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Schwabe Verlag

Schwabe AG
Steinentorstrasse 13
CH-4010 Basel

VERLAG FÜR GEISTES- UND KULTURWISSENSCHAFTEN

Programm:

Schwabe Verlag
Die Schwerpunkte des Verlagsprogramms sind Geisteswissenschaften. Qualität in Inhalt und Form steht für den Schwabe Verlag im Vordergrund.

Zur Wahrung der wissenschaftlichen Qualität beschäftigt der Verlag sieben akademische Lektorinnen und Lektoren aus Geisteswissenschaften und arbeitet eng mit universitären Institutionen, wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien zusammen.
Ein Grossteil der medizinischen Titel wird seit 1997 im Schweizerischen Ärzteverlag EMH herausgegeben, den Schwabe zusammen mit der Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte FMH gegründet hat.

Zum Verlag gehört auch die renommierte Buchhandlung «Das Narrenschiff» im Herzen der Stadt Basel mit ihrem umfangreichen literarischen und geisteswissenschaftlichen Sortiment.

In Zusammenarbeit mit der Schwabe Druckerei und Informatik publiziert der Verlag jährlich zirka 60 Bücher- und Zeitschriftenneuerscheinungen.

Im Gesamtunternehmen werden ausserdem publizistische Gesamtlösungen und Corporate Publishing realisiert.
The Anyuak – Living on Earth in the Sky

Eine eindrucksvolle Monographie über die Geschichte und Kultur der Anyuak

Entdecken Sie jetzt die ersten 4 von insgesamt 8 geplanten Bänden dieser außergewöhnlichen Reihe.

The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)

The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)

The Anyuak – Living on Earth in the Sky

Diese Monographie über die Geschichte und Kultur der Anyuak in acht Bänden ist das Ergebnis von über fünf Jahren Feldarbeit während der Jahre 1976 bis 1983. Es handelt sich um eine gutdokumentierte, umfassende und engagierte Beschreibung eines afrikanischen Volkes: die spirituelle und materielle Welt der Anyuak. Fabeln, mündliche Erzählungen, Geschichten, Karten, Genealogien, Aufnahmen und zahlreiche Fotos laden die Leser zu einer Entdeckungsreise in das Universum der Anyuak ein.

Der Lebensraum der Anyuak befindet sich auf beiden Seiten der Grenze zwischen dem Südsudan und Südwestäthiopien. Die Anyuak sind verwandt mit den bekannteren Shilluk, Dinka und Nuer, haben sich aber von reinen Viehbesitzern zu überzeugten Bauern gewandelt. Ausserdem sind sie ein äusserst kluges, willensstarkes und gutorganisiertes Volk, dem es gelungen ist – inmitten der sogenannten Wildnis –, einen Ort der Humanität zu schaffen. Genauso wie ihr soziopolitisches System von besonderem Interesse ist, so ist auch ihre Philosophie faszinierend: Sie gründet auf den Menschen und ihren Beziehungen, und zwar nicht nur untereinander, sondern ebenso zu Tieren, zur Umwelt und zu geistigen Kräften. Dank ihres starken, beinahe verzweifelten Glaubens an das essentiell Gute des Daseins und die positiven Kräfte des Lebens ist es den Anyuak – allen äusseren Widrigkeiten zum Trotz – bis jetzt gelungen, sich ihre kulturelle Identität und ihren Stolz, «reine Menschen» zu sein, zu bewahren.

Während die beiden ersten Bände der Monographie die komplexen Beziehungen zwischen den Menschen und den spirituellen Kräften, nämlich denen des Himmels (Band I) und der Erde (Band II), beschreiben, legen die beiden nächsten Bände ihren Schwerpunkt auf die Menschen. Diese haben einen äusserst schwierigen Stand zwischen den beiden Sphären des Daseins und können nur wegen ihres Selbstbewusstseins, weder rein geistige Wesen noch Tier zu sein, überleben. Der Mensch ist in Band III als anonyme Einheit beschrieben worden, der sich um seine Identität sorgt und sich sorgfältig um seine physische Erscheinung kümmert. Im vorliegenden Band IV steht nun die eigene Persönlichkeit im Mittelpunkt, die all die verschiedenen Stadien der menschlichen Existenz «von der Geburt über den Tod bis zum ewigen Leben» durchlebt.

