Verlagshaus Römerweg

Verlagshaus Römerweg

Römerweg 10
D - 65187 Wiesbaden

mit den zugehörigen Verlagen

Edition Erdmann
Corso Verlag
Marix Verlag

Expedition nach Westafrika

Expedition nach Westafrika
Vom Ogowé zum Kongo. 1875-1886

Pierre Savorgnan de Brazza / Ester von der Osten u. Anja Streiter (Übers.)

Edition Erdmann
Deutsche Erstausgabe
296 S., bedrucktes Vorsatzpapier, mit s/w Abbildungen und Karten, Leinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im Oktober 2016
EAN: 978-3-7374-0029-9

Es ist ein Schlüsselmoment im Wettlauf europäischer Mächte um den Zugriff auf afrikanische Gebiete und Wasserwege am Äquator: Henry Morton Stanley, ein Journalist und skrupelloser Selfmademan, bahnt für den belgischen König mit Gewehr und Dynamit eilig einen Weg entlang des Kongo ins Landesinnere. Währenddessen erkundet Pierre Savorgnan de Brazza, venezianischer Adeliger und Offizier, entflammt für Abenteuer und die Werte der französischen Republik, zwischen 1874 und 1882 bedächtig den nördlich des Kongo fließenden Ogowe. Unter der französischen Flagge befreit er Sklaven, schließt Freundschaftsverträge und Koalitionen mit Einheimischen. Er verspricht Wohlstand und Frieden. Dann findet er einen schiffbaren Zufluss des Kongo und kommt an dessen Nordufer Stanley zuvor. Seine erstmals ins Deutsche übersetzten Vorträge und Briefe berichten von de Brazzas Expeditionen und seinem vergeblichen Versuch unter französischer Flagge einen friedlichen Handel zu etablieren.

Autorenporträt

Pierre Savorgnan de Brazza (1852-1905) wurde in Rom geboren und gehörte einem italienischen Adelsgeschlecht an. Schon früh faszinierten ihn die zahlreichen Karten und Reiseberichte der Familienbibliothek. Er absolvierte die französische Marineschule und nahm die französische Staatsbürgerschaft an, bevor er im Alter von 20 Jahren zum ersten Mal nach Afrika reiste. Dort führte er mehrere Expeditionen ins Gebiet der heutigen Staaten Gabun und Republik Kongo durch, gründete die Militärposten Franceville und Brazzaville und war von 1886 bis 1898 Generalkommissar von Französisch-Kongo.
Esther von Osten

Esther von Osten studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Geschichte in Berlin und Paris. Sie unterrichtete am Peter Szondi-Institut der FU Berlin und ist seit 2011 freiberufliche Übersetzerin. Sie übersetzte u.a. Werke von Jean-Luc Nancy, Hélène Cixous, Jacques Derrida und Georges Didi-Hubermann.

Marokko

Marokko

Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki mit einem Nachwort von Ludger Lütkehaus

Edmondo De Amicis

Corso Verlag - Aufl. 2015, 208 S., 30 teilw. handkolorierte histor. Abb., Leinen mit eingelegtem Titelschild, Fadenheftung, Lesebändchen, bedruckter Vorsatz, 17,5 x 24,5 cm.
Erschienen im Oktober 2015

EAN: 978-3-7374-0717-5

Mit »Marokko« setzen wir unsere Werkausgabe von Edmondo De Amicis fort, und bedanken uns bei dieser Gelegenheit zunächst herzlich für Ihren Einsatz für die ersten beiden Bände.

»Marokko« – der Klassiker der italienischen Reisereportage – entführt uns diesmal in den Norden Afrikas, begleitet im Auftrag des italienischen Königs eine große Karawane von Tanger nach Fès. De Amicis erzählt uns von der Geschichte, dem Aussehen, den Geschäften und dem Verhalten der Berber, Mauren, Araber, Beduinen, Juden und Schwarzen, dem Karawanenleben, von den Straßen in Tanger und vielem mehr. In Fès angekommen, wird die Karawane von 4.000 Soldaten des Sultans begrüßt, die Gesandtschaft in einem maurischen Palast untergebracht. Auch die Schilderung von Fès – De Amicis schwankt hier zwischen Entsetzen und Bewunderung – ist eine großartige Passage, ein farbenprächtiges Gemälde. Schließlich der Empfang beim Sultan, ein Essen beim Großwesir, ein Frühstück beim Außenminister, schöne Abschnitte über die Frauen, die Besuche der Einwohner von Fès bei der Gesandtschaft, Ausflüge in die Umgebung. Wieder erstmals in deutscher Übersetzung, wieder ein tolles Buch für Liebhaber begeisternder, literarischer Reisereportagen, für die Leser auf der Suche nach guten Geschichten, die in die Gegenwart reichen.

Autorenporträt
Edmondo De Amicis

Edmondo De Amicis wurde 1846 in Imperia geboren, 1908 starb er in Bordighera. Mit seinem Jugendroman »Cuore« der sofort nach dessen Erscheinen 1886 ein großer Erfolg und in viele Sprachen übersetzt wurde, wurde er weltberühmt. Bei corso erscheint eine Werkausgabe der schönsten Texte des italienischen Klassikers der Reisereportage. Band 1, Istanbul, Hauptstadt der Welt. Band 2, Auf dem Meer. Band 3, Marokko, erscheint im Herbst 2015.

Afrika, letzte Hoffnung

Afrika, letzte Hoffnung

Mit Fotografien von Didier Ruef.

Pier Paolo Pasolini / Peter Kammerer (Hrsg.)

Corso Verlag - 2. veränderte Aufl. 2015, 144S., zahlr. s/w Abbildungen gebunden mit Schutzumschlag, 17,5 x 24,3 cm.
Erschienen im Oktober 2015

EAN: 978-3-7374-0721-2

»Pasolini bleibt ein Faszinosum«, sagte Maike Albath kürzlich in der neuen Zürcher Zeitung - diesem Faszinosum bleiben wir auch mit dem dritten Band unserer Pasolini-Renaissance-Edition auf der Spur. Nach »Rom, andere Stadt« und »Reisen in 1001 Nacht« begibt sich »Afrika, letzte Hoffnung« in den vergessenen Kontinent.

PPP schwärmte von Afrika - den dort enthaltenen Kulturen, Ritualen … Er sah Afrika als Fortsetzung Italiens, träumte von einem Kontinuum der bäuerlichen Welt und begeistere sich für die »Morgensonne der Freiheit nach dem Kolonialismus«. Wie immer, auch diesmal: Sorgfältig komponiert und zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt.

