Pädagogik | Bildungswesen

South African Schooling: The Enigma of Inequality

Titel: South African Schooling: The Enigma of Inequality
A Study of the Present Situation and Future Possibilities
Urheber: Spaull, Nic / Jansen, Jonathan D.
ISBN-13 978-3-030-18810-8
Verlag: Springer International Publishing
320 Seiten

Erscheinungstermin 16.07.2019


Dieser Abschnitt bringt viele der führenden Bildungsexperten Südafrikas zusammen und deckt das gesamte Spektrum der südafrikanischen Bildung ab: von der Finanzierung und der politischen Reform bis hin zu intensiven Diskussionen über Alphabetisierung, Mathematik, Lehrerentwicklung und Änderung des Lehrplans. Das Buch geht über die historische Analyse hinaus und gibt einen Einblick in die Themen, mit denen südafrikanische Wissenschaftler derzeit zu kämpfen haben: Gibt es unterschiedliche und bevorzugte Gleichgewichte, über die wir noch nicht nachgedacht oder nachgedacht haben, und wenn ja, was sind sie? Wie erreichen wir eine gerechtere Verteilung von Lehrern, Ressourcen und Lernergebnissen in der Praxis? Obwohl diese Fragen eindeutig lokal sind, sind sie in den Entwicklungsländern zu hören.

Südafrika ist heute das ungleichste Land der Welt. Die reichsten 10% der Südafrikaner haben Anspruch auf 65 % ihres Nationaleinkommens und 90 % ihres Nationalvermögens. Dies ist die größte Lücke von 90-10 in der Welt, die sich im Bildungssystem widerspiegelt. Knapp 20 Jahre nach der Rassentrennung werden die Lebenserwartungen der meisten südafrikanischen Kinder noch nicht von ihren Fähigkeiten oder ihrer harten Arbeit und Entschlossenheit bestimmt, aber von der Farbe ihrer Haut, der Herkunftsregion und dem Vermögen ihrer Eltern. Im Rückblick auf fast drei Jahrzehnte der Demokratie in Südafrika ist es dieses fortdauernde Bestehen von Unterschieden und Beharrungsmustern, das der Erklärung, der Rechtfertigung und der Auswertung bedarf.

Titel: Higher Education in Ethiopia
Structural Inequalities and Policy Responses
Urheber: Molla, Tebeje
ISBN-13 978-981-13-5684-1
Verlag: Springer Singapore
198 Seiten

Erscheinungstermin 30.01.2019

Dieses Buch konzentriert sich auf die Hochschulbildung in Äthiopien und analysiert die anhaltenden Ungleichheiten und politischen Reaktionen im Lichte der umfassenden Erweiterung und Reform des Systems in den letzten Jahren. Anhand empirischer Daten aus Interviews, Policy Reviews und Fokusgruppendiskussionen werden die Faktoren struktureller Ungleichheit erläutert, die von neoliberalen politischen Orientierungen über repressive Gender-Kultur bis hin zu geopolitischer Peripherie reichen.
Im Gegensatz zu konventionellen Studien, die Politik als Antwort auf soziale Probleme sehen, zeigt das Buch in kritischer Perspektive die konstitutive Rolle der Politik und erklärt, wie die Darstellung des Problems der sozialen Ungleichheit die Errungenschaften der Gleichstellungspolitik im äthiopischen Hochschulsystem untergräbt. Das Buch problematisiert nicht nur die Formulierung des Problems der Ungleichheit im System, sondern skizziert auch Strategien für die Gestaltung transformativer Eigenkapitalinstrumente. Das Buch erklärt die strukturellen Faktoren Ungleichheit und Gerechtigkeitsleistungen und kombiniert produktiv soziologische Konzepte mit historischen Berichten und Einblicken in die politische Ökonomie.
Angesichts des wachsenden wirtschaftlichen Optimismus im Zusammenhang mit der Hochschulbildung in Subsahara-Afrika und der neoliberalen Ideale, die einem Großteil der Umstrukturierung des Systems in der Region zugrunde liegen, ist dies ein zeitgemäßer und wichtiger Beitrag, der die Auswirkungen und Folgen solcher Veränderungen für die soziale Gerechtigkeit aufzeigt. Es liefert neue Erzählungen über weitgehend vernachlässigte Fälle qualitativer Ungleichheit und ist damit ein wertvolles Lesematerial für Studierende und Forscher in den Bereichen äthiopische Bildungspolitik, internationale und vergleichende Bildung und internationale Entwicklung.