auch die ausländischer Akteure genauer betrachtet.

Briefe aus Afrika – 1932-1938

Karl Wulff, jr. / Monika Schotten / Nora von Steinmeister

Briefe aus Afrika – 1932-1938:
Deutsche Siedler in den ehemaligen Kolonien Deutsch-Südwestafrika und Deutsch-Ostafrika

Herausgegeben und kommentiert von Karl Wulff, jr. und Monika Schotten

ISBN: 978-3-8428-9212-5
Erscheinungsdatum: 04.2013
AuflagenNr.: 1
Seiten: 260
Abb.: 22
Sprache: Deutsch
Einband: Paperback

In hochinteressanter, oft amüsanter Weise wird in den hier veröffentlichten Briefen die Situation der deutschen Siedler in dem im Jahre 1932 von Wirtschaftskrise und jahrelanger Dürre geplagten Südwestafrika dargestellt. Die Briefe aus Ostafrika (1934-1938) beschreiben die Situation der deutschen Siedler im Landesinnern und das Leben kleiner Angestellter in der Küstenstadt Tanga. Wirtschaftlich finden sich manche Parallelen zu unserer heutigen Zeit. In kurzen, kompetenten Einführungen und Fußnoten werden die Briefe in das historische Umfeld gestellt und die kolonialen und wirtschaftlichen Probleme erörtert. In den wirtschaftlich schwierigen Zwanziger- und Dreißigerjahren nach dem ersten Weltkrieg suchten viele Deutsche ihr Heil als Siedler in den ehemaligen deutschen Kolonien in Ost- und Südwest-Afrika. Sie versuchten dort, sich eine neue (bessere) Existenz aufzubauen. Systematisch gefördert wurde diese Bewegung in der Weimarer Republik vom Auswärtigen Amt. Ziel war dabei, möglichst viele Deutsche in den betreffenden Gebieten anzusiedeln, damit sie bei einer zukünftigen Volksabstimmung über die Zukunft der ehemaligen Kolonien als Mehrheit für Deutschland stimmen sollten. Das Leben dieser Siedler war bestimmt von Fehlschlägen, Entbehrungen, Sorgen und Hoffnungen, sehr selten von Erfolgen. Manche fristeten ein recht erbärmliches Dasein, viele gaben auf und kehrten reumütig in die Heimat zurück. Die hier erstmals veröffentlichten Briefe gewähren einen Einblick in das Leben dieser Siedler und ihre Probleme. Sie zeigen aber auch den Dilettantismus, mit dem die deutschen Behörden dieses Siedlungswesen, vor allem in Ostafrika, organisierten, so dass es im Grunde von vornherein zum Scheitern verurteilt war.

Über den Autor:
Karl Wulff, jr., geb. 1939, Sohn der Briefautoren, ist Chemiker. Angeregt durch seine Eltern, befasste er sich Zeit seines Lebens mit deutscher Kolonialgeschichte. Auf dem Umweg über die Geschichte der deutschen Schutzgebiete in China kam er zur Sinologie. Nach seinem Berufsleben in Forschung und Management studierte er Sinologie. Sein Hobby ist Wissenschaftsgeschichte im Kulturvergleich, bisher erfolgten drei Buchveröffentlichungen. Monika Schotten (geb. Wulff), geb. 1970, Enkelin der Briefautoren, studierte Physik (Dipl.) und absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Als solche ist sie derzeit tätig. Eines ihrer Hobbys ist Familiengeschichte.