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Unionsverlag

Rieterstr. 18
CH - 8027 Zürich

Programm

Ein Lied für Dulce

Sylvain Prudhomme

Ein Lied für Dulce

Roman

Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer

Erstauflage: 20.2.2017
Roman
Hardcover, 224 Seiten
ISBN-13: 978-3-293-00514-3

Couto, einst Gitarrist der legendären Band Super Mama Djombo, schlägt sich mehr schlecht als recht in Guinea-Bissau durchs Leben. Da erfährt er eines Morgens vom Tod seiner ersten großen Liebe Dulce, der Sängerin der Band. Aufgewühlt zieht er durch die Straßen, von Bar zu Bar, von Freund zu Freund. Dreißig Jahre Erinnerung ziehen an ihm vorüber: Bilder der Geliebten, triumphale Konzerte rund um die Welt, Tragödien des Befreiungskampfes.

Die Stadt steht unter Hochspannung. Alle erwarten den drohenden Putsch der Generäle. Da beschließen die Musikerkollegen, ein Konzert für die verstorbene Sängerin zu geben. Als sich der Abend über die Stadt legt, scheint sich zunächst niemand an die Hits der ehemals berühmten Band zu erinnern. Bereits hört man die ersten Schüsse. Der Staatsstreich beginnt. Aber auch das Konzert im Chiringuitó …

Auszeichnungen für diesen Roman:
Grand Prix des Lectrices de ELLE 2015
Prix littéraire Georges-Brassens
Prix littéraire de la Porte Dorée

Stimmen:
»Das Panorama einer legendären Band, eines gescheiterten Staates und die Geschichte einer großen Liebe. Ein wunderbares Buch mit poetischer Strahlkraft.«
Heinz Gorr, BR 2, München Online einsehen

»Lesetrunken torkelt man schnurgeradeaus durch eine Geschichte, die zwar weit weg angesiedelt ist und doch so nah für Herzklopfen sorgt.«
Karsten Koblo, aus-erlesen.de

»Prudhommes Sprache ist mitreißend. Und dann wieder sensibel beobachtend, melancholisch. Dass die Nachricht vom Tod dieser schönen Frau und Künstlerin den Roman eröffnet und bis zur letzten Seite bestimmt, mag der Autor als Kunstgriff bezeichnen. Dass es ein glücklicher Einfall sei, könnte man als Leser hinzufügen und dabei mutmaßen, ob nicht doch auch ein Geheimnis dahintersteckt – etwas, das dem Roman aus verborgener Tiefe heraus eine existenzielle Spannung gibt, die sich über Guinea Bissau hinaus weitet bis nach Paris, bis überall dorthin, wo jemand sich dieses Buch zu Herzen nimmt.«
Irmtraud Gutschke, Neues Deutschland, Berlin

»Ein großartiger Roman, der sich abwechselnd mit Fiktion und Wirklichkeit verbindet.«
Rolf und Inge Ständeke, Echo Nord

»Eines hat dieser Roman gewiss mit der wirklichen Sängerin von Super Mama Djombo gemeinsam: Die überwältigende Kraft der Stimme, die mit all ihrer Schönheit einen der poetischsten Texte dieses Jahres durchflutet.«
Le Monde, Paris

»Man kennt diese ›page turner‹, in die man sich vergräbt, die man in einem Zug verschlingt. Aber man sollte ein neues Wort erfinden für jene Bücher, die man mit erhobenem Haupt, mit Glück und Begeisterung liest. Dieser berückende Roman ist so ein Fall. Er ist eine großartige Ode an die Musik, die Liebe, die Brüderlichkeit.«
L’Express, Paris

»In diesem berückenden, melancholischen und magnetischen Roman verweben sich Fiktion und Wirklichkeit. Wir folgen Couto durch die Straßen von Bissau, wo der drohende Staatsstreich unmittelbar bevorsteht. Und gleichzeitig folgen wir der Spur seiner Erinnerungen, seiner Trauer über den Tod Dulces und der kollektiven Erinnerung des Landes seit der Unabhängigkeit.«
Télérama, Paris

»Dieser großartige, mehrfach ausgezeichnete Roman erzählt die Geschichte einer legendären Band von Guinea-Bissau. Es geht aber auch um die Erinnerungen und Gefühle von desillusionierten Helden einer vergangenen Epoche, die sich an ihre heroischen Zeiten klammern.«
Radio France International, Paris

»Dieses Werk nimmt uns mit zu einem fernen Ort, wo wir uns fremd fühlen und gleichzeitig verzaubert. Ein wahrhaftiges und poetisches Buch.«
Vanille Leclerc

Die Erstgeborenen

Giselher W. Hoffmann

Die Erstgeborenen

Taschenbuch
Broschiert
UT 626
504 Seiten
ISBN 978-3-293-20626-7

Der alte Ecksteen, Betreiber eines kleinen Kramladens in einem trostlosen Ort in Namibia, hat seinen alten Traum, in der Kalahari Diamanten zu finden, nie aufgegeben. Er verkauft alles, was er hat, und baut mitten in der Wüste eine Farm – mit Frau und Sohn und dem Wanderer Hott’nott, der ihm den Weg zum Reichtum, zu den »steinernen Tränen« eines uralten Volkes zeigen soll. Als eine Sippe der Gwi, der »Erstgeborenen«, wie sich die Buschmänner und Buschfrauen nennen, auf der Suche nach Nahrung an der Farm vorbeizieht, kommt es zu einer unheilvollen Begegnung, die nicht nur für die Naturmenschen tödlich endet.

