Glombiewski, Gerhard

Indigenes Wohnen und Leben in den nördlichen Savannen Afrikas
Ein bilderreicher systematischer Überblick

Gerhard Glombiewski
Wissenschaftliche Arbeiten

Paperback
Seitenanzahl: 188
ISBN: 978-3-7482-5137-8
Größe: 19,0 cm x 27,0 cm
Erscheinungsdatum: 02.04.2019
Erschienen bei: tredition GmbH

Inhalt:
Die Fremdheit der Formen, die sinnvolle Anpassung an die ökologischen Gegebenheiten und die unglaubliche Variationsbreite von Wohnen und Leben in den nördlichen Savannen Afrikas haben mich schon früh in meinem Studium fasziniert. Als Geograph ging ich zunächst daran, die Fülle an Formen zu erfassen, zu ordnen und letztlich zu benennen. Vertiefende Betrachtungen zur Familienstruktur, zu Religion und Tradition, zu Landbau und Viehzucht kamen erst im Laufe der späteren Jahre dazu. Diese Erweiterung barg aber auch die latente Gefahr in sich, das Thema unübersichtlich werden zu lassen. Immerhin stellen die nördlichen Savannen eine Region dar, in der viele Ethnien mit unterschiedlichen Religionen (Ahnenkult – Islam) und andersartiger Lebensweise (Bauern – Viehzüchter) aufeinander trafen und sich nicht nur gegenseitig positiv beeinflussten, sondern auch zur Veränderung und sogar zum Verschwinden von kulturellen Eigenheiten autochthoner Völker führten. Auch die Kolonialzeit hat tiefe Spuren hinterlassen. Vielfach sind indigene Stämme mit autochthoner Lebensweise nur noch in Rückzugsgebieten, wie z. B. in Bergregionen, zu finden.

Heute kommen weitere gravierende Einflüsse dazu, wie die stete Landflucht der männlichen Bevölkerung, der vermehrte Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, die Überschwemmung mit westlicher Überschussware und die Globalisierung des Handels. Die ökologisch angepasste Subsistenzwirtschaft weicht mehr und mehr einer marktorientierten Wirtschaftsweise. Die Variabilität der Kulturen wird dadurch vielfach zugunsten zweckmäßiger Uniformität verdrängt. So schrieb WITTEK 2013 (Kulturkonflikte VIII, deutschlandfunk.de) dazu: „In vielen afrikanischen Ländern gibt es im Zuge westlicher Modernisierung keine Sensibilität mehr für den Reichtum der ureigenen Kultur. Damit stirbt auch eine Wurzel der modernen, zivilisierten schwarzafrikanischen Kultur. Denn Wissen, Riten und Traditionen gehen Stück für Stück verloren.“


Zum Video als Buch-Trailer: https://youtu.be/BgCDEeRm2lo

Autorenporträt:

Gerhard Glombiewski

Als Lehrer an einem Gymnasium in Dortmund habe ich insbesondere Biologie und Geographie unterrichtet. Die Zeit nach meiner Pensionierung sah ich als Chance an, meinen Horizont zu erweitern und neue Dinge kennenzulernen und auszuprobieren. Meine Neugier führte mich zunächst zurück zu den Wurzeln meiner Familie im Ermland/Ostpreußen und damit zur Familienforschung. Nach zahlreichen Veröffentlichungen und einigen Büchern zum Heimatort meiner Großeltern gründete ich ein Genealogieforum zu den Kreisen Allenstein, Heilsberg, Rössel und Braunsberg im Ermland. Die zeitaufwendige Administration habe ich aber schließlich auf Drängen meiner Familie aufgegeben. Die folgenden Jahre waren geprägt durch gemeinsame intensive Arbeit im Garten und am großen Teich. Der Garten entwickelte sich so gut, dass wir ihn lange Zeit für interessierte Besucher aus ganz NRW und darüber hinaus öffneten.
Ein einschneidendes Ereignis in der Familie brachte mich wieder zurück zu meiner Abschlussarbeit im Studium. Diese Arbeit über indigene Siedlungen in Afrika entstand in einer Zeit, in der es kein jederzeit verfügbares Internet gab. Das notwendige Buchmaterial musste teilweise langwierig per Fernleihe aus dem Ausland bestellt werden. Es gab kein bequemes Schreiben am PC mit automatischer Kontrolle der Rechtschreibung, sondern nur mühseliges Eintippen in die Schreibmaschine mit Stapeln an Blaupapier und viel Korrekturweiß. Bilder und Zeichnungen mussten abfotografiert oder auf Transparentpapier abgezeichnet werden. Das dadurch entstandene Buch war grafisch wenig überzeugend. Ich entschloss mich daher, dieses Thema gründlich zu überarbeiten, mit den Mitteln der heutigen Zeit aufzubereiten und zu veröffentlichen. Nur so kann auch ich etwas dazu beitragen, dass faszinierende Traditionen indigener Völker nicht zu schnell in Vergessenheit geraten.