Neuerscheinungen 2024



Sabine Schorleme


Die panafrikanische „Charter for African Cultural Renaissance“


Eine postkoloniale Agenda für das Kulturerbe Afrikas und für Restitutionen


Erscheinungsdatum: 13.05.2024



In diesem Werk liegt der Fokus auf der Bewahrung kulturellen Erbes und der Rückführungspolitik innerhalb des panafrikanischen Rechtsdokuments, bekannt als die Charta für die Kulturelle Renaissance Afrikas. 


Die Verfasserin, die den Lehrstuhl der UNESCO für Internationale Beziehungen innehat und stellvertretende Vorsitzende des Beirats des Afrikanischen Instituts für Internationales Recht (AIIL) ist, erörtert eingehend die vielschichtige Relevanz dieses Dokuments und untersucht spezifisch die Beteiligung der Afrikanischen Union, der UNESCO und europäischer Museen bei der Restitution von Kulturobjekten aus der Kolonialzeit. 


Es wird dargelegt, wie sich die globale Debatte in Richtung einer proaktiven Förderung von Verständigungs- und Rückführungsinitiativen verschiebt.


Adelheid Garg


Die Grenze als Ort der Verbindung


Über afrikanische Philosophie und europäische Aufklärung


Erscheinungsdatum 01.05.2024


Heutzutage erweitern Denker und Denkerinnen mit afrikanischen Wurzeln in einer kritischen Betrachtung des Erbes vor der Kolonialzeit und des europäischen Vermächtnisses durch eine neue Interpretation der subjektorientierten, paradigmatisch einwandfreien Vernunft (nach Immanuel Kant) ihren Horizont in Bezug auf Identitäten an der Schnittstelle zu verknüpften Lebenserfahrungen, wie im Konzept des Offenen Wohnens von Achille Mbembe dargelegt. 


Wilhelm von Humboldt stellte sich, inspiriert von den Idealen der Aufklärung, ein Gegenüber vor, das in einem Raum, geformt durch das gemeinschaftliche Wirken, nicht mehr als ein Anderer betrachtet wird. Adelheid Gargs Werk setzt sich für den spielenden Menschen ein, der durch Vernunft und Mitgefühl in der Lage ist, seine eigene Einzigartigkeit jenseits der Selbstbezogenheit zu entfalten. 


Adelheid Garg, promovierte Politologin, Philosophin und Kulturpsychologin von der Ludwig-Maximilians-Universität München, hat sich sowohl in ihrer wissenschaftlichen Arbeit in Forschung und Lehre über Afrika als auch in ihrer praktischen Arbeit als Delegierte des Roten Kreuzes auf dem afrikanischen Kontinent engagiert und das ARIDELA-Institut für interkulturelle Kooperation ins Leben gerufen und geführt.


Die neu verfasste Einführung und die anschließende Übersetzung eröffnen uns die beeindruckende Lebensgeschichte Olaudah Equianos auf eine klare und einfühlsame Weise. Insbesondere durch die Einordnung innerhalb der religiösen und politischen Strömungen des 18. Jahrhunderts erschließt sich ihre Bedeutung für das heutige 21. Jahrhundert. 


Ein unverzichtbares Werk!» (Professorin Heinrike Lähnemann, Leitung des Lehrstuhls für Mittelalterliche Deutsche Literatur und Linguistik an der Universität Oxford)«Hans Hahn hat mit seiner Übersetzung und dem Vorwort einen wesentlichen Beitrag zur deutschen Auseinandersetzung mit dem Rassismus gegenüber Menschen nicht-weißer Hautfarbe geleistet, welche unerlässlich ist, um dem von dem martinikanischen Dichter Aimé Césaire beschriebenen Zustand entgegenzuwirken, in dem Hitler nicht wegen seines Verbrechens gegen die Menschlichkeit, sondern nur wegen seines Verbrechens gegen den weißen Menschen verurteilt wird.» (Gilbert Achcar, Professor für Entwicklungsstudien und Internationale Beziehungen an der SOAS Universität von London).


Diese Übertragung basiert auf der zweiten Ausgabe von Olaudah Equianos Selbstbiografie aus dem Jahr 1789. Equiano gehörte zu den ersten Afrikanern, die eigenhändig über ihre Lebenserfahrungen berichteten - sowohl während seiner Zeit in der Sklaverei als auch später als ein freier Mann, der sich entscheidend gegen den Sklavenhandel einsetzte.


 In dem Buch findet sich eine ausgiebige Einführung, die einen Überblick über die Sklaverei und den Sklavenhandel vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart bietet. Zusätzlich werden Erklärungen gegeben, die nicht nur das Verständnis des Werkes vereinfachen, sondern auch Einblicke in die Literatur und philosophischen Diskussionen der Epoche über Sklaverei und Rassentheorien gewähren. 


Die deutsche Fassung bemüht sich, den ursprünglichen Stil Equianos aus dem 18. Jahrhundert so treu wie möglich wiederzugeben. Dem Haupttext sind Fußnoten beigefügt, die Kommentare sowohl von Equiano selbst als auch vom Übersetzer enthalten und die zusätzliche Textstellen beleuchten.


rgen Kilian


Des Kaisers Gouverneure


Sozialprofil, Deutungsmuster und Praktiken einer kolonialen Positionselite, 1885-1914


Erscheinungsdatum: 01.03.2024


In ihrer Rolle als kaiserliche Vertreter leiteten die Gouverneure die administrativen Systeme in den afrikanischen und ozeanischen Kolonien. Ihre Funktion war entscheidend für die Festigung der Macht Europas sowie für die Umsetzung der imperialen Strategien.


