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»International und national, engagiert, politisch und lustvoll« – so wurde der Rotpunktverlag 2011 vom Schweizer Buchhandel zum Verlag des Jahres gekürt. Unser Verlagsprogramm, in 40 Jahren Verlagsgeschichte aus einem politischen Engagement heraus organisch gewachsen, setzt drei Schwerpunkte:

Belletristik in der Edition Blau mit Literatur aus der Schweiz und ihren Nachbarländern
Politisches Sachbuch
Wandern & Freizeit

Mit seiner Belletristik – seit Herbst 2016 in der Edition Blau – steht der Verlag heute für Neu- und Wiederentdeckungen in der deutschsprachigen Literatur und den anderen Landessprachen, zuletzt mit Büchern u.a. von Leta Semadeni, Yael Pieren, Pascale Kramer, Paolo Cognetti, S. Corinna Bille und Cesare Pavese.

Im politischen Sachbuch, Herzstück des Verlags, wirft der Verlag einen kritischen Blick auf aktuelle Zeitfragen – und war einigen dieser Fragen seit jeher auch ein Stück voraus, wie etwa mit Publikationen über die Verdingkinder in der Schweiz oder über den Fall Grüninger. Neben schweizerischen Themen kommen internationale Politik, Ökologie und Alltagskultur zum Tragen.

Die Wander- und Freizeitführer sind ein weiteres Markenzeichen des Verlags. Aus der Idee heraus, einen sanften nachhaltigen Tourismus im Alpenraum zu fördern, ist vor gut 20 Jahren die Reihe Naturpunkt entstanden – rund 40 Titel bieten hier regionenbezogene, meist mehrtätige Wandertouren – und wurde das »Lesewanderbuch« erfunden. Mit Rotpunkt lässt sich aber auch auf den Spuren von Literatur und Literaten, von Malern und Gemälden, von Architektur und Industriekultur ausfliegen.

AgroCity – die Stadt für Afrika

Al Imfeld

AgroCity – die Stadt für Afrika
Skizzen zu einer neuen Urbanität

224 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-709-7, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich
Erschienen am 01.12.2016

Nirgends wachsen die Städte heute so schnell wie auf dem afrikanischen Kontinent. Seit der Unabhängigkeit, also seit den 1960er-Jahren, wurden acht neue Millionenstädte fast aus dem Nichts erbaut – von Lilongwe (Malawi) und Dodoma (Tansania) bis Abuja (Nigeria) und Yamoussoukro (Elfenbeinküste). In diesen chaotisch gewachsenen Megacitys dominiert der europäische Modernismus. Eine »afrikanische« Architektur, ja eine afrikanische Urbanität muss erst entstehen. AgroCity ist ein Beitrag dazu.
Reportagen aus verschieden gearteten städtischen Vororten zeigen den Unterschied zwischen Townships, Minenstädten und Slums auf. Essays beschäftigen sich mit Fragen wie: Wann wird eine Stadt eine Stadt? Wie könnte einst eine afrikanische Stadt aussehen und lebenswert sein? Wie können aus Bäuerinnen und Bauern Menschen mit urbaner Orientierung werden? Denn das Städtewachstum in Afrika ist auch die Folge einer massenhaften Landflucht, weg von übernutzten und ausgelaugten Böden einerseits und sozialer Langeweile andererseits.
Was tun in dieser doppelten Krise? Dieses Buch präsentiert Skizzen für eine städteplanerische Mischung und Versöhnung von Stadt und Landwirtschaft. Eine solche AgroCity hat südlich der Sahara durchaus eine Chance, und Al Imfelds Überlegungen bergen zahlreiche Anregungen auch zum urbanen Zusammenleben hier bei uns.

Autoreninfo:

Al Imfeld, geboren 1935, wuchs im Luzernischen auf. Studium der Theologie, Philosophie, Soziologie, dann Journalismus und Agrarwissenschaften. Aufenthalte in afrikanischen Ländern, wo er u. a. Agrarwissenschaften unterrichtete. Al Imfeld war Entwicklungsexperte, Geschichtenerzähler und Autor zahlreicher Buchveröffentlichungen. Er verstarb am 14. Februar 2017.

Born Free

Malaika Wa Azania

Born Free
Mein Leben im Südafrika nach der Apartheid

Aus dem Englischen von Antje Papenburg

192 Seiten, 20.4 × 13.5 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-85869-687-8, 1. Auflage

Dieser Titel ist auch als E-Book erhältlich
Erschienen am 15.02.2016

Als Malaika Wa Azania 1991 in Soweto zur Welt kommt, liegt der Wandel in der Luft. Ihre Mutter und ihre Großmutter haben noch wie so viele unter der Apartheid gelitten, aber jetzt, jetzt bricht eine neue Ära an. Nelson Mandela ist gerade aus dem Gefängnis frei, und nie wieder sollen die Schwarzen in Südafrika Fremde in ihrer eigenen Heimat sein.
Doch die Umstände, unter denen Malaika aufwächst, sind hart. Zwar ist ihre Generation »born free«, in Freiheit geboren. Aber die sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen sind immer noch drastisch, und der Weg durch das Schulsystem bis an die Uni ist selbst für ein kluges Mädchen ein steiniger, wenn dieses Mädchen schwarz ist und in einer Township lebt.
Und so erzählt sie nun, Anfang zwanzig, ihre persönliche und zugleich sehr politische Geschichte. Sie will den Mächtigen in ihrem Land die Augen öffnen, wie das Leben in der Township wirklich ist. Erklären, wie es sich anfühlt, den Raum zu betreten, der vormals Weißen vorbehalten war. Sie schreibt in der Hoffnung auf ein wahrhaft freies Südafrika. Emotional und kämpferisch – die starke Stimme einer neuen Generation.

Autoreninfo:

Malaika Wa Azania, mit eigentlichem Namen Malaika Lesego Samora Mahlatsi, wurde 1991 in Meadowlands, Soweto, geboren. Heute lebt sie in Grahamstown, wo sie an der Universität Geowissenschaften studiert. Malaika war Generalsekretärin der African Youth Coalition und ist Botschafterin der Afrikanischen Jugendcharta. Außerdem betreibt sie ihre eigene Firma, das Schreibbüro »Pen and Azanian Revolution«. 2012 gründete sie das panafrikanische Magazin Afrikan Voices of the Left. Seitdem schreibt und bloggt sie für verschiedene südafrikanische Print- und Onlinemedien.