Stimmen:

Auch wer sich nie mit der traurigen Geschichte der letzten afrikanischen Urvölker befasst hat, wird mit diesem Roman auf unterhaltsame und spannende Weise an ein Problem herangeführt, das sich nur auf eine Weise lösen wir.
Reutlinger General-Anzeiger,

Ein auch durch die bildhafte Sprache der Buschmänner unterhaltsamer Roman, der es versteht, seine Botschaft ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln.
Abendzeitung, München,

Man merkt es, der Autor kennt das Land und die Kultur in- und auswendig. Der frühere Berufsjäger hatte intensiven Kontakt mit den Buschmännern und zeigt in diesem Roman, wie das Aufeinandertreffen von Völkern für so manche Lebensform das Ende bedeuten kann.
Urs H. Aerni, Bote vom Untersee, 11.06.2002

Wie Spreu im Wind

Maryse Condé

Wie Spreu im Wind

Roman
Aus dem Französischen von Uli Wittmann

Götter, Helden, Glaubenskrieg und Zerfall – der Roman des alten Mali



Taschenbuch
Broschiert
UT 629
576 Seiten
ISBN 978-3-293-20629-8

Im Jahr 1861 nimmt die muslimische Armee von El-Hadj Omar die Stadt Segu ein. Die Bewohner müssen nun dem »einzigen wahren Gott« huldigen, die animistischen Traditionen werden unterdrückt. Zur gleichen Zeit dringt von Westen die Kolonialmacht Frankreich mit einem Söldnerheer immer weiter ins Innere Afrikas vor, die Christianisierung beginnt. Wie schon ihre Väter werden die Traorés Opfer der Wirren und der Machtkämpfe ihrer Zeit, geraten sie und ihre Frauen in verschiedene religiöse und politische Lager. Mit der alten Ordnung zerbricht auch die Familie.

In ihrem historischen Roman aus dem alten Afrika erzählt Maryse Condé von Segu, der einst mächtigen Stadt der Bambara am Niger, und vom Schicksal der Familie Traoré. Noch einmal beschwört sie jene prächtige, geheimnisvolle Welt herauf, die in Afrika untergegangen ist.

Namibia fürs Handgepäck

Namibia fürs Handgepäck

Geschichten und Berichte - Ein Kulturkompass

Ein Abstecher in ewige Sonne und berückende Natur: Blicke auf ein Land im Umbruch

Taschenbuch
Hg. von Hans-Ulrich Stauffer
192 Seiten

Gerhard Seyfried kartografiert das Land
Giselher W. Hoffmann sieht die Kalahari glühen
Dag Henrichsen nimmt an einer Herrensafari teil
Margie Orford fahndet in Walvis Bay nach einem Mörder
André Brink findet in der Wüste einen Menschen
Vinnia Ndadi bestreikt eine Fischfabrik
Ernst Rudolf Scherz entdeckt imposante Felsmalereien
Meshack Asare erzählt von den ersten Menschen Namibias
Georg Brunold weiß um die deutschen Hinterlassenschaften
Hans Schinz überlebt im Wüstensturm
Carmen Rohrbach findet wilde Tiere und Pflanzen
Helmut Sydow handelt mit Diamanten
Wilhelm Mattenklodt ist Teil der Schutztruppe
Dies und vieles mehr über Namibia ...

Rezensionen
»Hat man zur Vorbereitung auf seine Namibia-Reise den ›Lonely Planet‹ und den ›Iwanowsky‹ durchgeackert, die Route festgelegt und das Kartenmaterial mit Distanzen und Sehenswürdigkeiten bekrizelt, bietet sich zur entspannteren Einstimmung auf Land und Leute noch die kleine Anthologie ›Namibia fürs Handgepäck‹ an. Hier findet man keine Reisetipps mehr, sondern kurze Auszüge aus literarischen Werken von der kolonialen Vergangenheit bis heute. So verschieden die Autoren, so mannigfaltig ihre Geschichten. Die Schriftsteller unter den 18 ausgewählten Autoren lassen in den Auszügen aus ihren Krimis, historischen Romanen oder Erzählungen ihrer Phantasie zum Teil viel freien Lauf. Die Biologen, Ethnologen und Geologen dagegen halten sich eher an Fakten, und die Zeitzeugen berichten in sehr persönlichen Beiträgen über ihr Leben als Schutztruppler, Kontraktarbeiter in Fischfabriken oder als deutsche Deserteure in der Wüste. Mit jeder Seite, die man wendet, dreht sich auch das namibische Kaleidoskop ein wenig, und dieselben Steinchen ergeben wieder ein ganz anderes Bild. Wer also für die langen namibischen Abende - dunkel wird es das ganze Jahr ungefähr um 19 Uhr - literarisch vorsorgen will, kann wunderbar in diesem Handbuch schmökern und wird sicher fündig.«
Lucie Paska Neue Zürcher Zeitung 23.11.2012

»Eine Lektüre, die eine Mischung aus Reiseführer, Geschichtsbuch und Roman darstellt und sich bestens eignet um einen ersten Eindruck von den Menschen und ihrem Leben in Namibia und der Geschichte des Landes zu vermitteln.«
Cecilia Crome Afrika Süd Bonn 08.09.2012

Segu

Maryse Condé

Segu

Eine opulente Familiensaga zur Zeit des malischen Reichs

Taschenbuch
Roman
Aus dem Französischen von Uli Wittmann
UT 587
640 Seiten


Blüte und Untergang der mächtigen Stadt Segu am Niger sind eng verknüpft mit dem Schicksal Dusika Traorés, Oberhaupt einer wohlhabenden Familie und ein Vertrauter des Königs. Es sind Zeiten des Umbruchs: Der Islam dringt in Afrika immer weiter vor, christliche Missionare und europäische Kolonisatoren kommen ins Land, der Sklavenhandel blüht. Dusikas Familie aber verliert immer mehr an Einfluss, bis sie schließlich auseinanderbricht. Maryse Condé hat die faszinierende Geschichte einer versunkenen Welt geschrieben. Sie erzählt von Kriegern und religiösen Eiferern, von Händlern und Bauern, von Eroberern und Sklaven und immer wieder auch vom Schicksal der Frauen.