Autorenporträt
Pier Paolo Pasolini

Pier Paolo Pasolini, Schriftsteller, Regisseur, Publizist, geboren 1922 in Bologna, ermordet 1975 unter bis heute ungeklärten Umständen. Am 02. November 2015 jährt sich zum 40. der Todestag dieses großen Künstlers, Kritikers und Schriftstellers.

Quer durch Afrika

Quer durch Afrika

Die Erstdurchquerung der Sahara von Tripolis bis zum Golf von Guinea. 1865 - 1867

Gerhard Rohlfs

Edition Erdmann - Aufl. 2012, 376 S., 62 s/w Abb., Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm.
Erschienen im Oktober 2012

EAN: 978-3-86539-845-1

Gerhard Rohlfs Erstdurchquerung der Sahara brachte dem deutschen Forschungsreisenden Weltruhm ein: Im Jahr 1865 hatte der mutige junge Mann von Tripolis aus teils zu Fuß, teils auf Kamel- und Pferderücken die gesamte Sahara durchquert, wobei er durch Savannen und Urwälder bis nach Lagos am Golf von Guinea vorgedrungen war und aus heutiger Sicht unglaubliche Strapazen und lebensbedrohliche Gefahren erduldete. Rohlfs fundierte Kenntnisse der landestypischen Sitten und Gebräuche, sein Blick fürs Detail und seine unstillbare Neugier machen seinen fesselnd geschriebenen Reisebericht zu einem der bedeutendsten Werke der Reiseliteratur des 19. Jahrhunderts.

Autorenporträt
Gerhard Rohlfs

Gerhard Rohlfs (1831 – 1896) wurde als Sohn eines Landarztes geboren. Bereits in der Schule zeichnet sich ab, dass Rohlfs wenig für einen bürgerlichen Beruf geeignet ist. 1849 verlässt er endgültig das Gymnasium und schließt sich der Armee an, wo er sich durch außerordentliche Tapferkeit auszeichnet. Im Jahr 1855 betritt er als Fremdenlegionär in Algerien zum ersten Mal afrikanischen Boden. In den Jahren 1860 bis 1885 unternimmt er in diplomatischer Mission im Auftrag Bismarcks mit jeweils immer besserer Unterstützung und größerem Aufwand Expeditionen in ganz Afrika, dank derer er einen unschätzbaren Beitrag zur Erschließung des Kontinents leistet.
Dr. Herbert Gussenbauer

Dr. Herbert Gussenbauer (1940 – 2009) war freischaffender Ethnologe und Afrikanist in Wien. Studien- und Forschungsreisen führten ihn alljährlich durch den afrikanischen Kontinent. Er war Mitarbeiter des Österreichischen Rundfunks und beschäftigte sich jahrzehntelang mit ethnohistorischen Themenkreisen.

Reisen zur Entdeckung des Nils

Reisen zur Entdeckung des Nils

Durch das unbekannte Bergland Abessiniens zur Quelle des Blauen Nils. 1768 - 1773

James Bruce

Edition Erdmann - Aufl. 2012, 336 S., 31 s/w Abb., Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm.
Erschienen im Oktober 2012

EAN: 978-3-86539-844-4

Bei den Römern war die Frage nach den Quellen des Nils – „caput Nili quaerere“ – sprichwörtlich ein unmöglich zu bewältigendes Unterfangen. Ein Mann, der von der tatsächlichen Lösung des Problems umgetrieben wurde, war der schottische Adelige, Exzentriker und Privatgelehrte James Bruce. Vom Roten Meer bis nach Äthiopien, vorbei an den politischen Wirren und Kriegsgebieten Afrikas und den Herrschaftsbereichen raffgieriger Regenten führte Bruce seine Expedition am 4. November 1770 erfolgreich zu den Quellen des Blauen Nils.

Heute sorgt die Diskussion um die „wahre“ Erstentdeckung der Nilquellen in der Forschung für Uneinigkeit, denn bis ins 17. Jahrhundert hinein werden potentielle Vorläufer angegeben. Dennoch war James Bruce der Erste, der bei seinem Erkundungsvorhaben systematisch mit den Mitteln der modernen Wissenschaft vorging und so die Epoche der europäischen Erforschung Afrikas wesentlich mitbegründete.

Reisen und Entdeckungen im südlichen Afrika

Reisen und Entdeckungen im südlichen Afrika

Von der Kalahari zu den Victoria-Fällen. 1849 - 1856

David Livingstone

Edition Erdmann - 2. Aufl. 2013, 392 S., 27 s/w Abb., Leinen mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im August 2013

EAN: 978-3-86539-843-7

Eine schmucklose Platte im Boden der Westminster-Abtei in London kennzeichnet das Grab von David Livingstone. Was zunächst unspektakulär anmutet, ist in Wahrheit die höchste Auszeichnung, die neben Kolumbus keinem anderen Entdecker der Weltgeschichte zuteilwurde. Der furchtlose Schotte hat sie sich hart erarbeitet. Sohn eines Baumwollspinners, eignete er sich im Selbststudium medizinische und theologische Kenntnisse an und ging 1840 als Missionar nach Südafrika. In drei abenteuerlich-strapaziösen Reisen gelang ihm, was noch keinem Forscher vor ihm geglückt war: Er entdeckte den Ngamisee im Norden des ehemaligen Betschuanalandes, erforschte in einem 4000 Kilometer langen Marsch bis nach Luanda den oberen Sambesi, brach von dort zu einer Expedition quer durch den Kontinent zur Ostküste auf und stieß schließlich auf die nach Queen Victoria benannten Victoria-Fälle.

Autorenporträt
David Livingstone

David Livingstone (1813 – 1873) wurde in Blantyre, Schottland, geboren. Seine Familie war arm und so musste er sich schon früh als Baumwollspinner verdingen. Zu Beginn der 30-er Jahre hatte er genügend Geld gespart, um in Glasgow die Universität zu besuchen. Hier widmete sich der Schotte neben dem Medizinstudium seinem bereits in der Kindheit geweckten theologischen Interesse. Tief beeindruckt von der Bekanntschaft mit dem Missionar Robert Moffat entschloss er sich daraufhin, als Apologet nach Afrika zu gehen.
Heinrich Pleticha

Dr. Heinrich Pleticha (1924 – 2010) galt als Experte auf dem Gebiet der Reise-, Entdeckungs- und Abenteuerliteratur. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Geografie trat er in den Schuldienst ein. 1986 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Würzburg ernannt. Heinrich Pleticha war Autor und Herausgeber zahlreicher Sachbücher, die mittlerweile eine Gesamtauflage von mehr als fünf Millionen erreicht haben.

