Solivagus Verlag

Kriegsberichterstatter

Kriegsberichterstatter in den deutschen Kolonialkriegen in Asien und Afrika
Augenzeugen, Anstifter, Komplizen?

Merle Zeigerer

Solivagus Praeteritum
507 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, 12 Abbildungen, Orts- und Personenregister, Erscheinungsdatum: 15. August 2016
Format: 14,8 x 21 cm
ISBN: 978-3-9817079-2-2

Während der deutschen Kolonialkriege entsandten deutsche Zeitungen elf Journalisten zu den Kriegsschauplätzen in Asien und Afrika. Erstmals nimmt Merle Zeigerer die Kriegsreporter in den Fokus, die kurz nach der Jahrhundertwende aus China, Deutsch-Südwest und Deutsch-Ostafrika berichteten. Dabei beleuchtet sie zunächst das Mediensystem, die transnationalen Aktionsräume und -strukturen, denen die Berichterstatter in der Heimat, auf der Anreise sowie „on the spot“ unterlagen. Weiter analysiert die Autorin die Gewaltdiskurse, welche die Journalisten in ihren Artikeln in die Heimat übermittelten, wodurch sie das Bild, das sich die Leser von den Kriegen und der deutschen Kriegführung machten, entscheidend mitprägten. Hierbei zeichnet sie nach, wie Kriegsberichterstatter zu politischen Akteuren wurden, die sich mit ihren Realitätsinterpretationen als Konkurrenten zu den offiziellen Deutungen der Regierung und des Militärs etablierten, oder diese im Gegenteil bestätigten.

Zeigerers Forschungsarbeit ist an der Schnittstelle zwischen Medien-, Gewalt- und Kolonialgeschichte angesiedelt.

Zur Autorin:
Merle Zeigerer, geboren in Lübeck, studierte in Kiel, Wien und Galway die Fächer Deutsch und Geschichte auf Lehramt. Als Stipendiatin der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ promovierte sie 2015 mit der vorliegenden Arbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Heinrich Schnee

Heinrich Schnee
Karrierewege und Erfahrungswelten eines deutschen Kolonialbeamten.

Katharina Abermeth

Solivagus Praeteritum
531 Seiten, Hardcover, Fadenheftung, 24 Abbildungen, Erscheinungsdatum: 12. Juni 2017, Format: 14,8 x 21 cm
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-9817079-4-6

Katharina Abermeth legt mit dieser Arbeit die erste wissenschaftliche Biographie über den Kolonialbeamten und Gouverneur von Deutsch-Ostafrika Heinrich Schnee (1871–1949) vor. Dafür hat sie erstmals den umfangreichen Nachlass Schnees ausgewertet und zieht Quellenmaterial aus 17 internationalen Archiven heran. Chronologisch zeichnet sie den Lebens- und Karriereweg Heinrich Schnees nach: von seiner Zeit als Richter beziehungsweise Bezirksamtmann im Bismarckarchipel und auf Samoa über seine verschiedenen Stationen als hoher Beamter im Reichskolonialamt in Berlin bis zum Höhepunkt seiner Karriere als Gouverneur von Deutsch-Ostafrika während des Ersten Weltkrieges. Dabei analysiert Katharina Abermeth den politischen Stil Schnees, seinen Umgang mit den Einheimischen sowie seine beruflichen Netzwerke. Sie macht deutlich, welche Spielräume deutsche Kolonialbeamte in den Kolonien und in der Zentrale hatten.


Zur Autorin:
Katharina Abermeth, geboren bei Frankfurt am Main, studierte in Würzburg und Exeter Geschichte und Deutsch auf Magister und Lehramt. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Würzburg und Kiel sowie gefördert durch ein Promotionsstipendium der Gerda-Henkel-Stiftung promovierte sie 2012 mit der vorliegenden Arbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bei Birgit Aschmann und Horst Gründer. Sie ist seit 2012 im Bereich der Hochschuldidaktik und der wissenschaftlichen Weiterbildung der Universität Kiel tätig.