Rezensionen
»Der bedeutendste Roman über das schwarze Afrika seit Langem.«
The New York Times

»Maryse Condé erzählt mit aller Drastik des realistischen Romans von einer afrikanischen Stadt in einer bestimmten Epoche, von den Zusammenstößen zwischen den diversen Kulturen, Riten, Sprachen und natürlich zwischen Frauen und Männern, vom Alltagsleben. Dabei breitet sie vermeintlich Exotisches aus - Speisen, Namen, Kulte, Künste, die Natur, die Polygamie oder die Art, Kinder zu gebären und aufzuziehen, zum Beispiel -, aber so selbstverständlich, dass nach einem kurzen Gewöhnungsmoment kein Zweifel bleibt: Das hier ist eine universale Erzählung über die Unfähigkeit der Menschheit zum Frieden. Wenn man diese gut 600 Seiten hinreißender, üppiger Prosa liest, die ein Vierteljahrhundert alt ist und im Mali vor 150 Jahre endet, rückt einem sehr nahe, was für ein Krieg dort zurzeit tobt. Im wunderschönen Mali von heute, das tolle Fußballer exportiert, ohne dessen grandiose Musiker die Weltmusik nicht denkbar ist und das gerade terrorisiert wird von islamistischen Fanatikern, denen alles Sinnenfreudige, alle Vielfalt des Lebens als ausrottungswürdige Sünde gilt.«
Pieke Biermann Deutschlandradio Köln 27.11.2012

»Weitmaschig, lebendig und kraftvoll kann Maryse Condé Menschen und Situationen schildern.«
Joseph Hanimann Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In diesem Roman kommt die afrikanische Perspektive zum Tragen, und das ist die wahre Stärke dieses Buchs.«
Boomtron

Die Spur des Bienenfressers

Nii Parkes

Die Spur des Bienenfressers


Taschenbuch
Roman
Aus dem Englischen von Uta Goridis
UT metro 564
224 Seiten

ISBN 978-3-293-20564-2


»Eine glänzende Mixtur aus afrikanischer Kultur, westlicher Wissenschaft, mystischem Zauber und schalkhaftem Humor.« The Bookbag

Sonokrom, ein Dorf im Hinterland Ghanas, hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. Hier spricht man noch die Sprache des Waldes, trinkt aphrodisierenden Palmwein und wandelt mit den Geistern der Vorfahren. Doch eine verstörende Entdeckung und das gleichzeitige Verschwinden eines Dorfbewohners stören die ländliche Ruhe.
Wäre nicht die Geliebte des Ministers in den Fall verwickelt, wäre er schon längst ad acta gelegt worden. Der Städter Kayo, Gerichtsmediziner und Anhänger wissenschaftlicher Vernunft, wird mit der Aufklärung beauftragt – schwierig für jemanden, der nicht unbedingt an Übersinnliches glaubt und zugleich von seinem Vorgesetzten an der kurzen Leine gehalten wird. Als die Situation immer unfassbarer wird, müssen Kayo und seine Ermittler einsehen, dass westliche Logik und politische Bürokratie ihre Grenzen haben.

Rezensionen
»Die afrikanische Hermeneutik überrascht und offenbart ein verblüffend sanftes Gerechtigkeitsdenken, das wohl Gesetz und Moral kennt, aber keine andere staatliche Gewalt als die der Dorfgemeinschaft. Ein geistvoller und amüsanter Krimi, der wie nebenbei die These widerlegt, dass Kriminalliteratur und westlich-moderne Rechtsstaatlichkeit sich gegenseitig bedingen.«
Tobias Gohlis Die Zeit Hamburg 09.09.2010 (Rezension zu Englische Broschur )

»Nii Parkes stellt die alte Krimi-Formel "Wer hat's getan?" auf den Kopf. "Was ist gestorben?" lautet die Frage hier, und Parkes konfrontiert seinen Helden mit einer Welt, in der Wissenschaft korrumpierbar und Wunderbares möglich erscheint. Kayo soll einen Tatverlauf konstruieren, der mit den gesicherten Beweismitteln übereinstimmt, doch beim Palmweintrinken mit den Dörflern erfährt er eine Geschichte, die die Herkunft des Dings in der Hütte auf fantastische Weise erklärt.«
Ulrich Baron Der Spiegel Hamburg 18.08.2010 (Rezension zu Englische Broschur )