Da Musik und Lieder von existentieller Bedeutung während des gesamten Lebens der Anyuak sind, ist es wichtig, für die Leser diese physischen Empfindungen und spirituellen Kräfte erlebbar zu machen, die die Anyuak auf ihre Reise von der Kindheit bis ins hohe Alter und den Tod begleiten und beschützen. Die Musikaufnahmen, die dem Band IV beiliegen, sind einzigartige Tondokumente. Sie sollen dem Wunsch der Leser entgegenkommen, nicht nur etwas über die Anyuak lernen, sondern die Präsenz der Anyuak auch in einer sinnlichen und poetischen Art und Weise erfahren zu können.
Der Autor

Conradin Perner ist ein Schweizer Gelehrter mit Berufserfahrungen auf dem Gebiet der Literatur, Ethnographie, Friedensarbeit und humanitären Hilfe. Er hat an einigen afrikanischen und europäischen Universitäten unterrichtet und als Delegierter, Berater und Experte in Afrika und Asien für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, Unicef, Unesco und das Schweizerische Departement des Äusseren gearbeitet.

Seit Januar 2000 hat C. Perner eine wichtige Rolle in den friedensstiftenden Prozessen im Sudan eingenommen (z.B. in Kauda in den Nuba-Bergen und als Berater der Schweizer Regierung).

Sein Einsatz für den Respekt und die Würde der Menschen im Südsudan während der langen Jahre des Bürgerkriegs, seine ausschlaggebende Rolle im dramatischen Rettungsauftrag der sogenannten «lost boys» und nicht zuletzt sein grosses Engagement in der Förderung des friedlichen Zusammenlebens der verschiedenen ethnischen Gruppen im Sudan sowie sein persönliches Engagement in der Wiederbelebung der kulturellen Werte und Stärkung der Menschenrechte, all dies hat C. Perner die Hochachtung aller Sudanesen eingebracht – als erfahrenem Gelehrten, mutigem Humanisten und treuem Freund.

Von grösster Bedeutung ist die Website www.gurtong.net. Sie stellt neutrale Informationen über die Menschen und Kulturen im Südsudan zur Verfügung.

Pressestimmen:

Der Zufall brachte Conradin Perner 1970 als Literaturprofessor in den Kongo. Seither treibt ihn die Sehnsucht immer wieder auf den schwarzen Kontinent.
Er lebte und erforschte mehrere Jahre Sprache und Lebensweise eines Buschvolkes in Zentralafrika, durchschritt mit einem Speer bewaffnet während der Regenzeit 600 Kilometer vom Nil bis nach Äthiopien und befreite im sudanesischen Bürgerkrieg eine ganze Schar Kindersoldaten. Kürzlich erhielt er ehrenhalber die südsudanesische Staatsbürgerschaft.
DRS 3, Oktober 2011

Anyuak 1: The Sphere of Spirituality

Anyuak 1 The Sphere of Spirituality

Aus der Reihe: The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)

Conradin Perner 1994

278 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen.

Gebunden.

ISBN 978-3-7965-1270-4

The present book on the Anyuak «Sphere of Spirituality»is the first part of a voluminous monograph in which the spiritual and physical existence of a little known Nilotic people is described in details and illustrated by numerous myths, oral traditions, stories and photographic pictures.

As the sphere of sickness is part of the Anyuak's spiritual understanding of existence, attention is also given to these crucial aspects of human life, considerations on the bearing of suffering, on time, space and eternity completing the first volume.

The Anyuak are people living in the remote areas along the border which politically separates the Southern and Southwestern Ethiopia. They belong to the Luo-group of the so-called Nilotes and are thus brothers of the better known Shilluk, Dinka or Nuer.

Anyuak country is fertile, full of game and fish, a «paradise» where one could be happy if one was not continuously disturbed, threatened and chased by spiritual powers bringing sickness and death, by ecological calamities destroying crops or by foreign invaders and civil wars exterminating the people.

Thanks to their tremendous trust in life, the Anyuak have - up to now - managed to preserve their identity of «pure human persons» and to survive in spite of all hardship and suffering. Their present fight for survival as an ethnic group appears, nevertheless, more desperate than ever before, «modern» times disrupting the cultural unity without offering any hope for a better life.

Anyuak 2: The Human Territory

Anyuak 2 The Human Territory


Aus der Reihe: The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)

Conradin Perner

1997

308 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen. Gebunden.

ISBN 978-3-7965-1271-1

The present second volume is showing the "Human Territory", where people enjoy the support and protection of the earth and lead their eternal life. The book concentrates on the people's respect for all matters of the earth and the vital notion of co-existence between the different inhabitants, people, animals and natural forces alike.

Descriptions of the country, the village and the history of settlement complete the introduction to the Anyuak life "on earth in the sky". For the Anyuak the whole universe is one single spiritual sphere where different beings manifest their presence through visible or hidden, creative or destructive activities.