Im Innern Afrikas

Im Innern Afrikas

Die Erforschung des Kasai. 1883 - 1885

Hermann von Wissmann

Edition Erdmann - Aufl. 2013, 536 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im August 2013

EAN: 978-3-86539-860-4

Im Auftrag des belgischen Königs Leopold II. tritt Hermann von Wissmann 1883 seine zweite Afrikareise an, bei der er den Verlauf des Kasai und die Zuflüsse des Kongo erkunden soll. Vom Lulua aus, einem Nebenfluss des Kasai, wo Wissmann die Station Luluaburg gründet, startet er mit seinen Trägern und Eingeborenen des Baschilange-Volks auf selbstgebauten Kanus die Erkundung des Kasai. Der undurchsichtige Verlauf des reißenden Flusses, sowie Kämpfe mit Eingeborenen stellen nur einen Teil der Schwierigkeiten dar, mit denen die Expedition zu kämpfen hat. 1885 gelangt man schließlich wieder an die Küste und hat wichtige Ergebnisse vorzuweisen: die Zugehörigkeit des Kasai zum Kongogebiet, Klarheit über den Verlauf einiger Kongoebenflüsse und die Eröffnung neuer Binnenschifffahrtswege.

Autorenporträt
Hermann von Wissmann

Hermann von Wissmann wurde 1853 in Frankfurt an der Oder als Sohn eines Regierungsrats geboren. Er schlug eine Offizierslaufbahn ein, lernte bald den Afrikaforscher Paul Pogge kennen und bestritt 1880, begeistert von dessen Erzählungen, als Begleiter seine erste Afrika-Expedition. Seitdem bereiste er mehrmals das Inland Afrikas, um bislang unerforschte Gebiete zu erkunden. von 1895-1896 war er Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Wissmann kam 1905 bei einem Jagdunfall in der Steiermark ums Leben.

Reisen in Westafrika

Reisen in Westafrika

Durch Französisch-Kongo, Corisco und Kamerun. 1895

Mary Henrietta Kingsley

Edition Erdmann - 3. Aufl. 2015, 480 Seiten, Leinen mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im Februar 2014

EAN: 978-3-86539-861-1

Mary Kingsley war keine gewöhnliche Reisende. Als ein Krokodil versucht, in ihren Einbaum zu klettern, zieht sie ihm einen Schlag mit dem Paddel über den Kopf. Während der Regenzeit besteigt sie den 4095 Meter hohen Kamerunberg, was sie zur ersten Frau auf seinem Gipfel macht. Bis zum Kinn im Wasser watet sie durch Sümpfe. Sie stürzt in eine Fallgrube voller spitzer Pfähle, und dank ihrer guten Entscheidung, entgegen dem Rat ihrer Freunde in England, auch in Afrika keine Männerkleidung zu tragen, klettert sie unverletzt wieder heraus. Die hier versammelten Berichte handeln von der zweiten Westafrikareise 1894/1895 der britischen, heute als Nationalheldin gefeierten, Entdeckerin und Schriftstellerin. Mit großem anthroposophischem Interesse beschäftigt sich Kingsley intensiv mit dem Leben der westafrikanischen Völker. Sie revolutioniert das Bild des „primitiven Schwarzen“, tritt gegen den Sklavenhandel und für die Rechte der afrikanischen Ureinwohner ein.

Autorenporträt
Mary Henrietta Kingsley

Mary Henrietta Kingsley wurde 1862 in London geboren und starb 1900 in Südafrika an Typhus. Mary Kingsleys Vater hat als Arzt und medizinischer Betreuer reicher Aristokraten weite Reisen unternommen. Sie selbst jedoch war bis zum Tod ihrer Eltern nie irgendwohin gereist, sondern blieb zu Hause und versorgte ihre kranke Mutter. Einzig in Büchern ging sie auf Reisen, las sehr viel über Afrika und wusste eine Menge über den Kontinent, ohne je dort gewesen zu sein. Dann, als Mary Kingsley dreißig Jahre alt war, starben beide Eltern. 18 Monate später stach sie Richtung Afrika in See.
Niels-Arne Münch

DIe Übersetzer: Niels-Arne Münch (geb. 1972) ist Sozialwissenschaftler und arbeitet seit 2005 als freier Lektor, Übersetzer und Lehrer für kreatives Schreiben. Er lebt mit seiner Familie in Göttingen. Für die Edition Erdmann hat er u.a. übersetzt: Mary Kingsley, Reisen in Westafrika und John Wesley Powell, Die Erforschung des Colorado Rivers und des Grand Canyons.

Reisen im Inneren von Südafrika

Reisen im Inneren von Südafrika

Zu den Ruinen von Great Zimbabwe. 1865 - 1872

Karl Mauch

Edition Erdmann - Aufl. 2014, 240 S., Leinen mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im März 2014

EAN: 978-3-86539-872-7

Karl Mauch gibt 1864 seine Stellung als Lehrer auf, und begibt sich auf eine siebenjährige Forschungsreise nach Süd-Afrika. In Begleitung des Elefantenjägers Henry Hartley durchquert er das Matabele-Königreich und kartiert, lediglich mit einem Taschenkompass ausgerüstet, das riesige Gebiet nördlich des Limpopo. Damit schafft er die Grundlage für die Kartierung Südostafrikas. 1867 entdeckt er zwei große verlassene Goldfelder im Mashonaland; reist weiter durch die Transvaal-Republik und an die Delagoa-Bucht in Mosambik – diesmal allein. Trockenperioden und das Misstrauen der Einheimischen lassen ihn immer wieder Rückschläge erleiden. Unterstützung erhält er all die Jahre vom großen Geographen August Petermann. Bevor eine Malaria-Erkrankung und die prekäre finanzielle Lage ihn 1872 endgültig zur Rückkehr nach Deutschland zwingen, macht er auf seiner letzten Reise 1871 seine größte Entdeckung: die Ruinen von Great Zimbabwe. Er hält sie für das biblische Goldland Ophir.