 Im Zuge einer kollektiven Biografie widmet sich Jürgen Kilian dem Leben und Wirken von 25 solcher Amtsträger. Er analysiert, wie ihre Prägungen im deutschen Kaiserreich ihre Wahrnehmungsmuster und ihren Umgang mit den geografischen und sozialen Gegebenheiten in den Kolonien beeinflussten, sowie die Vielfalt ihrer Regierungsmethoden im Rahmen der kolonialen Staatsführung, was einen außergewöhnlichen Einblick in die Spitzenklasse der deutschen Kolonialherrschaft gewährt.


Von Mai 1904 bis zum November 1905 leitete Generalleutnant Lothar von Trotha als Oberbefehlshaber die kaiserliche Schutztruppe in Deutsch-Südwestafrika im Konflikt mit den OvaHerero, Nama und Oorlam, und steht unumstritten im Zentrum der Verantwortung für den ersten Völkermord des zwanzigsten Jahrhunderts. 


Die Herausgabe seines schriftlichen Vermächtnisses und der Bildsammlung, beides Schlüsselelemente für das Verständnis dieser historischen Ereignisse, stellt einen längst fälligen Schritt in der Aufarbeitung der Geschehnisse dar, die weit über die akademische Welt hinaus Aufmerksamkeit erfordern und sowohl die breite Gesellschaft, die politischen Kreise als auch die Rechtsprechung herausfordern: den Krieg und Völkermord im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Diese Publikation teilt sich in zwei Bände auf: Der erste Band präsentiert Lothar von Trothas handschriftliches Tagebuch aus seiner Dienstzeit, welches bisher unzugänglich war, zusammen mit einer Vielzahl von Dokumenten aus seinem Nachlass und anderen Quellen.


 Im zweiten Band wird das persönliche Fotoalbum des Generals mit dem Namen "Bilder aus dem Krieg in Südwestafrika von Generalleutnant v. Trotha" vorgestellt, welches von der wissenschaftlichen Gemeinschaft bisher nicht wahrgenommen wurde.




Neuerscheinungen 2023





Hrsg.: Paulin Ismard


Welten der Sklaverei



Eine vergleichende Geschichte



Erscheinungsdatum: 01.12.2023


Versklavung stellt ein weltweites Phänomen dar, das bis in die heutige Zeit Auswirkungen hat und dessen umfangreiche Geschichte, eng verflochten mit der des Kolonialismus, noch lange nicht vollständig aufgedeckt ist. Durch die Initiative von Paulin Ismard wurden erhebliche Fortschritte gemacht, da er es geschafft hat, über 50 Forscher aus den Bereichen Geschichte und Soziologie aus weit mehr als 15 verschiedenen Nationen zu vereinen, um gemeinsam das erste ganzheitliche Werk zu diesem Thema zu erstellen.


 Die grausame Unterdrückung und Ausnutzung einiger Menschen durch andere zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Menschheit und hat bis in die Gegenwart Bestand. Die Forschungsgruppe widmet sich der Erforschung der Sklaverei: von ihren frühesten Anfängen in der Menschheitsgeschichte, ihrer festen Etablierung in den großen antiken Kulturen, über die Entwicklung des Sklavenhandels im antiken Griechenland, der Normalisierung der Sklaverei im antiken Rom, der Haltung der großen Religionen wie dem Judentum, Christentum und Islam zur Sklaverei, dem allmählichen Wandel von Sklaverei zu anderen Formen der Unterdrückung im europäischen Mittelalter, bis hin zur Wiederbelebung des Sklavenhandels und der Sklaverei durch die europäische Expansion in Asien, Afrika und Amerika sowie dem Höhepunkt des transatlantischen Sklavenhandels bis weit ins 19. Jahrhundert hinein. 


Dabei werden weder die Versklavung in China, Korea noch in der islamischen Welt ausgelassen. Die Forscher untersuchen und vergleichen unterschiedliche Sklavereiformen, die Lebensbedingungen der Sklaven und ihrer Besitzer in verschiedenen Regionen und Epochen, einschließlich wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung, sowie die von staatlichen oder religiösen Institutionen erlassenen Regulierungen. Ebenso betrachten sie Widerstandsformen der Sklaven und die Strategien, diese zu unterdrücken. Immer wieder wird versucht, Sklaverei genau zu definieren, die Unterschiede zu anderen Ausbeutungsformen herauszuarbeiten und festzustellen, dass Rassismus - die Annahme, dass verschiedene Menschengruppen unterschiedlichen Wert haben - ein direktes Ergebnis der Sklaverei ist und dass moderne Sklavereiformen existieren.


Abschließend befassen sie sich mit dem Erbe der transatlantischen Sklaverei, den tiefen Wunden, dem Verlangen nach Rache hier, den Schuldgefühlen dort, einem Vermächtnis, das heutzutage weltweit wieder mehr ins öffentliche Bewusstsein tritt.


Roland Baumhauer


Die Physische Geographie Afrikas


Erscheinungsdatum: 28.11.2023


In diesem Werk wird eine dringend benötigte, moderne und ganzheitliche geografische und geowissenschaftliche Betrachtung wichtiger geologischer und ökologischer Aspekte Afrikas geboten. 


Die Kernthemen umfassen die Beschaffenheit von Steinen, die Gestaltung der Landschaft durch Höhenzüge, das Wettergeschehen, Wasserressourcen, die Bodenbeschaffenheit sowie die Pflanzenwelt. Diese Elemente sind zentral für die Formung der Landschaften an der Oberfläche der Erde und prägen das Wesen, die Arbeitsweise und die Veränderung der natürlichen Umgebung sowie der durch menschliche Eingriffe wie Landbewirtschaftung, Besiedlung, Infrastruktur etc. modifizierten Umgebung. 