While the first volume of the monograph on the Anyuak was introducing to the essentially inhuman, metaphysical "sphere of the above", the second volume is showing "the sphere of the below", where the humans have to share the same territory with animals and different natural forces.

The volume on the "human territory" therefore opens a spiritual world of an earthly essence where human beings can find shelter, food, water and spiritual support if only they respect it and care for it.

Anyuak 3: The Human Being

Anyuak 3: The Human Being

Aus der Reihe: The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)
Conradin Perner

2003.

XV, 317, mit zahlreichen Abbildungen. Gebunden.


ISBN 978-3-7965-1272-8

History of the Anyuak
The "Anyuak" are part of the two group of the "Western Nilotes", closely related to the Shilluk, the Acholi, the Jur and the Luo; the Nuer and the Dinka figure among their more distant relatives.
The Anyuak live in the fertile plains which stretch along the rivers Oboth, Agwey, Dikony, Akobo, Gilo, Nyikani and Openo (Baro) in the Eastern part of the Southern Sudan and in Southwest Ethiopia, the present artificial borderline following the course of the Akobo river. The Anyuak moved here either from the land of the Nilotes near the present town of Rumbeck in the centre of the Southern Sudan or perhaps from the southeast region near Lake Rudolph in Kenya. During the long period of migration between the 16th and the 19th century, the Anyuak gradually separated from their fellow kinsmen because of internal power struggles, as a result of foreign aggression or because of changing ecological conditions. The small group of Anyuak known as the "Jo-ponyuaa" or the "Päri" living today at Lafon Hill near Torit are descendants of people who remained behind and of people who rejoined them from Anyuakland. A group of Päri people settled in Anyuak country in the region of Ojwa, as recently as in the beginning of the 20th century.
Waterholes in the dry Akoboriver where the waterlevel is high enough to dig «wells» In the second half of the 19th century, the Anyuak gave up their territories along the Sobat and North of the Openo because of foreign aggressors (the Nuer and the Dervishes); more recently, the regions of Ojwa and Akobo had to be evacuated because of Murle attacks. Two very long civil wars in the Sudan and political unrest in Ethiopia brought great suffering to the Anyuak. First the English and then the Sudanese government refrained from bringing even the most elementary facilities to Anyuakland. In addition, the Ethiopian revolution succeeded in destroying practically all traditional Anyuak values within a very short period of time. The Ethiopian policiy of resettlement of foreign people inside Anyuakland, the Sudanese project of establishing a wildlife park around the Boma plateau and the important oil discoveries are among the modern cultural transitions that represent the greatest threats to the continuation of Anyuak territorial unity and cultural identity.

About the book
The Anyuak definition of what a human person is appears to be a relatively easy one, at least in theory, because it is based upon purely physical criteria; The metaphysical dimensions of a human being are completely neglected in this definition and are only of importance when needed to exclude a human being from human society.
The term "person" is essential in Anyuak language, for it introduces a special category within the large category of "human beings": not all human beings are also persons. The notion of "personality" is, in this context, of no relevance, because it is merely a qualitative extension of the notion of human person, its individual aspect. There is no moral element in the judgement of a human person, at least in this theoretical sense, and even intelligence which elsewhere is considered to be almost exclusively human is not considered when defining the truly human qualities of a person. Because the individual characteristics of a person, his or her mistakes and problems, do not turn into existential questions, Anyuaks hardly ever ask themselves about their "real" identity or meditate about their inner life: Anyuaks know perfectly well who they are and what place they have in existence, and it is with this deep and sober self-knowledge that they face their private destiny. The best, as well as the most complete, answer to the philosophical question "Who am I?" thus is for Anyuak a very easy, self-evident one: "Who I am? - I am a human person!"

Great reception: girls in their best dresses "Human person" means in Anyuak language "dhanò". "Dhanò mo dicwo" is a male, "dhanò mo dhagò" a female person; the plural is "jiy" or "jow", the latter meaning literally "fellows, people". The term "dhanò" is positively discriminating and describes a definite sphere of exclusively human values. A human person is of course a human being, the latter being a particular species living on earth an thus clearly different from animals, birds or fish. The differentiation from animals is, as we shall see, of importance, because unlike animals the human being has a spiritual dimension and is conscious of his or her existence. But because of human superiority over animals and because of the usually peaceful coexistence between man an animals on earth, the human being contents himself with stating the differences between man an animals in their physical nature and intellectual capacities; the difference between man an animals is a positive one because it strengthens the position of the human being and is therefore of psychological rather than of truly existential importance to the definition of a "human person".