»Ein Buch, das mitten ins Herz des tropischen Regenwaldes von Ghana führt. Dabei beschleicht den Leser zwar manches Mal das Gefühl, er habe sich heillos im Gestrüpp von Diesseits und Jenseits, von archaischer Stammeskultur und städtischer Moderne, von Bürokratie, Korruption und Naturverbundenheit verirrt. Doch immer wenn die Spur endgültig verloren scheint, taucht auf der nächsten Seite eine Lichtung auf, die einen diesen ghanaische Krimi nicht mehr aus der Hand legen lässt. Der perfekte Roman, um auf dem Sommerbalkon in die so fremde wie faszinierende Welt Afrikas einzutauchen.«
Ania Mauruschat Bayerischer Rundfunk 2 München 09.04.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Parkes, der in zwei Welten aufwuchs - in England und Ghana - versucht auch literarisch den Spagat zwischen dem kleinräumigen Dorfleben und der Anonymität der Großstadt aufzuzeigen. Wählt er für seine Erzählungen aus dem Leben des Jägers und seiner Nachbarn noch eine sanfte, poetische Atmosphäre, gewinnt seine Stimme beim Lesen von der Welt des Gerichtsmediziners Kayo etwas Undurchdringliches, wird fast selbst so hart wie das Leben in der Stadt.«
Ines Maria Eckermann Ruhr Nachrichten 07.04.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Der Leser findet sich dank des Pfades, auf dem ihn die vertraute Denkweise Kajos leitet, im Dickicht von Wunder- und Geisterglauben gut zurecht. Mit Kajo lässt er sich auf einen Lernprozess ein und rückt ziemlich schnell ab von der Erwartung, die Lösung eines Kriminalfalles präsentiert zu bekommen. Er kommt ins Grübeln: Versteht man das Leben nicht tatsächlich besser, wenn man nicht an absolute Wahrheiten glaubt? Parkes beschreibt die Orte und Menschen mit eindringlichen Bildern, und an die fremden Namen gewöhnt man sich schnell. Ghana, dem Leser bisher ein unbeschriebenes Blatt, gewinnt durch diesen Roman Konturen.«
Sabine Grimkowski SWR2 04.03.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Parkes komponiert ›Die Spur des Bienenfressers‹, in dramatischer Verdichtung in ein Zeitraster von sieben Wochentagen eingepasst, als Partitur aus wechselnden Stimmen, als Kaleidoskop aus wechselnden Perspektiven und sich verschränkenden Zeiten. Er treibt in seinem bemerkenswerten Romandebüt ein durchtriebenes Spiel mit den Genre-Elementen des Kriminal- und Detektivromans. ›Die Spur des Bienenfressers‹ verzweigt sich in einem Labyrinth aus Verdacht und Vermutung, aus Ahnung und Albtraum. Und auch Kayo dämmert allmählich, dass es absolute Wahrheiten nicht gibt und nicht geben kann. Am Ende weiß dieser scheiternde Ermittler immerhin dies: Eine unbekannte Größe gab es immer.«
Hartmut Buchholz Badische Zeitung 04.02.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Die Regeln der Vernunft gelten überall. Aber manchmal finden wir uns in einer Welt wieder, in der auch die Regeln des Glaubens ganz gut zu funktionieren scheinen. Nii Parkes zeigt mit seinem exzellenten Afrika-Krimi, wie sich aus dieser Koexistenz des Unvereinbaren Kapital schlagen lässt. Kayo, urbaner Gerichtsmediziner, stösst in Sonokrom auf eine Enklave des alten Wunderglaubens, in der die Zufriedenheit der Ahnengeister wichtiger ist als alles, was eine brutale Polizei an Repressionen androhen kann. Ein Ort, an dem weder amerikanischer Asphaltdschungel-Slang noch europäischer Betroffenheitsschwatz als Beschreibungsmittel tauglich sind. Seine Beschreibungen der Verhältnisse sind frisch, originell und flexibel. Man könnte hier nicht treiben, was allzu oft möglich scheint; einen Absatz herausnehmen und in den Krimi nebenan flicken, ohne dass es weiter auffiele.«
Thomas Klingenmaier Tages Anzeiger Zürich 11.01.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Der Autor versteht es mit seiner originellen Mischung aus mystischem Zauber und komischem Humor, fern westlich geprägter Ratio-Krimis die Fremdheit und Atmosphäre des Erzählten sinnhaft zu machen. Eine reizvolle Lektüre, allen Büchereien sehr empfohlen.«
Günther Freund Buchprofile/Medienprofile Bonn 01.01.2011 (Rezension zu Englische Broschur )

»Parkes schreibt voller Humor und voller Liebe für seine Figuren und für die eigenwilligen Charaktere einer archaisch anmutenden Welt. Dabei entwickelt er seine Geschichte dramaturgisch geschickt, beschleunigt sie bis in ein vergnügliches und dabei doch auch weises Finale. So kommt ›Die Spur des Bienenfressers‹ flott, unterhaltsam und gewinnend klug daher - einfach bestens nicht nur für ein Romandebüt.«
Manfred Loimeier Mannheimer Morgen 23.12.2010 (Rezension zu Englische Broschur )

»Das städtische, postkoloniale Ghana beschreibt Parkes, wenn der Gerichtsmediziner auf dem Laptop dreidimensionale Modelle des Tatorts entwirft. Das ländliche, ausserkoloniale zeigt er, wenn der Jäger dem Ermittler zwei Abende lang die Hintergründe des Verbrechens erzählt - in der Dorfbar bei Palmwein. Dieser Perspektivenwechsel ist einer der Reize des Krimis.«
Raphael Zehnder Wochenzeitung WOZ Zürich 02.12.2010 (Rezension zu Englische Broschur )

Sag allen, es wird gut!

Sefi Atta

Sag allen, es wird gut!

Taschenbuch
Roman
Aus dem Englischen von Sigrid Groß
UT 514
352 Seiten

ISBN 978-3-293-20514-7


»Tom Sawyer trifft auf Jane Eyre – ein authentischer, geistreicher Entwicklungsroman.« Observer Magazine

Enitan ist elf, als sie zum ersten Mal auf Sheri trifft. Sheri, frech und ziemlich frühreif, gefällt ihr auf Anhieb. Obwohl beide Mädchen der oberen Mittelschicht in Lagos angehören,könnten ihre Familien kaum unterschiedlicher sein. Enitans Vater ist ein angesehener Rechtsanwalt, der für Meinungsfreiheit kämpft und seine Tochter zu einer emanzipierten Frau erzieht. Sheris Vater, ein wohlhabender Muslim, hat zwei Ehefrauen und frönt den angenehmen Seiten des Lebens.
Die Mädchen schlagen sehr verschiedene Wege ein. Enitan wird Rechtsanwältin und kämpft für ihre Unabhängigkeit, die attraktive Sheri lebt als Mätresse eines alten Generals im Luxus, bis sie ihn eines Tages mit einem Kochtopf zu Boden schlägt …



Rezensionen

»Eingezwängt in Traditionen und Rollenklischees schälen sich Enitan und Sheri langsam, jede auf ihre Weise, mit Witz und Wut aus den Zwangsjacken.«
Südwestrundfunk SWR