Zusätzliche vertiefende Betrachtungen behandeln bedeutende, zeitgenössische ökologische Problemstellungen in Verbindung mit menschlicher Nutzung (etwa Bodenabtragung, Verwüstung), Klimaveränderungen oder stellen geowissenschaftliche Fachtermini vor. Lebendige Farbaufnahmen und fesselnde kartografische Darstellungen illustrieren die dargebotenen Fakten und tragen zu einem verbesserten Verständnis bei. Das Ziel des Buches ist es, dem interessierten Publikum zum einen einen raschen Überblick über die physische Beschaffenheit des Kontinents zu ermöglichen. 


Zum anderen dient es als strukturierte Referenzquelle. Es richtet sich nicht ausschließlich an Studienanfänger relevanter Fachrichtungen, sondern ebenso an eine umfassende Leserschaft, die sich für die ökologischen Aspekte Afrikas interessiert, einschließlich Mitarbeiter in Entwicklungsorganisationen und Fachpersonal im Entwicklungsdienst, die essentielle Einblicke in die physische Geografie des Kontinents benötigen.


Anup Shah,

Fiona Rogers


Face to Face

Mit Menschenaffen


Erscheinungsdatum: 20.09.2023



Große Menschenaffen rühren bei vielen tiefgehende Emotionen, da sie unserer Spezies erstaunlich nahekommen. Ein Blick in ihre Augen offenbart eine unverkennbare Verbundenheit mit unserer eigenen Existenz. Diese tiefen Gefühle vermittelt das opulente Bildwerk "Face to Face" von Anup Shah und Fiona Rogers.


 In diesem präsentieren die talentierten Fotokünstler durch 60 beeindruckende Porträtaufnahmen Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos in intimen Momenten, eingefangen in deren natürlicher Lebenswelt. Die beiden preisgekrönten Tierfotografen verbrachten viele Monate im Dschungel, um mit diesen faszinierenden Wesen eine nahe und vertraute Beziehung einzugehen, was die Grundlage für die Aufnahme dieser persönlichen Tierporträts schuf.


Das luxuriöse Fotobuch bietet darüber hinaus eine Fülle von aufregenden Informationen über die Geschichte hinter den Bildern. Umrahmt von fesselnden Berichten, teilen Anup und Fiona ihre Erfahrungen während ihrer Zeit unter den Großen Menschenaffen. Sie bringen uns die individuellen Persönlichkeiten der fotografierten Tiere näher und gewähren so den Einblick in die verborgene Welt dieser beeindruckenden Spezies.


Jedoch zielen Anup und Fiona nicht nur darauf ab, die Großen Menschenaffen in Szene zu setzen. Ihr Bildband dient als Tribut an den Erhalt dieser Spezies, die global unter der Zerstörung ihrer Lebensräume durch den Menschen leidet und deren Bestände deshalb schwinden. Mit "Face to Face" rufen sie zu einem verstärkten Schutz unserer evolutionären Verwandten auf. Sie streben danach, neue Verbindungswege zwischen Menschen und diesen bemerkenswert vertrauten Kreaturen zu weben, um ihre eigene Begeisterung für diese Tiere zu teilen.


"Face to Face" repräsentiert eine außergewöhnliche Sammlung im Bereich der Tierfotografie und ist damit ein Muss für jeden wahren Enthusiasten dieser Kunstform.


Peter Tichonow. Tribal Art.

Betrachter von afrikanischer Stammeskunst konzentrieren sich oft nur auf den ästhetischen Aspekt der Kunstobjekte. Diese Stücke wurden jedoch nicht nur um der Schönheit willen geschaffen. Sie wurden vielmehr hergestellt, um eine genau definierte Funktion zu erfüllen, die in den Zuständigkeitsbereich von Eliten und Vertretern der Tradition fiel. In der Tat waren afrikanische Handwerker nicht die einzigen, die an der Schaffung dieser komplexen kulturellen und spirituellen Ausdrucksformen beteiligt waren. Auch Ritualmeister, Wahrsager und Heiler waren maßgeblich an diesem Prozess beteiligt. Leider wird diesem Aspekt der afrikanischen Stammeskunst oft wenig Aufmerksamkeit geschenkt.Die materielle Kultur Afrikas ist ein faszinierendes Thema, und seine Kunst ist da keine Ausnahme. Die Herstellung von schwarzafrikanischem Kunsthandwerk ist komplex und erfordert eine genaue Kenntnis der kulturellen und spirituellen Traditionen. Vom kultischen Hintergrund der Masken und Skulpturen bis hin zu zeremoniellen Waffen, Schilden, Schmuck und Gebrauchsgegenständen ist die Kunst Afrikas ein Spiegelbild einer reichen und alten Kultur.


Viele der Exponate stammen aus dem 19. Jahrhundert und zeigen die Meisterschaft schwarzafrikanischer Kunsthandwerker bei der Herstellung von Objekten, die nicht nur schön, sondern auch funktional waren. Dieses Kunsthandwerk wurde bei verschiedenen Zeremonien, Ritualen und im täglichen Leben verwendet und ist somit ein wichtiger Teil der afrikanischen Kultur.


Einer der faszinierendsten Aspekte der afrikanischen Stammeskunst ist die Beteiligung von Ritualmeistern, Wahrsagern und Heilern am Entstehungsprozess. Diese Personen waren mit der kulturellen und spirituellen Bedeutung der von ihnen gefertigten Objekte bestens vertraut. Sie waren in der Lage, den Objekten die nötige Energie und Kraft zu verleihen, damit sie ihre beabsichtigte Funktion erfüllen konnten.