Anyuak existence would probably be much less problematic if their universe were simply divided into a spiritual sphere above (of God) and an earthly sphere of existence below (of humans, animals, etc.). The problem of human society is aggravated by the fact that the nature of human being is not the same in all people, that there exist treacherous elements which side with the spiritual, nonhuman matters and find tremendous pleasure in torturing an killing other human beings. A "human being" is therefore not necessarily a "human person" but can, in spite of his or her human appearance, very well have supernatural, i.e. inhuman qualities. When Anyuaks define a "human person", they primarily think of these cetergories of existence: while the difference to animals and the one to invisible spiritual matters in the sky does not need to be stressed, the differentiation between real human persons and people of mainly spiritual nature has to be emphasised and made perfectly clear because it is a differentiation within the same category of earthly appearances, the category of human beings. The human beings thus are divided into "persons" and "non-persons", the former defined by purely human values, the latter depending upon spiritual attributes.
If one wonders "Who is walking over there?", anyuaks never give a precise answer such as "These are people coming from Ajwara" but simply say what in their opinion is the most and the only essential "Bè jiy di piny", "These are people of the earth", i.e. earthly, not spiritual existences, they are normal people. This expression shows clearly that a true human person is closely linked to the earth, while spiritual non-persons of course are rather related to the sphere of the sky, to immaterial spirituality.



To be a "human person" is the most positive thing an Anyuak can say about her or himself. Here, there is no idea of humanity as a fault of the humans' imperfection and need for salvation, on the contrary, the human person is the only positive and solid criterion on which all other matters are to be judged. The term "dhanò", person, thus qualifies or disqualifies somebody as a human being. Soemtimes, one does hear it in a positive sense, as in the already mentioned examples or when for example a difficult discussion is to be put on a constructive level by saying "yini dhanò thuoò", i.e. "you are a human being like me" (and should therefore not argue as if you were a sorcerer); usually, however, one applies the term to disliked or even hated people, by calling them "non-persons", i.e. "pa dhanò". A man walking naked in a big village (like Akobo or Otalo) is today considered to be mad (at least if he never wars clothes) and thus said to be "no person any more" ("pa dhanò ket") and consequently left in peace (even by the police). In such a context, to be a non-person is synonymous with "to b mad" (bòl): when for example my watercarrier in one of his frequent malaria attacks completely lost his mind and even forgot all the obligatory respect due to the king, walking with shoes in royal presence and even disregarding the king's orders, he was not caught, tied up and slashed as normally would have been the case: "Let him be," the king said calmly, "he is no human person any more" (i.e. he does not know what he is doing).

An Anyuak king travelling, wearing all his heirlooms consisting of beads, rings, charms, etc.Non-persons are generally people who look or behave in a different way than the majority of the people do: thus, short people are for Anyuaks non-persons (as for example the Pygmies) and so are people who have different forms of life and who for example mainly live in the wilderness "like animals"; the Murle are sometimes called non-persons fro such a way of living (eating habits playing a key role), while the Nuer are generally considered to b non-persons, apparently because of their tiny brain and their habit of marking themselves witch deep horizontal cuts on the forehead.

If abnormality, physical or mental, is the criterion which decides on a human being's quality of being a person or pertaining to the category of non-persons, it should then be said what are the positive criteria which make a human being also a human person and thus differentiate her or him from all other forms of existence, as founding the sphere of spirituality, in the world of animals or even in human society. In this book, we shall concentrate on the very fundamental characteristics of a truly human person. A human person's essential purity, sexuality and consciousness as expressed by the various terms in the Anyuak language are both concrete and deeply symbolic terms. These three essential qualities of human person are all exposed to the influence of or even aggression by foreign matters and are thus in need of special care and protection. When discussing the basic notions of true humanity, we also have to take all those elements into consideration which may harm it and mention possible ways to preserve or regain the original purity of a human person.

Initially, the author stressed the fact that the Anyuaks spend little or hardly any time at all on metaphysical speculation and that their philosophical consciousness is completely absorbed by matters of the earth. This mental concentration on earthly existence seems to render superfluous the somehow abstract notion of the human soul, symbol of a peron's immortality. This may be true from a theological point of view, but in reality, it is not so simple: for the human person is not an isolated being in his or her earthly existence, beginning at the moment of birth and ending at the time of death; a person's individual life is merely the visible and temporary aspect of a collective existence which continuously passes from one life - through death - to another (and yet the same) one. Even the Anyuaks have thus got some kind of soul an personal transcendency, though it does not escape at the moment of death to another spiritual sphere of existence, but remains in and on earth, entering other related existences. The essence of a human being is of course also part of the human person and thus will need particular consideration.