»Ein Buch, das mitten ins Herz trifft.«
Arno Widmann Neue Zürcher Zeitung

Jive Talker

Samson Kambalu

Jive Talker

Broschur
Aus dem Englischen von Marlies Ruß
UT 532
352 Seiten
ISBN 978-3-293-20532-1


»Eine mitreißende Reise ins warme, traurige, witzige, chaotische, schrullige und weise Innere Afrikas.« Marina Lewycka, The Sunday Telegraph

Sein Name bedeutet »Don’t worry be happy«. Ist das der Grund, weshalb der kleine Samson in einer Welt, wo hinter jeder Ecke Mambas, Malaria und Misere lauern, zu einem Teenager heranwächst, der Michael Jacksons Moonwalk perfekt beherrscht, Nietzsche mit Vorliebe auf dem Klo liest und sich mit zwölf seine eigene Religion ausdenkt? Oder liegt es an seinem unverbesserlichen Vater, dem Jive Talker? Der muss zwar seinen Traum, ein richtiger Doktor zu werden, gegen eine Anstellung als Hilfsarzt und eine immer größer werdende Familie eintauschen, seinem Sprössling impft er aber einen nie versiegenden Optimismus und den Drang zum Philosophieren ein.
»Jive Talker« ist die sprühende Lebensgeschichte eines Jungen, der in Malawi aufwächst und auszieht, Künstler zu werden. Mit seiner Leidenschaft für die Sprache und einem irrwitzigen Humor bewältigt er Höhen und Tiefen und beschert uns einen rasanten autobiografischen Roman.



Rezensionen

»So jung und optimistisch wie in diesem Buch klingen Stimmen aus Afrika selten. Rasend komisch in vielen Kinderszenen, jäh ins Tragische wechselnd, wenn es um Gewalt geht und Krankheit, um den Aids-Tod seiner Mutter geht. Kambalu sprüht vor Wortwitz, und selbst Tränen sind hier Tropfen, in denen sich die Welt widerspiegelt.«
Ulrich Baron Der Spiegel / Spiegel online Hamburg 03.03.2010 (Rezension zu Hardcover )

»Jive Talker ist eines der feinsinnigsten und witzigsten Bücher der letzten Jahre. Es zeugt von Kreativität Kambalus, seiner besonderen Weisheit, und einem irrwitzigen Humor, mit dem man Höhen und Tiefen bewältigen kann. Ein kluger, eleganter und ungewöhnlicher autobiographischer Roman, der erfrischend anders als die üblichen Klischees afrikanische Kindheitserinnerungen erzählt.«
afroport.de Deutschland 02.08.2011 (Rezension zu Hardcover )

»Wer das authentische Afrika kennenlernen möchte, kommt hier ganz auf seine Kosten.«
Dietmar Adam Buchprofile Bonn/München 11.08.2010 (Rezension zu Hardcover )

»Ein Buch wie eine Achterbahn: rasant, komisch, tragisch, frisch.«
Corina Freudiger Züritipp - Das Ausgehmagazin für Zürich 15.07.2010 (Rezension zu Hardcover )

»Der Vater ist Arzt, Alkoholiker und Philosoph. Die Kinder sind bettelarm und essen auch mal Hundefutter. Mit Ironie und gegen jedes Klischee erzählt der 30-jährige Konzeptkünstler, wie er zwischen Masken, Diktatur und Missionaren aufwuchs und die Welt eroberte.«
01.07.10 Frizz - Das Magazin für Frankfurt & Vordertaunus (Rezension zu Hardcover )

»Kambalu berichtet mit einer großen Ausdruckskraft, einer wunderbaren, teils skurrilen Sprache und einer überbordenden Fabulierkunst. Der Autor erzählt erstaunlich lakonisch und mit entwaffnendem Witz - selbst die tragischsten Momente oder die unappetitlichsten Szenen.«
Thomas Völkner Hamburger Lokalradio 06.06.2010 (Rezension zu Hardcover )

»Der Werdegang des Autors und Konzeptkünstlers ist nur ein Erzählstrang dieses so reichen, kunstvoll gebauten, vielgestaltigen und wunderbar übersetzten Buches. Es beleuchtet auch den historisch-politischen Hintergrund. Kambalu beschreibt mit Übermut und Präzision, Sarkasmus und Phantasie.«
Renate Wiggershaus Neue Zürcher Zeitung 18.05.2010 (Rezension zu Hardcover

»Ein vor Humor und Weisheit sprühendes Debüt.«
Lisa Ndokwu www.afrikanet.info Wien 10.05.2010 (Rezension zu Hardcover )
»›Jive Talker‹ hätte ein furchtbar deprimierendes Buch werden können. Man hätte es ihm nicht einmal verübelt. Stattdessen amüsiert man sich, ganz nach dem Willen des Autors, 340 Seiten lang königlich. ›Ich will ja nicht sagen, ich hätte eine schlechte Erfahrung geliebt! Aber ich wollte sehen, ob man das Negative beschreiben und trotzdem auf der positiven Seiten bleiben kann. Ich wollte die ‹Erfahrung Afrika› tanzen, durch Gut und Schlecht tanzen‹, sagt Kambalu und bricht in ein ansteckendes Kichern aus. ›Jive Talker‹ ist eine fesselnde Erfahrung, weil es Kambalu gelingt, das Groteske und Absurde darzustellen, das menschlichen Widersprüchen und Ambivalenzen innewohnt. Das Buch ist warmherzig in seiner schonungslosen Offenheit.«
Silvano Cerutti Kulturagenda Bern 13.05.2010 (Rezension zu Hardcover )

»Mit seinem sprühenden Humor und seiner Leidenschaft für die Sprache schafft es Samson Kambalu, seine Lebensgeschichte als rasante Achterbahnfahrt zwischen dem harten Daseinskampf und seiner künstlerischen Entwicklung darzustellen.«
Birgit Koß Deutschlandradio Kultur Berlin 28.04.2010 (Rezension zu Hardcover )