Autorenporträt
Eva Maria Verst

Eva Maria Verst hat Germanistik und Geschichte studiert. Sie ist Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung und Juniormitglied der Gutenberg-Akademie. Bereits veröffentlicht ist ihre Studie über Karl Mauch als Forschungsreisender. Wissenschaft und Karriere zwischen Deutschland und Südafrika.
Karl Mauch

(1837-1875) wurde in Stetten im Remstal geboren und arbeite als Volksschul- und Hauslehrer. Als Lehrer unzufrieden und erfüllt mit Forscherdrang, beginnt Mauch sich medizinische und fremdsprachliche Kenntnisse anzueignen und legt erste Sammlungen von Pflanzen und Insekten an. 1864 fuhr er auf einem deutschen Schiff von Memel aus nach Afrika. In Durban in Süd-Afrika angekommen, erforschte er die nächsten sieben Jahre (1865-1872) Land und Leute. Er verstarb 1875 in Stuttgart. Die Bedeutung seiner Forschung wurde erst Jahre nach seinem Tod wahrgenommen und gewürdigt.

Reisen zu den Timannis, Kurankos und Sulimas

Reisen zu den Timannis, Kurankos und Sulimas in Westafrika

1822 - 1823

Alexander Gordon Laing

Edition Erdmann - Aufl. 2014, 190 S., gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erschienen im August 2014

EAN: 978-3-7374-0002-2

Als der Schotte Alexander Gordon Laing im Jahre 1822 als Adjutant nach Sierra Leone versetzt wird, ist das Gebiet an der afrikanischen Westküste von Europäern noch weitgehend unerschlossen. Vom Gouverneur Sir Charles McCarthy erhält er den Auftrag, die Gebiete des heutigen Staates Sierra Leone nach Handelsmöglichkeiten zu erkunden und besser auszukundschaften. Bei seiner Erkundung der Länder der Mandinkas, Timannis - den heutigen Temne - und Kurankos gelingt es ihm die Quelle des Rokel, des größten Flusses Sierra Leones, zu bestimmen. So erschrocken wie die Einheimischen über den Besuch eines Weißen sind, so empfindet Laing bezüglich des dort vorherrschenden Menschenhandels. Er reist weiter nach Sulima. Eines seiner Ziele ist es, das Rätsel um den Verlauf des Niger zu lösen. Doch in Sulima angekommen, verwehren ihm die Einheimischen die Weiterreise…

Autorenporträt
Alexander Gordon Laing

Alexander Gordon Laing (1793-1826) wurde in Edinburgh geboren und schlug eine Offizierslaufbahn bei der britischen Armee ein. In den Jahren 1822-1823 erkundete er das heutige Sierra Leone und knüpfte Handelskontakte zu den dort lebenden Völkern. 1823 war er an der Niederwerfung des Aufstandes der Ashanti beteiligt. Von Tripolis aus erreicht er 1826 als erster Europäer Timbuktu. Über seinen Aufenthalt ist jedoch wenig bekannt. Auf seiner Rückreise kam er auf ungeklärte Weise in der Nähe von Araouane ums Leben.

In Marokko

In Marokko

Vom Hohen Atlas nach Fès – durch Wüsten, Harems und Paläste

Edith Wharton / Susanne Gretter (Hrsg.) / Ebba D. Drolshagen (Übers.)

Edition Erdmann - Aufl. 2016, 216 S., gebunden mit farbigen Vorsatzpapier, 13,5 x 22 cm.
Erschienen im März 2016

EAN: 978-3-7374-0021-3

Im Herbst 1917 reiste Edith Wharton auf Einladung des französischen Generalresidenten durch Marokko. Kurz vor Ausbruch der Regenzeit sehen wir die erfolgreiche Roman- und Reiseschriftstellerin eilig, fast wie in einem Zeitraffer, das Land durchqueren, vom Mittelmeer bis zum Hohen Atlas, vom Atlantik bis nach Fes. Es gab kaum Straßen, keine Hotels. Wenn sie durch die blühenden Gärten ihrer wohlhabenden Gastgeber spazierte, in deren Palästen ihr »Gläser mit dampfendem Pfefferminztee und Teller mit Gazellen-Hörnern und weißen Zuckerkuchen» kredenzt wurden, war »jede Minute ein Märchen«. Aber sie sah auch ins »Herz der Finsternis«, wurde Zeugin von archaischen religiösen Ritualen, sah stolze Falkner und Patriarchen, aber auch die verschleierten Haremsfrauen in ihrem »Gefängnis«. Sie erlebte ein Marokko, das sich noch nicht den Touristen geöffnet hat, für das es nicht einmal einen Reiseführer gab. Vieles ist sehr fremd, aber alles fasziniert sie. Sie gibt sich dem »Zauber des Orients« hin, aber sie idealisiert nicht und sie verklärt nicht.

Autorenporträt

Edith Wharton

Edith Wharton, als Tochter vermögender Eltern 1862 in New York geboren, rebellierte gegen die Zwänge der amerikanischen Upper Class, von denen sie sich schon als junges Mädchen eingeengt fühlte. Sie wollte ihren eigenen Weg gehen, als Schriftstellerin und als Frau. Für ihren berühmtesten Gesellschaftsroman »Zeit der Unschuld« erhielt sie 1921 den Pulitzerpreis und 1923 die Ehrendoktorwürde der Yale University – beide male als erste weibliche Preisträgerin. Sie war schon als Kind zwischen Amerika und Europa gependelt und wurde eine große Reisende und Reiseschriftstellerin: 1904 und 1905 erschienen Bücher über Aufenthalte in Italien, 1906 der Bericht über ihre »Frankreichfahrt«. 1917 fuhr sie durch Marokko, davon erzählt ihr Buch »In Marokko«. 1929 schließlich bereist sie Syrien und Palästina. Die letzten 30 Jahre verbrachte sie in Frankreich, ein Land, dem sie eng verbunden war. Sie hinterließ ein Werk von 47 Romanen, Erzählungen und Reiseberichten.
Susanne Gretter

Susanne Gretter studierte Anglistik, Romanistik und Politische Wissenschaft in Tübingen und Berlin. Sie lebt und arbeitet als Verlagslektorin in Berlin. Sie ist Herausgeberin der Reihe »Die kühne Reisende«.
Ebba D. Drolshagen

Ebba D. Drolshagen hat in Frankfurt/Main, Chicago und Oslo studiert und seither zahlreiche Romane und Sachbücher aus dem Englischen und Norwegischen übersetzt. Sie ist Autorin mehrerer Sachbücher, darunter »Gebrauchsanweisung für Norweger« und »Wie man sich allein auf See einen Zahn zieht« (Corso 2015).