While the first two volumes of the monograph described the relationship between the humans and the spiritual forces residing in the sphere of the above (volume I) or in the earth (volume II), the third volume focuses on the Human Person who has a difficult stand between the two contrasting spheres of existence and who can only survive because of his or her self-consciousness of being neither a purely spiritual being nor an animal. What is a truly Human Being? The third volume tries to answer this question. The volume includes notes on kinship which is the basic human condition to eternal life.

Contents
Part I: The Human Being
Purity
Sexuality
Consciousness
The Essence of a Human Being
The Human Body
Character and Temper
Patterns of Behaviour

Part II: Kinship
Clanship
Lineage
The Family
Marriage and the Relationship with In-laws

Anyuak 4: A Personal Life

Anyuak 4: A Personal Life


Aus der Reihe: The Anyuak - Living on Earth in the Sky (Anyuak)

Conradin Perner

2011.

359 Seiten, 161 Abbildungen. Gebunden.

Mit eingelegter Musik-CD.

ISBN 978-3-7965-2227-7

Während die beiden ersten Bände der Monographie die komplexen Beziehungen zwischen den Menschen und den spirituellen Kräften, nämlich denen des Himmels (Band I) und der Erde (Band II), beschreiben, legen die beiden nächsten Bände ihren Schwerpunkt auf die Menschen.

Diese haben einen äusserst schwierigen Stand zwischen den beiden Sphären des Daseins und können nur wegen ihres Selbstbewusstseins, weder rein geistige Wesen noch Tier zu sein, überleben.

Der Mensch ist in Band III als anonyme Einheit beschrieben worden, der sich um seine Identität sorgt und sich sorgfältig um seine physische Erscheinung kümmert. Im vorliegenden Band IV steht nun die eigene Persönlichkeit im Mittelpunkt, die all die verschiedenen Stadien der menschlichen Existenz «von der Geburt über den Tod bis zum ewigen Leben» durchlebt.

Da Musik und Lieder von existentieller Bedeutung während des gesamten Lebens der Anyuak sind, ist es wichtig, für die Leser diese physischen Empfindungen und spirituellen Kräfte erlebbar zu machen, die die Anyuak auf ihre Reise von der Kindheit bis ins hohe Alter und den Tod begleiten und beschützen. Die Musikaufnahmen, die dem Band IV beiliegen, sind einzigartige Tondokumente. Sie sollen dem Wunsch der Leser entgegenkommen, nicht nur etwas über die Anyuak lernen, sondern die Präsenz der Anyuak auch in einer sinnlichen und poetischen Art und Weise erfahren zu können.

Anyuak 5: The Anyuak Village

Perner, Conradin

The Anyuak 5

The Anyuak Village - The Centre of Civilisation

2014. 359 Seiten, 160 Abbildungen. Gebunden.

Der fünfte Band befasst sich nun mit dem alltäglichen Leben in der Gemeinschaft, beschreibt den physischen Lebensraum der Dorfbewohner, beleuchtet die vielschichtigen Strukturen der Gesellschaft und erklärt das soziale Selbstverständnis der Menschen. Tragender Teil der sozialen und politischen Organisation ist dabei das starke Rechtssystem, welches die Gemeinschaft – trotz Spannungen und Risse – zusammenhält und ihr ein Leben in Frieden ermöglicht.

Anyuak 6: The Political Body – Power and Authority

Perner, Conradin: The Anyuak 6

The Political Body – Power and Authority

2016. 407 Seiten, 197 Abbildungen, 3 Tabellen, 17 Grafiken. Gebunden.

Volume VI describes the political system which unites the various layers of society as well as its individual members, provides inner cohesion and defends it against attacks from the outside. The strong political self-awareness of the Anyuak finds its expression in the powers of village headmen and of an absolute ruler, a king, whose divine immortality symbolises and incorporates the community’s spiritual forces, its bold aggressiveness and its determination of self-defence. Because of the author’s close friendship with the late charismatic King Agada, this sixth volume of the Anyuak monograph is of substantial significance for the comprehension of “divine kingship” in the Sudan.

The Anyuak 7: Spheres of Action

Perner, Conradin: The Anyuak VII

Spheres of Action

2016. 285 Seiten, 338 Abbildungen, davon 31 in Farbe, 23 Tabellen. Gebunden.

The monograph on the history and culture of the Anyuak is the result of more than five years of fieldwork (1976–1983). It is a welldocumented, detailed and passionate description of an African people’s spiritual and material world, their culture and history. Myths, oral traditions, stories, maps, genealogies, records of tales, songs and other music, as well as a great number of photographs invite the reader to join in the journey through the universe of the Anyuak in order to make their own discoveries or simply to participate in the spiritual adventure.