Südafrika fürs Handgepäck

Südafrika fürs Handgepäck

Geschichten und Berichte - Ein Kulturkompass

Taschenbuch
192 Seiten
ISBN 978-3-293-207707




Nadine Gordimer flieht durch den Krüger-Park

Deon Meyer klärt einen Mordfall auf

Nelson Mandela spielt Dame als Häftling auf Robben Island

Sarah Lotz beherbergt in ihrem Hostel Fußballfans

André Brink beobachtet ein sinnliches Feuerwerk

Thomas Mofolo kämpft mit einem Löwen

Henrietta Rose-Innes besichtigt vergessene Orte

William Bloke Modisane trauert um Sophiatown

Jonny Steinberg porträtiert einen Township-Polizisten

Anne Landsman erforscht unheimliche Höhlen

Zakes Mda begegnet einem Wal

Ivan Vladislavic stürzt sich in eine Schneeballschlacht in Johannesburg

James Matthews betritt den verbotenen Spielplatz

Breyten Breytenbach kennt die Sonderheiten Montagus

Dies und vieles mehr über Südafrika …

Stimmen:

»Land und Leute werden porträtiert, wobei die bewegte Geschichte des Landes immer mit hineinspielt. Auch die großartige Landschaft kommt nicht zu kurz. Mit dem literarisch bunten Band hat man eine gute Hilfe, um nicht die Orientierung zu verlieren.«
Mannheimer Morgen

Die Madonna von Excelsior

Zakes Mda

Die Madonna von Excelsior

Taschenbuch
Roman
Aus dem Englischen von Peter Torberg
UT 398
320 Seiten
ISBN 978-3-293-20398-3

»Mdas faszinierende Erzählkunst zeigt die Macht der Vergangenheit in der Gegenwart.« Nadine Gordimer





Im Herzen der südafrikanischen Provinz Free State liegt das Burenstädtchen Excelsior. Strenge Rassentrennungsgesetze sichern die Vorherrschaft der weißen Minderheit. Kein Gesetz kann jedoch verhindern, dass einige Honoratioren die Lust am Verbotenen packt: Heimlich treffen sich der Bürgermeister, der Pfarrer, der Metzger, der Polizist mit jungen schwarzen Frauen in einer Scheune. Als die Frauen eine nach der anderen ein hellhäutiges Kind zur Welt bringen, fliegt die Sache auf und die verschlafene Kleinstadt gerät ins Scheinwerferlicht der Weltöffentlichkeit.
Ein Vierteljahrhundert später ist das Apartheidregime Vergangenheit. Der Autor Zakes Mda, vor kurzem aus dem Exil zurückgekehrt, macht sich in Excelsior auf die Suche nach den Beteiligten und ihren Geheimnissen. Im Zentrum stand damals die junge Schwarze Niki mit ihren beiden Kindern, eines von einem schwarzen Vater, das andere von einem Weißen. Mda erzählt ihre Geschichte – es ist gleichzeitig die Geschichte seines Landes.



Rezensionen

»Wie ein Maler, der seinen Pinsel schwingt, so farbenfroh zeichnet der südafrikanische Autor Zakes Mda die Geschichte des kleinen Städtchens Excelsior während und nach der Apartheid. Humor, Lebendigkeit und viele bunte Farben zeichnen diesen Roman aus, der die LeserInnen fesslend in seinen Bann reißt.«
Ruth Papacek Südwind Magazin Wien 02.02.2008 (Rezension zu Hardcover )

»Beim Zeichnen dieser Gesellschaftsbilder fährt Mda mit seinem distanziert-involvierten Erzähler die Ernte nach Hause und liefert einen Einblick, wie er aufschlussreicher (und auch ironischer) kaum sein könnte.«
Daniel J. Gall Titel-Magazin Hamburg/Karlsruhe/Osnabrück 05.08.2006 (Rezension zu Hardcover )

»Ein Lesegenuss, der seinen Lesern gleichzeitig 30 Jahre der Geschichte Südafrikas vor Augen führt, in all ihrer Zwiespältigkeit, doch voller Hoffnung.«
Regina Riepe EINS Entwicklungspolitik Frankfurt 15.03.2006 (Rezension zu Hardcover )

»Traurig und zugleich lustig, spannend und tragisch ist das, manchmal überdeutlich und grausam, dann wieder fast romantisch verzerrt.«
Anke Breitmaier Rheinische Post Düsseldorf 09.03.2006 (Rezension zu Hardcover )

»Zakes Mda hält den Leser mit einer raffiniert einfachen bildkräftigen Sprache und Handlung so geschickt bei der Stange, dass man von den Abgründen, die sich hinter all der Buntheit auftun, immer weider überrascht wird.«
Ingo Anhenn Interkultur Stuttgart 15.02.2006 (Rezension zu Hardcover )

»›Die Madonna von Excelsior‹ bedient sich eines faszinierenden Gestaltungsprinzips. Fast alle 35 Abschnitte beginnen mit der Wiedergabe von Bildern. Eben dies hat Mda zum Rhythmus und Atem seines Buches gemacht: Bilder von glühender Farbigkeit und mit mehr oder weniger christlicher Staffage in südafrikanischer Landschaft werden zu Eingangstoren in die Wirren, die Unberechenbarkeit und den Überraschungsreichtum des Lebens im zerfallenden Apartheidstaat.«
Renate Wiggershaus Neue Zürcher Zeitung 14.02.2006 (Rezension zu Hardcover )
»Der Roman gehört mit seiner Betonung des Künstlerischen, etwa der poetischen, zuweilen auch witzigen Sprache zu den wichtigsten Werken der heutigen Literatur Südafrikas.«
Heinz Hug Der Landbote Winterthur 25.01.2006 (Rezension zu Hardcover )