Masken zum Beispiel waren nicht nur Dekorationsobjekte, sondern wurden in verschiedenen Zeremonien als Mittel zur Kommunikation mit den Geistern verwendet. Der Träger der Maske wurde oft von einem Geist besessen und die Maske diente als Übermittler für die Botschaften des Geistes. In ähnlicher Weise waren Skulpturen nicht nur künstlerischer Ausdruck, sondern wurden oft zur Ahnenverehrung oder als Symbole des sozialen Status verwendet.


Zeremonielle Waffen, Schilde und Schmuck wurden ebenfalls für einen bestimmten Zweck hergestellt. Sie wurden in verschiedenen Ritualen und Zeremonien verwendet, entweder als Machtsymbole oder als Opfergaben für die Götter. Gebrauchsgegenstände wie Hocker oder Schüsseln wurden oft im Alltag verwendet, waren aber auch mit komplizierten Mustern versehen, die den Status und den Reichtum des Besitzers widerspiegelten.


Leider ist das alte Handwerk der afrikanischen Stammeskunst in Afrika nicht mehr zu finden. Heute stellen afrikanische Kunsthandwerker eher Objekte für den Tourismusmarkt her als für ihre ursprünglichen kulturellen und spirituellen Zwecke. Dies hat die afrikanische Stammeskunst zwar einem breiteren Publikum zugänglich gemacht, bedeutet aber auch, dass die wahre Bedeutung und der Sinn dieser Objekte oft verloren gehen.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass afrikanische Stammeskunst ein komplexer und vielschichtiger Ausdruck einer reichen und alten Kultur ist. Das Verständnis der kulturellen und spirituellen Bedeutung dieser Objekte ist unerlässlich, um ihre Schönheit und ihren Wert wirklich zu schätzen. Wenn wir die Beteiligung von Ritualmeistern, Wahrsagern und Heilern am Entstehungsprozess anerkennen, können wir die Fähigkeiten und das Wissen, die für die Herstellung dieser Objekte erforderlich sind, besser einschätzen. Auch wenn afrikanische Stammeskunst nicht mehr in Afrika zu finden ist, lebt ihr Erbe in Museen und Privatsammlungen auf der ganzen Welt weiter.


Peter Tikhonov begann in den 1980er Jahren mit dem Aufbau einer Sammlung afrikanischer Kunst. Er fühlte sich von den Geheimnissen und der Schönheit der Objekte angezogen und als er mehr Stücke erwarb, wuchs sein Interesse an der alten afrikanischen Kultur und der kultischen Funktion der Objekte.Tikhonovs Sammlung umfasst ein breites Spektrum afrikanischer Artefakte, von Masken und Skulpturen bis hin zu Textilien und Töpferwaren. Jedes Stück ist eine einzigartige Darstellung einer Kultur, die in der westlichen Welt weitgehend übersehen wurde.


Eines der beeindruckendsten Stücke in Tikhonovs Sammlung ist eine Holzmaske des Dan-Volkes in Liberia. Die Maske weist komplizierte Schnitzereien auf und ist mit Kaurimuscheln und einem Kopfschmuck aus Bast verziert. Das Dan-Volk verwendet Masken wie diese bei Initiationszeremonien, bei denen junge Burschen in das Erwachsenenalter eingeführt werden.


Ein weiteres Highlight der Sammlung von Tichonow ist eine Bronzeskulptur aus dem Königreich Benin. Die Skulptur stellt eine Königinmutter dar, die in der Gesellschaft von Benin als Mutter des Königs eine wichtige Rolle spielte. Die Königinmutter war für viele der Verwaltungsaufgaben des Königreichs verantwortlich und war selbst eine mächtige Figur.


Tichonovs Sammlung umfasst auch Textilien des Asante-Volkes aus Ghana. Die Asante-Weber kreieren komplizierte Muster mit einer Technik, die Kente-Weben genannt wird. Dabei werden Streifen aus farbenfrohem Stoff miteinander verwoben, um ein größeres Stück zu erhalten. Diese Textilien werden oft als zeremonielle Kleidung getragen und sind ein wichtiger Teil der Asante-Kultur.


Als Tikhonovs Sammlung wuchs, interessierte er sich immer mehr für die kulturelle Bedeutung der Objekte. Viele der Stücke in seiner Sammlung wurden bei religiösen Zeremonien verwendet oder hatten eine wichtige Bedeutung in ihrer Gemeinschaft. Tikhonov begann, die Kulturen zu studieren, die diese Objekte geschaffen hatten, und erfuhr mehr über deren Glauben und Praktiken.


Tikhonov hofft, mit seiner Sammlung das Bewusstsein für die reichen kulturellen Traditionen Afrikas zu schärfen. Er glaubt, dass er durch das Teilen dieser Objekte mit der Welt dazu beitragen kann, das Erbe dieser Kulturen zu bewahren und ein größeres Verständnis und eine größere Wertschätzung für ihre Kunst und Bräuche zu fördern.


In den letzten Jahren hat das Interesse an afrikanischer Kunst und Kultur bei Sammlern und Museen zugenommen. Tichonovs Sammlung ist Teil dieses allgemeinen Trends, da sich immer mehr Menschen für die vielfältigen und komplexen Traditionen Afrikas interessieren.


Während Tikhonov seine Sammlung weiter ausbaut, ist er bestrebt, die Integrität und kulturelle Bedeutung der Objekte zu bewahren. Indem er seine Leidenschaft mit anderen teilt, hofft er, eine größere Wertschätzung für die Kunst und Kultur Afrikas zu wecken und ein tieferes Verständnis für die vielfältigen Traditionen zu fördern, die diesen reichen und lebendigen Kontinent ausmachen.