Die Entdeckung der Nilquellen

Die Entdeckung der Nilquellen

Ein Reisetagebuch 1859-1863

John Hanning Speke

Edition Erdmann - ca. 500 S., zahlreiche s/w Abbildungen, gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen, 13 x 21 cm.
Erscheint im Juni 2016

EAN: 978-3-7374-0003-9

John Hanning Speke war auf seiner ersten Expedition zu den Quellen des Nils immer wieder mit seinem Partner, dem berühmten Forscher und Abenteurer Richard F. Burton, in Konflikt geraten. Als Speke vor Burton nach England zurückkehrt und das Gros seiner Erkenntnisse der Öffentlichkeit berichtet, stiehlt er Burton endgültig das Rampenlicht. Ein legendärer persönlicher und wissenschaftlicher Konflikt entbrennt. Auf seiner zweiten - hier dokumentierten - Reisebestätigt Speke endgültig seine spektakulären Ergebnisse und geht mit der Lösung des „Nilproblems“ in die Entdeckungsgeschichte ein. Doch zwischen den Zeilen ist Spekes Reisetagebuch viel mehr als nur das Dokument einer geographischen Sensation. Aus erster Hand berichtet, erfährt der Leser von der komplexen kulturellen und politischen Landschaft Afrikas.

Autorenporträt
John Hanning Speke

John Hanning Speke (1827–1864) wurde in Devon geboren, schlug eine Offizierslaufbahn ein und nahm am Ersten Sikh-Krieg teil. Gemeinsam mit Richard F. Burton, den er 1854 im Jemen kennenlernt, bereist er im selben Jahr Somalia; beide kehren schwer verwundet zurück. Im Anschluss dient Speke im Krimkrieg. 1856 macht sich das Forscherduo erneut nach Ostafrika auf, um die Nilquellen und die Großen Seen zu finden. Sie entdecken den Tanganjikasee, doch auch diese Reise ist entbehrungsreich und geprägt von Krankheiten. Getrennt von Burton, entdeckt Speke den Victoriasee, was zu Rivalitäten mit Burton führt, denn Speke kehrt 1859 einige Tage früher als dieser zurück nach England und tritt mit seinen Entdeckungen vor die Öffentlichkeit, ohne auf seinen Kollegen zu warten. In 1860 reist Speke nach Uganda, von wo aus er sich westlich hält und erneut in die Gegend des Victoriasees gelangt. Im Gebiet um das nördliche Ufer entdeckt er 1862, dass der See den Nil speist. In der Heimat geht Burton vehement gegen Spekes Entdeckungen vor. Im Herbst 1864 wird eine öffentliche Debatte angesetzt, doch einen Tag zuvor geht Speke auf die Jagd und stirbt durch einen selbstausgelösten Schuss.

Im Herzen von Afrika

Georg Schweinfurth

Im Herzen von Afrika

Reisen und Entdeckungen in Zentralafrika

ca.360 S., LN SU, mit Leseband, 13 x 21 cm
EAN: 978-3-86539-821-5

Als am 19. März 1870 der junge Botaniker und Entdeckungsreisende Georg Schweinfurth an den Ufern des Uelle stand, war ein ganz wesentlicher Beitrag zur Erforschungsgeschichte des Schwarzen Kontinents geleistet.

Eines der letzen Rätsel Afrikas stand vor seiner Lösung. Dieser Uelle floß nach Westen und nicht nach Norden, er konnte somit nicht mehr zum Stromsystem des Nils gehören.

Als erster Europäer hatte Schweinfurth die Nil-Kongo-Wasserscheide überschritten. Doch nicht nur diese geografisch-hydrografische Entdeckung war die herausragende Leistung des wagemutigen Forschers.

Es blieb ihm auch vorbehalten, als erster Weißer das Volk der Monbutto zu besuchen und Nachrichten darüber dem staunenden Europa zu übermitteln. Vor allem jedoch war es auch sein großes Verdienst, die Pygmäen zu entdecken, jenes kleinwüchsige und scheue Volk Zentralafrikas, welches seit der Antike durch die abendländische Sagenwelt geisterte.

Schweinfurth gilt heute zu recht als einer der ganz Großen der deutschen Afrikaforschung - zusammen mit Heinrich Barth, Gustav Nachtigal und Gerhard Rohlfs.

Schweinfurths Bericht über seine letzte große Reise wird als zeigenössisches Dokument seinen Wert niemals verlieren und ist als Quelle für den ethohistorisch interessierten Leser von unschätzbarer Bedeutung.

Autorenportrait
Georg Schweinfurth

Georg Schweinfurth (1836-1925) erwarb sich seine ebenso gründliche wie umfassende naturwissenschaftliche Bildung an den Universitäten in Heidelberg, München und Berlin.

Schon als 20-Jähriger bereiste er Ägypten, den östlichen Sudan und die Küstenländer des Roten Meeres (1863-66).

Bald darauf folgte seine größte und erfolgreichste Expedition in die Äquatorialgegenden (1868-71).

1876 gründete er die Geographische Gesellschaft in Kairo und lebte viele Jahre in Ägypten.

Seit 1889 lebte der Nestor der deutschen Afrika-Forschung in Berlin, wo er 1925 verstarb.

Reise nach Timbuktu

René Caillié

Reise nach Timbuktu

Der erste Bericht über die sagenumwobene Stadt



ca. 320 S., Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm

EAN: 978-3-86539-834-5

Obwohl René Caillié Denkwürdiges vollbracht hat, deckt sich sein Bild nicht unmittelbar mit den träumerisch-verklärten Vorstellungen, die wir uns gewöhnlich von bedeutenden Forschungsreisenden machen.

Entgegen der Mehrzahl der wegweisenden Entdecker stammte Caillié aus der französischen Unterschicht und verfügte über keinerlei geographische oder militärische Ausbildung.

Dennoch gelingt dem jungen Franzosen durch Zähigkeit und Willensstärke die Umsetzung jenes Vorhabens, an dem die großen geographischen Gesellschaften aus Paris und London kläglich scheiterten: Als Araber verkleidet, erreicht er beinahe mittellos und vollkommen auf sich allein gestellt am 20. April 1828 die sagenumwobene Oasenstadt Timbuktu.

Autorenportrait
René Caillié

René Caillié (1799-1838) stammte aus einfachen Verhältnissen. Schon früh durch die Lektüre von Robinson Crusoe fasziniert, beschloss er im Alter von sechzehn Jahren sein Glück in Afrika zu suchen.

Dr. Heinrich Pleticha (1924-2010) lebte und arbeitete in Würzburg als Lehrer und Honorarprofessor. In der Edition Erdmann ist er u.a. Herausgeber von Mungo Parks Reisen ins innerste Afrika.

Susanne Zanker ist Germanistin und Romanistin. Ihre verdienstvolle Erstübersetzung von René Cailliés Reisebericht zeichnet sich besonders durch die große Sensibilität bei der Übertragung des schwierigen Originaltextes aus.