»In kurzen wuchtigen Sätzen entwirft Zakes Mda einen Mikrokosmos, in dem noch während der Zeit der Apartheid die Gesetze der Rassentrennung außer Kraft gesetzt sind, zumindest partiell. Unentwegt geschieht Verbotenes in der Kleinstadt Excelsior, vermischen sich Schwarz und Weiß. Es entsteht ein fesselndes Sittengemälde, das von der Zeit der Apartheid hinüberreicht in eine neue Zeit, in der Töchter und Söhne der Schwarzen erstmals am Tisch des Gemeinderats Platz nehmen.«
Chrismon Frankfurt 01.01.2006 (Rezension zu Hardcover )

»Eine fesselnde Geschichte, die immer wieder unerwartete Wendungen nimmt. Wenn man bisher nur weiße südafrikanische Schriftsteller und Schriftstellerinnen gelesen hat, dann ist jetzt vielleicht Zeit, den schwarzen Autor Zakes Mda kennen zu lernen.«
Dr. Rosemarie Altenhofer Hessischer Rundfunk Frankfurt 21.12.2005 (Rezension zu Hardcover )

»Obwohl der Roman das triste Kapitel der Rassentrennung und die Schwierigkeiten des politischen Wandels in Südafrika zum Thema hat, ist der Erzählton ironisch, versöhnlich und um Gerechtigkeit für alle Handelnden bemüht. Ein packender Roman mit kuriosen Details. Sehr empfehlenswert.«
Fritz Popp Oesterreichisches Bibliothekswerk Salzburg 01.12.2005 (Rezension zu Hardcover )

Der Walrufer

Zakes Mda

Der Walrufer

Broschur
Roman
Aus dem Englischen von Peter Torberg
UT 448
288 Seiten
ISBN 978-3-293-20448-5

»Das ewige Dreieck: Mann, Frau und Wal. Aber ich verrate Ihnen was: Ich mache da nicht mit. Der Fisch muss weg. Ha!«





Hermanus an der südafrikanischen Küste ist die Welthauptstadt der Wale. Jedes Jahr strömen Scharen von Touristen in die kleine Stadt, um die Glattwale zu beobachten, die die Wintermonate in der warmen Bucht verbringen.
Der Walrufer will mit dem ganzen Rummel und der Geschäftemacherei des neuen Südafrikas nichts zu tun haben. Er lebt als Eigenbrötler abseits in einer Hütte, und wenn er eine gewisse Melodie auf seinem Horn anstimmt, kann er die Wale zu sich locken – besonders Sharisha, das Glattwalweibchen. Der Walrufer ist überzeugt, dass Sharisha seine Liebe erwidert, wenn sie zu den Tönen aus seinem Horn im Wasser tanzt. Während er den Wal umwirbt, wird er selbst von Saluni umworben, einer Frau, die in roten Stöckelschuhen durch die Kneipen von Hermanus zieht und so leichtsinnig ist wie der Walrufer vorsichtig. Saluni stellt sein Leben auf den Kopf und ist nicht gewillt, das Dreiecksverhältnis zwischen Mann, Frau und Wal zu akzeptieren.



Rezensionen

»Eine Dreiecksbeziehung zwischen Wal, Mann und Frau - Mdas Buch steckt voller poetischer, magischer Momente, erzählt aber auch von der Realität des modernen Südafrika, wo manche Menschen in Nobelrestaurants sitzen, andere dagegen sich nur ›mit den Augen satt essen‹ können. In diesem Südafrika sind Wale Objekte, nützliche Tourismusmagneten, die Liebe zu einem Wal hat keine Chance.«
Regina Riepe Afrika - Didact Haan 30.08.2009 (Rezension zu Hardcover )

»Ein ruhiger und trauriger, aber sehr schöner Roman. Er erzählt nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, sondern ein modernes afrikanisches Märchen, in dem der Leser auch einiges über das neue Südafrika lernt.«
Simone Utler AP Associated Press Frankfurt am Main 29.08.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Beim ›Walrufer‹ ist der reale Anknüpfungspunkt der Ort Hermanus an der Südspitze Südafrikas mit seinem wohlorganisierten Waltourismus. Die Hautfarbe der Menschen - in der ›Madonna‹ ein zentrales Thema - wird im ›Walrufer‹ nicht ein einziges Mal erwähnt. Gemeinsam ist beiden Werken die mythologische Komponente sowie die innere Stärke in der äusseren Armut der Protagonisten. Wir warten gespannt auf weitere Werke des Autors und ihre Übersetzungen.«
Jürgen Küssow Radio Transglobal Hamburg 07.07.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Eine wundersame, bizarre, humorvolle und romantische Geschichte.«
Frank Räther Kölner Stadt-Anzeiger 01.07.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Das Buch ist tiefgründig und verwirrend und erzählt die Dreiecksbeziehung zwischen einem der eindrucksvollsten Meerestiere, einem Mann und einer Frau. Zakes Mda, ein bekannter südafrikanischer Romancier, lädt den Leser auf eine fantasievolle Reise in sein Heimatland ein.«
Leslie A. Seipp Deutscher Entwicklungsdienst-Brief Bonn Heft 3.2007 (Rezension zu Hardcover )