Esepata: Mein Platz ist bei den Massai.   Die wahre Liebes-Geschichte einer deutschen Biologin in Afrika

Die Geschichte von Stephanie Fuchs und Sokoine ist nicht Ihre typische Liebesgeschichte. Stephanie, eine deutsche Umweltschützerin, hat sich entschieden, sich in Sokoine, einen traditionellen Massai, zu verlieben und in einer der patriarchalischsten Kulturen der Welt zu leben.Alles begann auf einer Forschungsreise nach Afrika, wo Stephanie Sokoine kennenlernte. Sie kamen aus zwei verschiedenen Welten, aber ihre gemeinsame Liebe zur Natur und zur Umwelt brachte sie zusammen. Die beiden verliebten sich ineinander, aber es gab Hindernisse, die ihrer Beziehung im Weg standen.


In der Maasai-Kultur ist es nicht üblich, dass eine Frau außerhalb ihres Stammes heiratet, geschweige denn einen Nicht-Maasai-Mann heiratet. Stephanie wusste, dass ihre Liebe auf Widerstand stoßen würde, aber sie war bereit, das Risiko einzugehen.


Schließlich gaben sie ihrer Liebe eine Chance und Stephanie zog nach Tansania in das Dorf von Sokoine. Schon bald stand sie vor großen Herausforderungen, als sie versuchte, ihren Platz in der traditionell lebenden Dorfgemeinschaft zu finden. Das Volk der Massai ist bekannt für seine stark patriarchalische Kultur, in der die Männer die ganze Macht haben und von den Frauen erwartet wird, dass sie sich ihrer Autorität unterordnen.


Stephanies Leben bei den Maasai verlief nicht ohne Rückschläge. Sie wurde bei einem dramatischen Autounfall verletzt, und nach der Geburt ihres Sohnes Yannik erkrankte sie an einer postnatalen Depression. Diese Herausforderungen machten ihre Beziehung nur noch stärker, da sie sie gemeinsam bewältigten.


Das Leben in einer patriarchalischen Kultur war für Stephanie nicht einfach. Sie musste sich mit den Erwartungen, die an sie als Frau gestellt wurden, auseinandersetzen und lernen, ihre eigenen Wünsche mit den traditionellen Rollen und Pflichten einer Massai-Ehefrau in Einklang zu bringen. Aber sie hat ihre eigenen Werte und Überzeugungen nie aus den Augen verloren und unermüdlich daran gearbeitet, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden.


Durch ihre Arbeit als Umweltschützerin konnte Stephanie auch positive Veränderungen in der Massai-Gemeinschaft bewirken. Sie führte nachhaltige Anbaumethoden ein und half, die lokale Tierwelt zu schützen. Ihre Leidenschaft für die Umwelt und ihre Liebe zu Sokoine und ihrer Familie gaben ihr die Kraft, die Herausforderungen zu meistern, mit denen sie konfrontiert war.


Stephanies Geschichte ist eine Geschichte der Liebe, der Beharrlichkeit und der Kraft, seinem Herzen zu folgen. Sie hat sich entschieden, sich in einen Massai zu verlieben und in einer Kultur zu leben, die sich von ihrer eigenen stark unterscheidet. Durch ihre Erfahrungen lernte sie, die Traditionen des Massai-Volkes zu schätzen und zu respektieren und gleichzeitig sich selbst treu zu bleiben. Ihre Geschichte erinnert uns daran, dass die Liebe keine Grenzen kennt und dass die unerwartetsten Beziehungen oft die lohnendsten sein können.



Khalil Diallo


Die Odyssee der Vergessenen



15.03.2023


Die Odyssee der Vergessenen (afrika bewegt)

In einer zunehmend vernetzten Welt ist die Migration zu einem wichtigen Thema geworden, das viele Menschen betrifft, vor allem in den Entwicklungsländern. Khalil Diallos neuester Roman "Illegale Wege nach Europa" erzählt die Geschichte von vier Menschen aus Westafrika, die sich auf der Suche nach einem besseren Leben auf eine gefahrvolle Reise nach Europa begeben. Dieser Roman nimmt den Leser mit auf eine Reise, die die harte Realität des Lebens in Afrika und die Herausforderungen, denen sich viele Migranten auf ihrem Weg nach Europa stellen müssen, erkundet.Der Roman folgt der Geschichte von Sembouyane und seinem Jugendfreund Idy, die mit ihren Mitstreitern aus ihrem Dorf fliehen, nachdem es von Milizen angegriffen wurde. Die Gruppe von Migranten reist durch die Wüste, in der Hoffnung, das Meer zu erreichen und eine Überfahrt nach Europa zu finden. Die Reise ist zermürbend und erbarmungslos, und die Gruppe muss unterwegs zahlreiche Herausforderungen meistern. Sie sind gezwungen, ein tückisches Terrain zu durchqueren, Korruption und Ausbeutung zu begegnen und unvorstellbares Leid zu ertragen.


Trotz der Entbehrungen, denen sie ausgesetzt sind, verlieren Sembouyane und seine Gefährten ihre Träume und Hoffnungen nicht aus den Augen. Der Roman erforscht die Kraft der Hoffnung und die Unverwüstlichkeit im Angesicht des Unglücks. Es ist eine Geschichte über Entschlossenheit und Mut, in der die Figuren dafür kämpfen, ihre Würde zu behaupten und ihr Recht auf ein besseres Leben einzufordern.