Reisen im Kongogebiet 1836-1879

Richard Büttner

Reisen im Kongogebiet 1836-1879

300 S., einige zeitgen. Abb., LN SU, 13 x 21 cm.
EAN: 978-3-86539-800-0

Die Möglichkeiten für deutsche Reisegesellschaften, an den großen Entdeckungen dieser Zeit teilzuhaben, waren im 19. Jahrhundert eher eingeschränkt.

Deshalb wurde im April 1873 die Deutsche Gesellschaft zur Erforschung Äquatorialafrikas gegründet, ein Verein, dessen Aktivitäten vor allem verschiedene deutsche Landesherren, reiche Kaufleute sowie die Hansestädte finanzierten.

Daraus ergibt sich bereits eine der Erwartungen, die man an etwaige Entdeckungsreisen dieses Vereins knüpfte, nämlich zumindest zu einer Vergrößerung des deutschenHandelsnetzes beizutragen.

Ganz offen wirtschaftliche und politische Absichten verfolgte die im Dezember 1876 in Berlin gegründete Deutsche Afrikanische Gesellschaft, die bereits im April 1878 mit dem zuerst genannten Verein zur Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland fusionierte.

Deren Zweck war in erster Linie die wirtschaftliche Erschließung sowie die kulturelle Entwicklung des Schwarzen Kontinents. Daneben sollten allerdings auch die Möglichkeiten einer kolonialen Inbesitznahme untersucht werden.

In deren Auftrag also bereiste Richard Büttner mit einer Expedition in den Jahren 1884 bis 1886 den Kongo sowie das südliche Kongobecken, das heute zum Staat Angola gehört.

Büttner stand der Gruppe dabei als ihr naturwissenschaftlicher Leiter vor. In seinen Aufzeichnungen, die erstmals 1890 im Druck erschienen, beschreibt er literarisch durchaus anspruchsvoll die große Vorfreude, mit der man sich dem eigentlichen Ziel der Reise näherte, aber auch die Enttäuschungen, mit denen man von allem Anfang anzukämpfen hatte.

Dazu kamen die Schwierigkeiten, vor Ort geeignete Träger zu finden, unerwartete Krankheiten bis hin zum Tod einzelner Mitreisender oder die langwierigen Verhandlungen, die man mit den unterschiedlichen Stämmen zu führen hatte, wollte man deren Gebiet unbeschadet betreten.

Auf der anderen Seite stehen wiederum die Entdeckerfreuden, von denen Büttner – dessen Namen heute mehr als 40 Pflanzenarten tragen – gleichfalls berichtet.

So entsteht in dem gesamten Bericht ein durchaus realistisches Bild, das Freud und Leid solcher Entdeckungsreisen gleichermaßen berücksichtigt.

Autorenportrait
Richard Büttner

Der 1858 geborene Richard Büttner machte sich neben seinen umfangreichen Afrika-Forschungen – immerhin geht die Gründung eines Afrika-Lehrstuhls an der Universität Berlin auf seine Initiative zurück – auch als Zoologe und Botaniker einen großen Namen.

Von der Mitte des 19. Jahrhunderts an galt insbesondere Zentral- und Äquatorialafrika als ein wenig bekannter, weitgehend dunkler Fleck auf den Landkarten, den es noch zu entdecken galt.

Deswegen brachen ab den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts eine ganze Reihe von Forschungsexpeditionen in diese ferne Weltgegend auf.

Er war naturwissenschaftlicher Teilnehmer an der Expedition der Afrikanischen Gesellschaft in Deutschland (1884-1886), die der „Erforschung des südlichen Kongobeckens“ dienen sollte und in damals aus europäischer Sicht unerforschte Gebiete vordrang.

Einige Arten wurden nach seinen Belegen beschrieben, er selbst beschrieb beispielsweise Xyris congensis.

Nach ihm benannt wurde u.a. die Aloe buettneri.

Doch galt seine Reise in das afrikanische Kongogebiet nur sehr bedingt wissenschaftlichen oder privaten Interessen.

Vielmehr standen politische Ziele im Vordergrund.

Richard Büttner starb 1927.

Reisen im Sudan

Alfred Edmund Brehm

Reisen im Sudan

Entdeckungen zwischen Nil und Wüste

ca. 412 S. Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm

EAN: 978-3-86539-829-1

Brehms Tierleben ist auch heute noch jedem ein Begriff – dass der Begründer eines der prominentesten zoologischen Nachschlagewerke die Tiere auch in freier Wildbahn studierte, wissen hingegen nur wenige.

Die Faszination für die Zoologie gab Brehms Vater, selbst ein bekannter Ornithologe, an seinen Sohn weiter.

Im Jahr 1847 bricht Alfred Brehm sein Architekturstudium ab, um den Vogelkundler Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Forschungsreise nach Afrika zu begleiten.

Während der fünfjährigen Expedition reist er von Kairo, über Karthum bis nach Kurdufan durch Savanne und Urwälder und teilt mit gefährlichen Leoparden, Elefanten, wilden Löwen und Büffelherden einen Lebensraum.

Die Ausbeute dieses Abenteuers ist ein sehr lebendiger, detaillierter und bisweilen äußerst humorvoller Bericht über die faszinierende Tierwelt Afrikas und die Menschen dieser Region.

Autorenportrait
Alfred Edmund Brehm

Alfred Edmund Brehm (1829-1884): Die Forschungsreise in den Sudan machte ihn auf einen Schlag so berühmt, dass er bereits im Alter von 20 Jahren in die Akademie der Naturforscher aufgenommen wurde.

Heute ist er der wohl bekannteste Autor populärwissenschaftlicher zoologischer Literatur.

Dr. Helmut Arndt gelangen als Kenner und Liebhaber historischer Reiseliteratur schon mehrfach bemerkenswerte Wiederentdeckungen, so u.a. Helmuth Graf von Moltkes Unter dem Halbmond und Vivant Denons Mit Napoleon in Ägypten.

Reisen ins innerste Afrika

Mungo Park

Reisen ins innerste Afrika

Dem Geheimnis des Niger auf der Spur

320 S., LN SU, mit Leseband, 13 x 21 cm
EAN: 978-3-86539-819-2

Wild und unerschlossen sind weite Teile des afrikanischen Kontinents zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Der junge schottische Arzt Mungo Park bricht mit offiziellem Auftrag auf, um das Innere Afrikas weiter zu erforschen.