»In einfacher, aber präziser, eindringlicher Sprache erzählt Mda eine ruhige Geschichte mit mythologischem Kolorit, die gerade durch ihre ursprüngliche, allgemein menschliche Dimension und durch ihre formale Schlichtheit fasziniert. Ein Buch, das seine Leser und Leserinnen nicht mehr loslässt, bis zur dramatischen Auflösung des Konflikts.«
Literaturnachrichten/Afrika, Asien, Lateinamerika Frankfurt/Main 01.03.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Das Buch ist voller poetischer, magischer Momente, erzählt aber auch von der Realität des modernen Südafrika, wo manche Menschen in Nobelrestaurants sitzen, andere dagegen sich nur ›mit den Augen satt essen‹ und vom Oberkellner verjagt werden. In diesem Südafrika sind Wale Objekte, nützliche Tourismusmagneten, die Liebe zu einem Wal hat keine Chance.«
Regina Riepe eins/Entwicklungspolitik. Information Nord-Süd Frankfurt/Main 01.03.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Mit viel Sinn fürs Groteske und sardonischem Humor schildert Zakes Mda dramatische Eifersuchtsszenen, etwa eine derb-komische zwischen den beiden ungleichen weiblichen Wesen, denen der Walrufer gleichermaßen zugetan ist.«
Renate Wiggershaus Neue Zürcher Zeitung 08.02.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Mda vermittelt in diesem Roman mit einer knappen, präzisen Sprache, dass die wesentlichen Dinge des Lebens Bestand haben über die menschlichen Irrungen hinweg. Sei es Apartheid, ANC-Regierung oder ein neues Tourismusprogramm – Tand ist das Gebilde von Menschenhand, und allein die Liebe zählt.«
Manfred Loimeier Stuttgarter Zeitung 19.01.2007 (Rezension zu Hardcover )

»Ein ruhiger und trauriger, aber sehr schöner Roman. Er erzählt nicht nur eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, sondern ein modernes afrikanisches Märchen, in dem der Leser auch einiges über das neue Südafrika lernt.«
Simone Utler Associated Press Nachrichtenagentur Frankfurt/Main 02.01.2007 (Rezension zu Hardcover )

Geboren mit Sand in den Augen

Mano Dayak

Geboren mit Sand in den Augen


Taschenbuch
In Zusammenarbeit mit Louis Valentin. Aus dem Französischen von Sigrid Köppen
UT 543
224 Seiten
ISBN 978-3-293-20543-7

Die Autobiografie des Führers der Tuareg-Rebellen

Das bewegte, viel zu kurze Leben des Anführers der Tuareg. »Die Tuareg und die Wüste haben nicht nur einen Sohn verloren, sondern auch ihren größten Anwalt.« Mohamed Akotey

»Jedes Mal, wenn ich der Wüste gegenüberstehe, führt sie mich auf die erregende Reise in mein eigenes Ich, in dem wehmütige Erinnerungen, Befürchtungen und Hoffnungen des Lebens miteinander streiten. Wer in der Wüste überleben will, muss sie verstehen, ihr zuhören. Denn sie wird immer stärker sein als der Mensch. Man muss, um hier zu leben, ebensoviel Bescheidenheit wie Mut aufbringen. Die Wüste scheint ihrem Bewohner ewig, und sie schenkt diese Ewigkeit dem Menschen, der sich ihr verbunden fühlt.« Mano Dayak

Die Zivilisation, Mutter!

Driss Chraïbi

Die Zivilisation, Mutter!

Taschenbuch
Aus dem Französischen von Helgard Rost. Nachwort von Khálid Durán
UT 463
192 Seiten
ISBN 978-3-293-20463-8


»Eine charmante und verschmitzte Hommage der Söhne an die Mütter.« Basler Zeitung





Der zärtlich und augenzwinkernd geschilderte Weg dieser marokkanischen Mutter führt aus einer vorindustriellen Welt mitten in die Turbulenzen dieses Jahrhunderts. Mit dreizehn Jahren hat man sie verheiratet, seither führt sie, trotz funkensprühender Lebenskraft, ein eingeschlossenes Dasein hinter den Mauern ihres Hauses. Ihr magisches Denken bemächtigt sich der neuen Dinge, die in ihren Lebenskreis eindringen: Im Radio sieht sie Zauberei am Werk, trägt Gefechte aus gegen Bügeleisen, Kochherd, Telefon und andere Segnungen der Zivilisation. Und dann der große Einschnitt: Nach zwanzig Jahren begibt sie sich zum erstenmal wieder auf die Straße. Zuerst zaghaft, dann immer selbstbewusster erobert sie sich die bis dahin unbekannte Welt, den Markt, die Natur, die Politik. Mit ihrer archaischen Wahrhaftigkeit stellt sie, die Lernende, ihre Umwelt auf die Probe. Ohne es zu wollen, wird sie eine Symbolgestalt, sammelt sich eine Bewegung marokkanischer Frauen um sie.



Rezensionen

»Die Geschichte, möchte man sagen, ist fast zu schön, um wahr zu sein. Doch darin könnte gerade ihre Wahrheit liegen.«
Neue Zürcher Zeitung (Rezension zu Taschenbuch)

»Es sind wunderbar humorvolle Szenen, in denen der marokkanische Autor Driss Chraibi vom Einzug der westlichen Moderne in sein Heimatland erzählt.«
Kersten Knipp Deutschlandfunk Köln 04.02.2010 (Rezension zu Taschenbuch)

»Chraibi beschreibt das auf eine zarte naive, humorvolle Art und Weise, ein bisschen wie ein modernes Märchen aus 1001 Nacht, in dem wir uns wohl alle wieder finden - und unsere (Ur-)Großeltern und Eltern. ›Die Zivilisation, Mutter!‹ ist nicht nur eine poetische Studie über den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt, sondern auch über das, was wir beim Fortschreiten hinter uns gelassen haben.«
Werner Schuster www.eselsohren.at Wien 09.11.2009 (Rezension zu Taschenbuch)

»Ein herrliches Buch, das sehr liebevoll und amüsant aus der Sicht eines Sohnes die Entwicklung der Mutter beschreibt.«
Contacts (Rezension zu Taschenbuch)

»Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an die unterdrückten marokkanischen Frauen und eine Lektüre, die für ein paar Stunden gehaltvolle Unterhaltung bietet.«
Druck (Rezension zu Taschenbuch)