Diallos Schreibstil ist poetisch und seine Beschreibungen Afrikas sind lebendig und anschaulich. Er zeichnet ein kompromissloses Bild der Realitäten des 21. Jahrhunderts auf dem Kontinent und hebt die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kämpfe hervor, mit denen viele Afrikaner konfrontiert sind. Der Roman ist ein Kommentar zur globalen Migrationskrise und zu den menschlichen Kosten einer verfehlten Politik und von Systemen, die Ungleichheit und Ungerechtigkeit aufrechterhalten.


"Illegale Wege nach Europa" ist ein zeitgemäßer und zum Nachdenken anregender Roman, der ein kritisches Thema beleuchtet, mit dem unsere Welt heute konfrontiert ist. Er erinnert uns eindringlich daran, dass hinter den Statistiken und Schlagzeilen echte Menschen mit echten Geschichten, Träumen und Hoffnungen stehen. Der Roman fordert uns auf, die Menschlichkeit in denjenigen zu sehen, die gezwungen sind, aus ihrer Heimat zu fliehen, und den Wert von Empathie und Mitgefühl für den Aufbau einer gerechteren und ausgewogeneren Welt zu erkennen.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Illegale Wege nach Europa" ein Muss für jeden ist, der ein tieferes Verständnis für die Komplexität der Migration und ihre Auswirkungen auf Einzelpersonen und Gemeinschaften gewinnen möchte. Es ist ein starkes Zeugnis für die Unverwüstlichkeit des menschlichen Geistes und die Kraft der Hoffnung im Angesicht des Unglücks. Khalil Diallo hat einen fesselnden Roman geschrieben, der bei den Lesern einen bleibenden Eindruck hinterlassen und uns dazu inspirieren wird, uns für eine gerechtere und ausgewogenere Welt einzusetzen.


Der Bayerische Griot: Meine abenteuerliche Reise nach Afrika und zu mir selbst

Seit 1999 ist Tormenta Jobarteh auf einer Reise, die ihn auf fast 1000 Bühnen der Welt geführt hat. Als leidenschaftlicher Weltmusiker und preisgekrönter Geschichtenerzähler hat Tormenta sein Publikum mit seiner einzigartigen Mischung von Talenten und seinen fesselnden Auftritten unterhalten. Und jetzt, im Jahr 2023, wird Tormenta sein Debüt als Buchautor mit seiner inspirierenden Autobiographie LEBE DEINEN TRAUM: Die Reise seines Lebens geben.LEBE DEINEN TRAUM: Die Reise seines Lebens ist nicht Ihre typische Autobiographie. Sie liest sich wie ein spannender Abenteuerroman - fesselnd, atemlos, aufregend und immer mit überraschenden Wendungen. Tormenta verwebt seine vielfältigen Talente in Crossover-Lesungen zum Vergnügen seiner Fans auf der Bühne. Er taucht tief in das Alltagsleben und die universellen Weisheiten fremder Kulturen ein. Er macht sich Freunde über alle Kontinente, Traditionen und Religionen hinweg. Und er lernt fast die ganze Welt kennen.


Auf seiner Reise verwirklicht Tormenta seine Träume, findet seine Bestimmung und lüftet die Geheimnisse des Lebens. Er tut dies mit einem offenen Geist, erstaunt über die Vielfalt und Schönheit der Welt und mit einem unerschütterlichen Vertrauen in das Leben. Tormentas Leben ist ein Beweis dafür, dass alles möglich ist, wenn man den Mut hat, seine Träume zu verfolgen.


LEBE DEINEN TRAUM: Die Reise seines Lebens ist nicht nur eine Autobiographie, sondern ein Ratgeber für jeden, der seinen Träumen folgen will, egal wie groß oder klein sie sind. Tormentas Geschichte erinnert uns daran, dass wir alle die Macht haben, uns das Leben zu erschaffen, das wir uns wünschen, und dass das Universum unendlich gesegnet und reichhaltig ist.


Wenn Sie sich in Ihrem Leben verloren oder festgefahren fühlen oder wenn Sie sich einfach von einer wahren Geschichte über Beharrlichkeit und Entschlossenheit inspirieren lassen möchten, dann ist LEBE DEINEN TRAUM: Die Reise seines Lebens ein Muss. Tormentas Geschichte wird Ihre Leidenschaft für das Leben neu entfachen und Ihnen helfen, sich selbst und Ihre Bestimmung neu zu entdecken. Alles ist möglich, wenn Sie an sich selbst und Ihre Träume glauben.


Begleiten Sie Tormenta Jobarteh im Jahr 2023 auf seiner Reise der Selbstentdeckung und des Abenteuers. LEBE DEINEN TRAUM: The Journey of His Life ist ein Buch, das Ihr Leben für immer verändern wird.







Neuerscheinungen 2022



Buchcover: Merchandise of Power. Der Waffenhandel zwischen Europa und Ostafrika   (1850-1919).

In Merchandise of Power thematisiert Felix Brahm die Entwicklung des Waffenhandels zwischen Ostafrika und Europa in der Zeit von 1850 bis 1919. Der Handel mit Feuerwaffen wächst ab den 1850iger Jahren rasant an. Vorderlader und Pulver werden in den kommenden Jahrzehnten zu den umsatzstärksten Importartikeln Ostafrikas. Diese Entwicklung ist für viele Konfliktfelder zwar nicht ursächlich, leistete ihnen aber Vorschub. Sei es die Militarisierung der Karawanen, die Ausdehnung des Sklavenhandels oder die Zunahme der kommerziellen Elefantenjagd: Waffenhandel und Waffenkontrolle gründen sich auf vorkoloniale Praktiken und werden zu mächtigen Werkzeugen der deutschen und britischen Herrschaft in der Region. Der Transfer von Feuerwaffen ist ein willkommenes Mittel, um Loyalitätsbeziehungen zu knüpfen und gleichzeitig Abhängigkeitsverhältnisse zu begründen. Die vielerorts stark umkämpfte Kontrolle des Waffenhandels wird zur Voraussetzung für politische Autorität.


