Programm

Universitätsverlag Winter

Dossenheimer Landstraße 13
69121 Heidelberg

Sphinx aus Papier

Estelmann, Frank

Sphinx aus Papier

Ägypten im französischen Reisebericht von der Aufklärung bis zum Symbolismus

2006. VIII, 447 Seiten

Gebunden

ISBN 3-8253-5213-7
Sphinx aus Papier analysiert das Ineinandergreifen von Reise, reiseliterarischer Praxis und der Imaginationsgeschichte Ägyptens in Frankreich von Pierre Belon du Mons bis zu Pierre Loti. Im Zentrum der themen- und gattungsgeschichtlich argumentierenden Studie steht die späte Aufklärung als Scharnierperiode von humanistischem und modernem Ägyptenreisebericht und das mit dem Ägyptenfeldzug Bonapartes beginnende 19. Jahrhundert. Einzelne Kapitel widmen sich der Entstehung und Verbreitung des Ägyptenreiseberichts in Frankreich bis zur Französischen Revolution, Vivant Denons Bericht vom Ägyptenfeldzug Bonapartes, den akademischen Ägyptenreiseberichten zwischen Empire und Julimonarchie und der uneinheitlichen Entwicklung der pittoresk-romantischen Ästhetik bis hin zur ‚Epochenschwelle’ 1848. Ausführlich behandelt werden außerdem die postromantischen Exotismen und medialen Neuorientierungen bei Nerval und Du Camp, die Bedeutung des Sueskanals für französische Reisende zwischen 1855 und 1879 und die symbolistisch geprägte Fin de siècle-Mode des Berichts von Oberägyptenreisen.

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Fragen an die Sphinx

Malinowski, Bernadette
Wesche, Jörg
Wohlleben, Doren (Hg.)

Fragen an die Sphinx

Kulturhermeneutik einer Chimäre zwischen Mythos und Wissenschaft
2011. 292 Seiten, 37 Abbildungen

Gebunden
ISBN 978-3-8253-5886-0
,Sphinx‘, ein Mischwesen zwischen Mensch und Tier, versinnbildlicht wie kaum ein anderes Fabelwesen die Chancen und Gefahren menschlicher Grenzüberschreitung. Die Faszinationskraft dieser fast fünftausend Jahre alten Chimäre oszilliert zwischen Diesseits und Jenseits, Eros und Thanatos, Intellekt und Einbildungskraft, verführerischer Kunst und vernichtender Gewalt. Die Sphinx-Figur in ihren künstlerisch-literarischen Metamorphosen, ihren metasymbolischen und metamythologischen Implikationen auszuleuchten und in ihrem ästhetischen, epistemologischen und ethischen Provokationspotential zu entdecken, setzt sich der Band zum Ziel. Dabei wird der Sphinx-Mythos als kulturhermeneutisches Modell erstmals in seiner komparatistisch-interdisziplinären Breite erschlossen (u.a. mit Beiträgen aus der Ägyptologie, Literatur- und Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychiatrie).

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Die griechischen Ostraka

Die griechischen Ostraka der Heidelberger Papyrus-Sammlung

Bearb. v.: Charikleia Armoni, James M S Cowey, Dieter Hagedorn, Wolfgang Habermann

ISBN: 978-3-8253-5087-1

Leinen, 514 Seiten

Der Band enthält die Editionen (einschließlich einiger Neueditionen) bzw. Beschreibungen aller 525 in der Heidelberger Papyrus-Sammlung aufbewahrten, griechisch beschrifteten Ostraka. Die Texte stammen fast alle aus Oberägypten und zumeist (über 450) aus der Zeit, in der Ägypten römische Provinz war; nur wenige Stücke sind in ptolemäischer oder spätantiker Zeit entstanden. Es handelt sich im wesentlichen um Quittungen für Steuern und andere Abgaben in Geld oder Naturalien, Aufstellungen und Abrechnungen über Geld und Feldfrüchte, Namenlisten usw. sowie einige Briefe. Bemerkenswert ist, daß mehrere kleine Privatarchive einfacher Leute enthalten sind. Alle Texte werden - soweit möglich - mit einer Transkription des griechischen Texts, Kommentar und Übersetzung ediert und sind von Abbildungen begleitet. Den Abschluß bildet ein detailliertes Wort- und Sachregister. Mit dem Band liegt die umfangreichste Ostraka-Publikation aus jüngerer Zeit vor; er stellt der Geschichtswissenschaft, zumal der antiken Wirtschaftsgeschichte, wertvolles Quellenmaterial bereit, ist aber auch für andere Disziplinen wie etwa die Klassische Philologie von Interesse.

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Altägyptische Totenliturgien / Band 4

Altägyptische Totenliturgien / Band 4:
Die Klagelieder von Isis und Nephthys in Texten der Griechisch-Römischen Zeit

Jan Assmann (Hg.), Andrea Kucharek

Leinen, 831 Seiten

Osiris fiel als König Ägyptens einem Mordanschlag seines Bruders Seth zum Opfer. Seiner Schwester und Gattin Isis, unterstützt von der gemeinsamen Schwester Nephthys, gelang es, ihn so weit ins Leben zurückzurufen, daß der gemeinsame Sohn Horus gezeugt werden konnte. Horus rächte seinen Vater und trat dessen irdische Nachfolge an, während Osiris als Herrscher über das Jenseits ins Totenreich einging.