The Anyuak live on both sides of the border between South Sudan and Southwestern Ethiopia. They are relatives of the better known Shilluk, Dinka and Nuer, but have turned from cattle herders into fervent agriculturalists. The Anyuak are a highly intellectual, strong-minded and well-organised people who have created, in the middle of so-called wilderness, a centre of human civilisation. If their socio-political system is of a particular interest, their philosophy is equally fascinating: it centres on the human person and governs his or her relationship not only within human society but also with animals, earthly matters and spiritual forces. Thanks to their stubborn, almost desperate belief in the essential goodness of existence and the positive forces of life, the Anyuak have – in spite of all pressures from outside – up to now succeeded in preserving their cultural identity and maintaining their pride of being "pure human beings".

The first four volumes of the monograph describe the sphere of the above (the sphere of transparency), the sphere of the below (the sphere of material existence, the earth) and the space between them (the sphere of human self-awareness and the period of personal existence). Volumes V and VI focus on the Anyuak village and its physical, social, judicial and political structures, and examine the lively sphere of collective experience under a forceful leadership, which embodies the community’s self-awareness.

Volume VII investigates the economic and material values of the Anyuak, in particular the social aspects of labour, such as solidarity, sharing within the community, and cooperation. It focuses on the daily or seasonal activities of women, men and children: in the fields; on the riverside and at home; during working hours; or while traveling, trading, and at times of rest. The text, with accompanying pictures and illustrations, highlights important aspects of agriculture; hunting and gathering; tobacco; on the making of tools, utensils and handicrafts; and on the rituals of cooking, eating, drinking, and smoking. The book ends with a chapter on art, which illustrates the Anyuak artistic self-awareness in all aspects of life.

Anyuak 8: Anyuak Histories

Perner, Conradin:

The Anyuak VIII

Anyuak Histories

2016. 399 Seiten, 144 Abbildungen, 14 Karten. Gebunden.

The monograph on the history and culture of the Anyuak is the result of more than five years of fieldwork (1976–1983). It is a well-­documented, detailed and passionate description of an African people’s spiritual and material world, their culture and history. Myths, oral traditions, stories, maps, genealogies, recordings of tales, songs and music as well as a great number of photographs invite the reader to join in the journey through the universe of the Anyuak in order to make their own discoveries or simply to participate in the spiritual adventure.

The Anyuak live on both sides of the ­border between South Sudan and South-­western Ethiopia. They are relatives of the better known Shilluk, Dinka and Nuer, but have turned from cattle herders into fervent agriculturalists. The Anyuak are a highly intellectual, strong-minded and well-organised people who have created, in the middle of so-called wilderness, a centre of human civilisation. If their socio-political system is of a particular interest, their philosophy is equally fascinating: it centres on the human person and governs his or her relationship not only within human society but also with animals, earthly matters and spiritual forces. Thanks to their stubborn, almost desperate belief in the essential goodness of existence and the positive forces of life, the Anyuak have – in spite of all pressures from outside – up to now succeeded in preserving their ­cultural identity and maintaining their pride of being «pure human beings».

The first four volumes of the monograph describe the sphere of the above (the sphere of transparency), the sphere of the below (the sphere of material existence, the earth) and the space between them (the sphere of human self-awareness and the period of personal existence). Volumes V and VI focus on the Anyuak village and its physical, social, judicial and political structures, and examine the lively sphere of collective experience under a forceful leadership, which embodies the community’s self-awareness. Volume VII focuses on the daily or seasonal activities of the Anyuak and investigates their economic and material values, in particular the social aspects of labour, such as solidarity, sharing within the community and cooperation. The book ends with a chapter on art which illustrates the Anyuak artistic self-awareness in all aspects of life.

Volume VIII on the Anyuak History is the last part of the monograph. The narrative in this volume moves from mythological times to the times of migration. It explains reasons for the separation from relatives and explores the process of settlement. The ­modern part of history starts with the stories related by early travellers, describes the times of slavery, the relationship between the Anyuak and their neighbours and provides documents on the impact of foreign governments and the consequences of the first and the ­second civil wars in the Sudan. Myths, oral information and official records are significant documents for understanding the Anyuak historically as well as their relatives and indeed the colonial powers of the time. An extensive bibliography on the entire monograph concludes the information provided in this volume.

Europa und Afrika

Georg Kreis (Hrsg.)

Europa und Afrika
Betrachtungen zu einem komplexen Verhältnis

2009. 131 Seiten, 11 Abbildungen. Broschiert.