Der Historiker Felix Brahm hat die Verknüpfungen der afrikanischen und europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts zum Schwerpunkt seiner Lehr- und Forschungstätigkeit gemacht. In diesem Buch rekonstruiert er, wie lokale und globale Faktoren bei der rapiden Entwicklung dieses neuen Waffenmarkts ineinandergreifen und zeigt auf, dass der Handel mit Feuerwaffen im vorkolonialen Ostafrika schnell zur Triebkraft eines gewaltigen Globalisierungsprozesses wird. Ein faszinierender Einblick in ein Kapitel der ostafrikanischen Geschichte, das einen Grundstein für die spätere Durchsetzung kolonialer Herrschaft legt.


Deutschland, deine Kolonien - Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit


Herausgeber: Eva-Maria Schnurr und Frank Patalong


16.05.2022

Buchcover: Deutschland, deine Kolonien - Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit

Ja, auch Deutschland war eine Kolonialmacht. Und zwar nicht nur auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch im fernen China und in Ozeanien. Doch die koloniale Vergangenheit der Deutschen wird bis heute in der öffentlichen Debatte kaum wahrgenommen oder gar diskutiert. Dieses Buch beleuchtet das historische Erbe einer sorgfältig verdrängten Zeit und beschreibt, warum diese Rolle Deutschlands schlimme Folgen hat, die bis heute spürbar geblieben sind. Und es zeigt auf, dass eine entscheidende Grundlage für die Ausbeutung der Kolonien der Rassismus war.


Beispielhafte Schicksale und Berichte von Zeitzeugen bringen dem Leser die Verbrechen der Deutschen als Kolonialmacht erschrecken nahe. Wie erging es den Einheimischen nach der Besetzung ihrer Länder? Wie wurden sie von den Missionaren behandelt? Und wie haben sie sich gegen die Besatzer gewehrt? Dieses Buch ist eine eindrückliche Aufforderung, sich mit der deutschen Kolonialzeit und ihren Folgen zu befassen.


Die promovierte Historikerin Eva-Maria Schnurr ist Herausgeberin zahlreicher Spiegel-Bücher. Seit 2013 ist sie als Spiegel-Redakteurin tätig und seit 2017 verantwortlich für die Heftreihe Spiegel Geschichte. Frank Patalong ist studierter Publizist und Politologe. Er war als freier Journalist bei Zeitung und Hörfunk tätig. Der frühere Leiter der Netzwelt von Spiegel Online gehört seit 2019 zu Spiegel-Geschichte-Ressort.


Buchcover: Oh, wie schön ist Afrika! Couchsurfing auf dem bunten Kontinent.

Subsahara-Afrika ist ein Ort, der europäische Besucher immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Vielleicht ist es sogar genau der Ort auf diesem Planeten, den wir westlich geprägten Menschen am allerwenigsten kennen oder verstehen. Bestsellerautor Sören Sieg hat die Herausforderung angenommen und in acht verschiedenen Ländern auf den Couchen von 24 Gastgebern unvergleichliche Erfahrungen gesammelt. Und nun ist er bereit, sein Wissen zu teilen.


Wie nur erklärt man einer Kirchengemeinde in Afrika, warum man vegan leben möchte? Wie überzeugt man einen Fahrer des Motoradtaxis, dass er doch besser die Gegenfahrbahn verlässt? Und welche Worte sollte man für einen Soldaten finden, der mit vorgehaltener Waffe sein Bestechungsgeld fordert? Subsahara-Afrika ist überraschend, wunderschön, magisch - und vor allem extrem unterhaltsam.


Der freie Autor und Komponist Sören Sieg nimmt uns mit auf seine Reise. Mit ihm gemeinsam finden wir heraus, wie man unterwegs nicht nur einen Job und ein Bier, sondern auch den Sinn des Lebens finden kann. Ob Hochzeit oder Beerdigung, im Moskitoschwarm oder im Tonstudio, im abgelegenen Dörfchen oder der chaotischsten Großstadt: Seine abwechslungsreichen und teils unglaublichen Erlebnisse handeln von Menschen, deren Witz, Optimismus, Energie und Mut uns alle beeindruckt. Das unterhaltsame und kurzweilige Buch wird abgerundet durch einen 16-seitigen vierfarbigen Bildteil.


Buchcover: Danke, Afrika! Was ich zwischen Dschibuti und Marokko fürs Leben lernte

Sie haben eine hervorragende Option gewählt, Bilder und Text in Ihre Website zu integrieren. Verschieben Sie das Bild in diesem Container nach Belieben, der Text passt sich automatisch an. Sie können Veranstaltungen/Events, Teammitglieder, neue Produkte und mehr leicht und kreativ anzeigen. Fügen Sie zunächst ein Bild aus der Bildauswahl ein und bearbeiten sie es genau wie andere Bilder im System. Verknüpfen Sie das Bild zum Beispiel mit vorhandenen Seiten auf Ihrer Website, mit der URL einer Website, einem Popup oder einer Textmarke. Fügen Sie nach der Auswahl des Bilds den Text hinzu. Der Text kann eine Bildbeschreibung sein, das Bild kann aber auch nur als Dekoration verwendet werden. \nSie haben eine hervorragende Option gewählt, Bilder und Text in Ihre Website zu integrieren. Verschieben Sie das Bild in diesem Container nach Belieben, der Text passt sich automatisch an. Sie können Veranstaltungen/Events, Teammitglieder, neue Produkte und mehr leicht und kreativ anzeigen. Fügen Sie zunächst ein Bild aus der Bildauswahl ein und bearbeiten sie es genau wie andere Bilder im System. Verknüpfen Sie das Bild zum Beispiel mit vorhandenen Seiten auf Ihrer Website, mit der URL einer Website, einem Popup oder einer Textmarke. Fügen Sie nach der Auswahl des Bilds den Text hinzu. Der Text kann eine Bildbeschreibung sein, das Bild kann aber auch nur als Dekoration verwendet werden.