Angezogen vom gewaltigen Strom Niger und dem legendären Timbuktu, der „Königin der Wüste“, dringt er tief in den dunklen Kontinent vor.

Vier andere Expeditionen waren bereits gescheitert, als Park am 22. Mai 1795 den Hafen von Portsmouth verlässt. Seine Rückkehr am Weihnachtstag 1797 ist für seine Zeitgenossen eine einzige Sensation, seine Berichte begründen seinen Ruhm.

Doch Park ist dem Zauber Afrikas verfallen. Gegen viele Warnungen unternimmt er 1805 eine zweite Reise. Deren Tagebücher gelangen zwar zurück in die Heimat - er selbst bleibt in den Weiten des Schwarzen Kontinents verschollen.

Was bleibt, sind seine Aufzeichnungen aus einer Gegend, die damals nur aus den wenigen Erzählungen einheimischer Händler bekannt war: Ein wissenschaftliches Zeugnis von Rang.

Herausgegeben von Heinrich Pleticha

Autorenportrait
Mungo Park

Der dunkle Kontinent schlägt den jungen Schotten Mungo Park in seinen Bann. Zwei abenteuerliche Entdeckungsreisen (1795-1797 und 1805-1806) bringen ihn zum Niger, einem der gewaltigsten Ströme der Welt, und bis in die sagenumwobene Stadt Timbuktu. Auf der letzten Reise verschwindet Mungo Park spurlos im Herzen Afrikas. Sein mysteriöser Tod bleibt bis heute eines der nie gelösten Rätsel der Entdeckungsgeschichte.
Heinrich Pleticha

Portrait des Herausgebers

Heinrich Pleticha ist ein ausgewiesener Spezialist auf dem Gebiet der Reise-, Entdeckungs- und Abenteuerliteratur. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Geografie trat er in den Schuldienst ein und war Leiter eines musischen Gymnasiums in Würzburg. 1986 wurde er zum Honorarprofessor an der Universität Würzburg ernannt. Heinrich Pleticha hat zahlreiche vorwiegend historische Sachbücher verfasst und herausgegeben und wurde mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. In der Edition Erdmann hat er zahlreiche Bücher herausgegeben. Er verstarb am 14. Oktober 2010

Reisen und Entdeckungen in Nord- und Zentralafrika

Heinrich Barth

Reisen und Entdeckungen in Nord- und Zentralafrika

20.000 Kilometer durch Afrika

Aufl. 2012, 414 S., 54 s/w Abb., Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm.
EAN: 978-3-86539-827-7

Ohne ihn wäre uns die „Wiege der Menschheit“ vielleicht noch heute ein Rätsel: Der deutsche Forschungsreisende Heinrich Barth stößt zu einer Zeit, da Afrika als unwägbares und gefahrenvolles Land galt, weit in das Innere des „Schwarzen Kontinents“ vor.

Am 25. März 1850 begibt er sich im Auftrag der britischen Regierung auf Entdeckungsreise durch Zentral-Afrika mit dem Ziel, für London Handelsmöglichkeiten anzuknüpfen.

Nach insgesamt 2100 Tagen in der Sahara und im Sudan, betritt Barth fünfeinhalb Jahre später als einziger Überlebender der Expedition europäischen Boden – mit Informationen über Land und Leute im Gepäck, die der europäischen Wissenschaft einen neuen Erdteil aufschließen.

In seinem umfangreichen schriftlichen Vermächtnis lässt der Forscher den Leser in sprachlich dichten Schilderungen an seinen Erkundungen teilhaben.

Dabei gehen das eindringlich geschriebene Tagebuch, der fesselnde Reisebericht und die akribische wissenschaftliche Abhandlung eine beispiellose Verbindung ein.
Autorenportrait
Heinrich Barth

Heinrich Barth (1821-1865): In der eigenen Heimat wissenschaftlich ambitioniert und hochgebildet, jedoch im Verhalten verschlossen und einzelgängerisch, tritt Barth in Afrika als äußerst zugänglicher und feinsinniger Mensch auf, der sich den sagenhaften Ruf eines „Abd el Kerim“ („Diener des Allerhöchsten“) erwirbt. In die Heimat zurückgekehrt, wird er zum Fremden, der wenige Jahre später völlig vereinsamt stirbt. Seine Leistungen auf dem Gebiet der interdisziplinären Erforschung Afrikas sind bis in die heutige Zeit hinein maßgeblich. Dr. Heinrich Schiffers (1901-1982) lebte in Köln und war Fachgeograph, Autor und Herausgeber verschiedener Standardwerke u.a. über die Sahara, Libyen und die Sahel-Zone.

Entdeckungen in Nubien

Entdeckungen in Nubien

Der erste europäische Forschungsreisende am Oberlauf des Nil

Johann Ludwig Burckhardt

ca. 516 S. Leinen mit Schutzumschlag und Leseband

13 x 21 cm

EAN: 978-3-86539-818-5

Burckhardt war der erste gebildete Mensch der Neuzeit, der die heute berühmten Tempel von Abu Simbel erblickte.

Seine Aufzeichnungen über die Entdeckungen, Abenteuer und Geschäfte am oberen Nil und in Nubien waren die ersten Berichte, die Europa über diese Region überhaupt erreichten, und wurden zur Sensation.

Mit dem Kenntnisreichtum des „Insiders“ beschreibt er die Lebensweise der Beduinen und die kulturelle Eigenart des Orients ebenso plastisch wie Sklavenhandel und Karawanenleben im Sudan.

Im Februar 1813 zog er nilaufwärte, durchquerte unter vielen Gefahren Nubien bis ans Rote Meer und gelangte per Schiff 1814 nach Djidda.

Autorenportrait:
„Scheich Ibrahim“, bürgerlich Johann Ludwig Burckhardt, geboren am 24. November 1784 in Lausanne als Sproß der bekannten Baseler Patrizierfamilie, scherte sich wenig um die Normen seiner Gesellschaft und ein bürgerliches Leben: Statt in ein Handelskontor oder in den diplomatischen Dienst einzutreten, schiffte er sich, als indo-arabischer Kaufmann verkleidet, im Februar 1809 nach Nahost ein. Dort blieb er drei Jahre, bereiste als Scheich „Ibrahim ibn Abdullah“ weite Teile Syriens und Palästinas und entdeckte als erster Europäer die seit den Kreuzzügen vergessenen Ruinen von Petra.

Als Scheich Ibrahim, der Syrer, unternahm er die Wallfahrt nach Mekka und Medina und bereiste Arabien. Zurückgekehrt nach Kairo, wurde er 1817 das Opfer einer Fischvergiftung und starb mit 32 Jahren an der Ruhr.