Dieser Prozeß wird in den Klageliedern von Isis und Nephthys aus dem Osiriskult rituell nachvollzogen und aktualisiert. Schauplatz des Geschehens ist meist die Balsamierungshalle, der Ort, an dem der Leichnam die als Restitution ausgedeutete Mumifizierung erfährt und vor einem „zweiten Tod“, der endgültigen Vernichtung, bewahrt wird.

Ausgangspunkt der Studie sind sechs Klagelieder unterschiedlichen Umfangs, die vor allem aus der ptolemäischen Epoche Ägyptens (332-30 v.Chr.) überliefert sind. Sie werden hier erstmals in ihrer Gesamtheit in Übersetzung und ausführlicher Kommentierung vorgelegt.

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Die Badischen Grabungen in Qarâra und El-Hibeh

Die Badischen Grabungen in Qarâra und El-Hibeh 1913 und 1914

Wissenschaftsgeschichtliche und papyrologische Beiträge (P.HEID. X)
Wolfgang Habermann (Hg.)

Mitarbeit v. (als Hg.): Elke Fuchs
Beitr. v.: James M.S. Cowey, Demokritos Kaltsas, Thomas Kruse, Clemens Kuhs, Fritz Mitthof, Fabian Reiter, Georg Schmelz, Renate Ziegler

1. Auflage, 2014 (9 Tafeln, 54 Abbildungen)
449 Seiten

Der wissenschaftsgeschichtlich ausgerichtete Band beschäftigt sich mit den von der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Freiburger Wissenschaftlichen Gesellschaft in den Jahren 1913 und 1914 im mittelägyptischen Qarâra und el-Hibeh organisierten und finanzierten ‚Badischen Grabungen‘. Grabungstagebücher, Fotos, Fundjournal sowie ausführlicher Schriftverkehr, Akten und Berichte erlauben einen seltenen und spannenden Einblick in Vorbereitung und Durchführung der Grabungen, beteiligte Institutionen und Personen sowie Verteilung und Verwahrung der Fundgegenstände.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung des Fundguts ist durch ein umfangreiches Schrifttum in einer Auswahlbibliographie dokumentiert. Insbesondere die in der Heidelberger Papyrussammlung aufbewahrten griechischen, demotischen und koptischen Papyri aus der Region, die vom 6.Jh. v.Chr. bis in das 7./8.Jh. n.Chr. reichen, haben besonderes Interesse hervorgerufen; ihre Bearbeitung wird in einem Editionsteil fortgesetzt.

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Altägyptische Totenliturgien / Band 3

Altägyptische Totenliturgien / Band 3:

Osirisliturgien in Papyri der Spätzeit

Jan Assmann

Mitarbeit v.: Martin Bommas, Andrea Kucharek

1. Auflage, 2008
564 Seiten, Leinen

Altägyptische Totenliturgien sind kultische Rezitationen, die an Verstorbene gerichtet sind und ihren Status als „verklärte Ahnengeister“ im Sinne einer performativen Beschreibung bewirken sollen. Diese Texte geben uns den ausführlichsten Einblick in die Riten und die Vorstellungswelt der altägyptischen Totenreligion. Der vorliegende Band enthält Totenliturgien aus spätzeitlichen Ritualpapyri des Osiriskultes, die z. T. bis auf die Pyramidentexte des Alten Reichs zurückgehen.

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Altägyptische Totenliturgien / Band 2

Altägyptische Totenliturgien / Band 2:
Totenliturgien und Totensprüche in Grabinschriften des Neuen Reiches

Jan Assmann

Bearb. v.: Martin Bommas, Andrea Kucharek

635 Seiten, Leinen

Mit dem zweiten Band zu den altägyptischen Totenliturgien rücken nun die Grabinschriften aus der Zeit des Neuen Reiches (um 1550–1100 v. Chr.) in das Zentrum der Untersuchungen, die insgesamt einen Zeitraum vom Mittleren Reich (Band I) bis zum Ende der altägyptischen Geschichte (Band III) umfassen. Im Unterschied zu den älteren Texten, deren rituellen Kontext die nächtlichen Stundenwachen in der Balsamierungshalle bildeten, werden die im nun vorliegenden Band vorgestellten Verklärungstexte vom Opferkult im Grab gerahmt und bestimmt.

Das Spektrum erstreckt sich dabei von kurzen Einzelsprüchen über ausführliche Spruchsequenzen bis hin zu der Gattung der 'Harfnerlieder verklärender Form'. Ein weiteres Kapitel gilt den Totenwünschen der Amarnazeit, aus denen hervorgeht, daß es bei dieser monotheistischen Episode nicht nur um ein neues Gottesbild, sondern auch um eine vollkommen neue Vorstellung vom Leben nach dem Tode – im Sinne einer radikalen Verdiesseitigung des Jenseits – ging. Viele dieser neuen Motive kennzeichnen aber die Totenreligion des Neuen Reichs insgesamt, die in den hier vorgelegten Texten erstmals als ein religionsgeschichtliches Phänomen ganz eigener Prägung greifbar wird.

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Altägyptische Totenliturgien / Band 1

Altägyptische Totenliturgien / Band 1:

Totenliturgien in den Sargtexten des Mittleren Reiches

Jan Assmann

Bearb. v.: Martin Bommas

557 Seiten, Leinen

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