ISBN 978-3-7965-2593-3

Interdisziplinäre Afrikaforschung – ein aktueller Einblick

Das Wortgebilde «Eurafrika» entspringt der nicht unzutreffenden, aber auch ambivalenten Vorstellung, dass zwischen den beiden damit angesprochenen Kontinenten ganz spezielle Beziehungen bestehen – jedenfalls speziellere als die ebenfalls je eigenen Beziehungen Europas und Afrikas zu anderen Kontinenten, zum Beispiel zu Amerika.

Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge nehmen diese Problematik auf, wobei sie jedoch in keiner Weise die fragwürdige Vorstellung von kontinentalen Einheiten bedienen wollen, sondern die interkontinentalen Beziehungen – aus unterschied-lichen disziplinären Perspektiven – zu reflektieren versuchen.

Aus historischer Sicht befasst sich Georg Kreis mit dem Übergang von der Dekolonisation zum Neokolonialismus. Der Völkerrechtler Lucius Caflisch präsentiert einen Streitfall zu einer der von Europäern geschaffenen Grenzen in Afrika (Botsuana/Namibia). Marcel Tanner, Epidemiologe, setzt sich mit der Frage auseinander, was von europäischen Rezepten für gesundheitliche Erfolge in Afrika zu halten ist.

Der Geograph Hartmut Leser bespricht und kommentiert die europäischen Afrikabilder. Im Beitrag des Ethnologen Till Förster geht es um die idealisierten Europabilder und ihre Bedeutung für die afrikanische Migration.

Der Schriftsteller Mohomodou Houssouba analysiert afrikanische Blicke auf Europa. Der Historiker Patrick Harries zeigt die Bedeutung der christlichen Missionstätigkeit für Afrika auf. Und der Politologe Laurent Goetschel unterzieht die europäische Afrikahilfe einer kritischen Würdigung.

Der Herausgeber und Mitautor

Georg Kreis ist Ordinarius für Neuere Allgemeine Geschichte an der Universität Basel und Leiter des Europainstituts.

Die Autoren

Lucius Caflisch ist Völkerrechtsprofessor am Institut Universitaire de Hautes Etudes internationales in Genf, Mitglied der UNO Kommission für Völkerrecht

Marcel Tanner ist Ordinarius für Epidemiologe und Direktor des Schweizerischen Tropeninstituts der Universität Basel

Hartmut Leser ist Ordinarius für Physiogeographie und Landschaftsökologie an der Universität Basel

Till Förster ist Professor am Ethnologischen Seminar der Universität Basel

Mohomodou Houssouba ist Linguist und Schriftsteller in Basel

Patrick Harries ist Professor für Geschichte Afrikas am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel

Laurent Goetschel ist Professor für Politikwissenschaft am Europainstitut der Universität Basel und Direktor der Schweizerischen Friedensstiftung (swisspeace)



Pressestimmen

Das besondere, von der Geschichte geprägte Verhältnis zwischen Europa und Afrika war Thema einer 2009 vom Europainstitut Basel veranstalteten Vortragsreihe. Die Beiträge aus verschiedenen Disziplinen sind nun bei Schwabe erschienen. Sie bieten einen Einblick in die facettenreiche Beziehung, die sich im laufe der Zeit immer wieder anders fokussierte und sich sowohl an Ereignissen als auch an prominenten Reflexionen auflud.
Afrika-Bulletin, Februar - März 2011

Wie die Schweiz zur Schokolade kam

Wie die Schweiz zur Schokolade kam

Der Kakaohandel der Basler Handelsgesellschaft mit der Kolonie Goldküste (1893-1960)

Basler Beiträge zur Geschichtswissenschaft (BBG)

Susanna Burghartz / Kaspar von Greyerz / Heiko Haumann / Georg Kreis / Regina Wecker / J. Mooser / A. von Müller / Claudia Opitz-Belakhal (Hrsg.)

BBG 180: Andrea Franc 2008.

297 Seiten, 15 Abbildungen, 6 Tabellen, 3 Karten.

Broschiert.
ISBN 978-3-7965-2409-7

Schokolade wird aus Kakao hergestellt, einem früheren Kolonialprodukt. Doch wie kam die Schweiz zur Schokolade beziehungsweise zum Kakao, obwohl sie nie Kolonien besass? Dieser Frage geht das Buch anhand der Firmengeschichte der Basler Handelsgesellschaft (BHG) nach. Die BHG war eine wichtige Akteurin in der britischen Kolonie Goldküste, dem späteren Ghana. Die Handelsgesellschaft, 1859 von der Basler Mission als AG gegründet, verschiffte im Jahre 1893 den ersten Sack ghanaischen Kakao nach Europa. Damit war ein einzigartiger Wirtschaftsboom lanciert: Die ghanaischen Bauern rodeten selbständig Urwald, um Kakaofarmen anzulegen. 1911 wurde die Kolonie Goldküste zum grössten Kakaoproduzenten der Welt und viele afrikanische Plantagenbesitzer, Geschäftsleute und Häuptlinge brachten es zu beachtlichem Wohlstand.