Wie ich Livingstone fand

Wie ich Livingstone fand

Reisen und Entdeckungen in Zentral-Afrika

Henry M. Stanley

Aufl. 2012, 368 S., 43 s/w Abb. u. Ktn., Leinen mit Schutzumschlag und Leseband, 13 x 21 cm.

Erschienen: 08.03.2012

EAN: 978-3-86539-832-1

Inhalt:
„Dr. Livingstone, wie ich vermute?“ – fünf Wörter, die dem Angesprochenen das Leben retteten und zum geflügelten Wort nicht nur der abendländischen Entdeckerliteratur wurden. Mit diesen Worten begrüßt der junge ambitionierte Reporter Henry Morton Stanley den bis dato verschollenen Afrikaforscher David Livingstone am 10. November 1871 in einem kleinen Dorf am Tanganjikasee. Acht strapaziöse und mitunter lebensgefährliche Monate war Stanley im Auftrag seines exzentrischen Verlegers auf der Suche nach dem berühmten Afrikaforscher durch den „Schwarzen Kontinent“ gezogen, hatte unzählige Männer durch Krankheit und Erschöpfung verloren, bis er schließlich dem Totgeglaubten gegenübersteht, ihm die Rettung vor dem sicheren Tod bringt und unter seinem Einfluss schließlich sogar selbst zum renommierten Afrikaforscher wird.

Autorenportrait
Henry Morton Stanley

Henry Morton Stanley (1841 als John Rowlands in Wales geboren-1904) war ein britisch-amerikanischer Journalist, Autor und Afrikaforscher. Mit fünfzehn Jahren wanderte er nach Amerika aus. Nachdem er im amerikanischen Bürgerkrieg erste Erfahrungen als Journalist gesammelt hatte, heuerte ihn der Verleger James Gordon Bennett Jr. für den New York Herald an. Seine Reiseberichte aus Afrika, vor allem Die Entdeckung des Kongo, dienten wahrscheinlich als Quelle für Joseph Conrads Heart of Darkness. Dr. Heinrich Pleticha (1924-2010) ist u.a. Herausgeber von Mungo Parks Reisen ins innerste Afrika.

Die großen Pharaonen

Die großen Pharaonen

Von der Frühzeit bis zum Mittleren Reich

Martin von Falck / Susanne Martinssen-von Falck

Marix Verlag - Aufl. 2015, 256 S., 5 s/w Abb. und 7 Karten, gebunden mit Schutzumschlag, 12,5 x 20 cm.
Erschienen im März 2015

EAN: 978-3-7374-0976-6

Als Individuen treten die Pharaonen Ägyptens kaum in Erscheinung, agieren sie doch in Texten und Darstellungen vornehmlich als kultisches Gegenüber der Götter. Sollen die ägyptischen Könige für uns nicht bloße Namen bleiben, gilt es, die in den schriftlichen Quellen genannten Ereignisse, die noch heute sichtbaren Denkmäler und die im archäologischen Fundgut fassbaren Kulturphänomene zu Bildern bestimmter Regierungszeiten zusammenzufügen, die sich durch Neufunde oder Neuinterpretationen stetig wandeln. Nur die Pharaonen der späten Dynastien, vor allem die Ptolemäer, treten verstärkt als Einzelpersonen hervor, weil sie auch von griechischsprachigen Autoren, die unserem Verständnis von Geschichtschreibung näherkommen, geschildert werden.

Autorenporträt
Dr. Martin von Falck

Dr. Martin von Falck (Hamburg): Ägyptologe, Koptologe, Klass. Archäologe. Kurator u.a. am Pelizaeus-Museum, Hildesheim, und Gustav-Lübcke-Museum, Hamm. Wissenschaftlicher Leiter der Replikenausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“. Lehrbeauftragter an den Universitäten Münster, Hamburg und München. Herausgeber und Autor zahlreicher Kataloge zu Ausstellungen und Sammlungen, u. a. „Pharao siegt immer – Krieg und Frieden im Alten Ägypten“.
Susanne Martinssen-von Falck

Susanne Martinssen-von Falck, M.A. (Hamburg): Ägyptologin, Althistorikerin, Ethnologin. Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Replikenausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“, Autorin des Begleitkataloges für Kinder und Jugendliche. Lehrbeauftragte der Universität Hamburg; Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Edfu-Projekt, Hamburg (Akademie der Wissenschaften zu Göttingen).

Geister, Dämonen – Phantasmen

Geister, Dämonen – Phantasmen

Eine Kulturgeschichte

Christa Agnes Tuczay

Marix Verlag
252 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, 12,5 x 20 cm.

EAN: 978-3-7374-0972-8

In vielen Kulturen und Religionen ist bis in die Gegenwart der Glaube an Geister und Dämonen präsent. Ob als Poltergeister, als namenlose Wesen aus alten Zeiten, die wegen bestimmter Vergehen als Geister ihr Dasein fristen müssen, oder als verstorbene Familienmitglieder, die ihre Nachkommen entweder durch ihre Anwesenheit schützen oder heimsuchen – unzählige Geistererscheinungen haben auch in der Gegenwart ihren festen Platz im Alltagsleben vieler Menschen. Ebenso verhält es sich mit Dämonen, die häufig mit Besessenheit und (religiöser) Austreibung unter größten körperlichen und seelischen Qualen in Verbindung gebracht werden. Christa Agnes Tuczay entwirft eine ausführliche Kulturgeschichte der Geister- und Dämonengestalten von der Antike bis zur Gegenwart. Den Schwerpunkt bilden dabei Geister- und Dämonenvorstellungen in den drei monotheistischen Religionen Judentum, Islam und Christentum.

Autorenporträt:

Christa Agnes Tuczay

Christa Agnes Tuczay hat in Wien Germanistik und Pädagogik, Philosophie und Psychologie studiert. Im Anschluss an die Promotion in 1981 war sie Mitarbeiterin bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Nach diversen Forschungsaufenthalten, u.a. in London und Irland, nahm sie einen Lehrauftrag an der Universität Wien im Institut für Germanistik an. Von 2002 bis 2006 war sie als Verlagslektorin tätig. Von 2006 bis 2010 arbeitete sie an Projekten zur mittelhochdeutschen Erzählliteratur und zur Faszination des Okkulten und schloss ihre Habilitationsschrift Ekstase im Kontext ab. Bis heute liegen die Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Publikationen in den Bereichen Mittelalterrezeption, Erzählforschung und Kulturkunde.