Bis zum Ersten Weltkrieg liess die britische Kolonialregierung die BHG weitgehend frei gewähren. Doch während des Kriegs wurde der Basler Firma Deutschfreundlichkeit vorgeworfen, die Mitarbeiter mussten die Kolonie verlassen und die Güter der BHG wurden konfisziert. 1920 wagten die Basler Verantwortlichen einen Neustart. Die Firma war nun kleiner und musste sich bedingungslos loyal gegenüber den englischen Autoritäten verhalten. Dafür konnte sie während des Zweiten Weltkriegs bedeutende Mengen Kakao in die Schweiz exportieren und der Schweizer Schokoladenindustrie durch die Kriegsjahre helfen. So machte erst die kontrollierte Kriegswirtschaft der Weltkriege und der Zwischenkriegszeit die BHG zu einer «Schweizer» Firma, die ihren Kakao fast ausschliesslich an die Schweiz lieferte.

Die Geschichte der Schweizer Schokolade beinhaltet aber auch das bitterere Kapitel der Kartellpolitik der BHG: Die BHG gründete zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit anderen europäischen Handelsgesellschaften ein Kakaokartell, das bis zur Verstaatlichung des ghanaischen Kakaohandels im Jahr 1947 Bestand hatte. Das Kartell sollte nicht nur die Kakaopreise drücken, sondern auch die erstarkende afrikanische Konkurrenz in Schach halten.

Autorin:

Andrea Franc (geb. 1977) studierte an den Universitäten Basel und Genf Geschichte, Volkswirtschaft, Schweizer Geschichte sowie Wirtschaftsgeschichte. Sie promovierte 2007 in Genf und ist heute als Redaktorin beim Historischen Lexikon der Schweiz tätig.

Nomadic Women's Health Practice

Nomadic Women's Health Practice

Islamic Belief and Medical Care among Kel Alhafra Tuareg in Mali

Anna Katharina Münch

2011.

376 pages, 52 illustrations plus various tables, diagrams and questionnaires.

Paperback.

ISBN 978-3-7965-2744-9

Eine Studie zu Gesundheitsverständnis und Krankheitsvorstellungen der Kel Alhafra Tuareg in Mali

Politische Veränderungen, Flucht und Vertreibung haben die Kel Alhafra Tuareg in Mali während der vergangenen Jahre zunehmend marginalisiert. Angesichts ihrer ungewissen Situation stellen religiöse Werte ein neu gewichtetes, Stabilität stiftendes Gerüst dar.

Gleichzeitig findet ein entgegengesetzter Prozess der Rationalisierung statt, wobei sich die Haltung dem Körper gegenüber verändert, eine zunehmende Mechanisierung im alltäglichen Leben und ein Wissensdrang nach westlicher Medizin festzustellen ist.

Die Studie zeigt den Einfluss dieser Dynamik auf Gesundheit, hilfesuchendes Verhalten und medizinische Versorgung in einer scheinbar radikalisierten islamischen Gesellschaft mit einer der höchsten Kindersterblichkeitsraten der Welt. Spezifisches Augenmerk gilt den nomadischen Frauen und Kindern, wobei aus vertraulichen Gesprächen von Frau zu Frau erstaunliche Einblicke in den Bereich jener Krankheiten und Erlebnisse gewonnen werden, die den weiblichen Lebenszyklus betreffen.

Die interdisziplinäre Arbeit der Islamwissenschaftlerin verbindet anthropologische, linguistische und epidemiologische Ansätze und gelangt so zu einem umfassenden Verständnis von Gesundheit und Krankheit in einer Nomadengruppe, die am Rande und quer zur staatlichen, aber auch internationalen Gesundheitsversorgung lebt.

Die Autorin

Anna Katharina Münch, Dr. phil., lebte drei Jahre mit Nomaden in Mali, um deren Krankheitsvorstellungen und Gesundheitsverständnis zu erforschen. Für ihre Arbeit erhielt sie den Young Tropical Scientist Award. Anna Münch ist heute als Postdoctoral Research Associate an der Princeton University, New Jersey, tätig.