Buchcover: A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia

Mit ihrem Roman A Song of Wraiths and Ruin begeistert die aus Ghana stammende New-York-Times-Bestsellerautorin Roseanne A. Brown mit einer fulminanten Fantasy-Geschichte. Ihre von Westafrika inspirierte Fantasy-Welt versteht es, auf allen Ebenen zu begeistern: romantisch, mythisch und modern.


Im Königreich Sonande findet alle zehn Jahre das berühmte Solstasia-Turnier statt. Um diesem Wettstreit der Besten beizuwohnen, kommen alle Nationen des Reiches zusammen. Doch die junge Königin Karina verfolgt ihr eigenes Ziel: Sie braucht ein Königsherz, um ihre Mutter wiederzubeleben. Also verspricht sie dem Gewinner des Turniers ihre Hand.


Gleichzeitig betritt Malik die Hauptstadt Ziran. Er reist mit seinen zwei Schwestern und ist erfüllt von der Hoffnung auf ein Leben ohne Gewalt. Doch seine Freude auf die Festlichkeiten findet ein jähes Ende, als ein rachsüchtiger Geist sich seiner kleinen Schwester bemächtigt. Sein Preis für ihr Leben ist das Leben von Königin Karina. Doch um sie töten zu können, muss Malik das Turnier gewinnen.


Eine trauernde Kronprinzessin und ein verzweifelter Flüchtling, die ihre Ziele nur dann erreichen, wenn sie einander töten - A Song of Wraiths and Ruin ist eine actionreiche Geschichte über Magie, Romantik und tiefe Ungerechtigkeit. Ein atemberaubendes Fantasy-Debüt!


Buchcover: Rufe aus der Vergangenheit. Von Frauen geführte Versklavtenaufstände.

Diese eindringlich illustrierte Graphic Novel erzählt die persönliche Geschichte der Autorin Rebecca Hall. Die promovierte Historikerin und Juristin hat sich auf Geschichten zu den Themengebiet Race, Geschlecht, Widerstand und Recht spezialisiert. In Rufe aus der Vergangenheit begibt sie sich als Enkelin von Versklavten auf eine leidenschaftliche Spurensuche. Sie beschäftigt sich intensiv mit jedem Fetzen zur Geschichte von Versklavtenaufständen, den sie findet. Sie recherchiert in New York, Liverpool und London und findet alte Gerichtsakten, sorgfältig geführte Logbücher von Versklavtenschiffen, historische Schriftstücke und spannende Korrespondenzen auf brüchigem Papier. Und überall entdeckt sie bei dieser Suche Frauen, die gegen ihre Versklavung Widerstand geleistet haben - oftmals in verstecken Hinweisen zwischen den Zeilen.


Rebecca Hall nutzt ihre historische Vorstellungkraft für eine Rekonstruktion der Vergangenheit. Sie erweckt die Anführerinnen von Versklavtenaufständen in New York in den Jahren 17108 und 1712 zum Leben und erzählt von den Frauen Adono und Alele, die während ihres Transports über den Atlantik gute fünfzig Jahre später verzweifelt um ihre Freiheit kämpften. Aber auch ihre persönliche Geschichte im Kielwasser der Versklavung ihrer Vorfahren fließt in die Erzählung ein. Die eindrucksvollen Illustrationen der Graphic Novel stammen von Hugo Martinez, der sich auf die Darstellung von Geschichten über Identität, Kämpfen und Resilienz spezialisiert hat.


Michel Leiris


Phantom Afrika. (von Dakar nach Djibouti, 1931-1933)


Erscheint am 11.02.2022

Buchcover: Phantom Afrika (von Dakar nach Djibouti, 1931-1933)

In dieser durchgesehenen und erweiterten Neuauflage kann der Leser Michel Leiris neu entdecken: Als freimütigen Kronzeugen kolonialer Raubkunst. Tatsächlich gibt es kaum einen anderen Autoren, der die Praxis der "Rettung durch Raub" - also die Aneignung von afrikanischen Objekten durch Ethnografen - so unverblümt aus der Täterperspektive schildert. Aufgrund seiner Enthüllungen wird der Autor durch die Ethnologen auch zuerst als unseriöser Literat verunglimpft, bevor "Phantom Afrika" dann zum Vorbild für eine experimentelle Ethnografie erklärt wird. Als Sekretär der staatlich finanzierten und inzwischen legendär gewordenen Forschungsreise von Dakar nach Djibouti in den Jahren 1931 - 1933 bietet Michel Leiris in seinem Tagebuch absolut grundlegende Einsichten in die Paradoxien der kolonialen Feldforschung. Beeinflusst von Surrealismus und Psychoanalyse berichtet der Autor schonungslos von seinen kolonialistischen und exotischen Vorstellungen und seziert einem Wissenschaftler gleich seine Obsessionen und Widersprüche. Erst diese Erfahrung hat aus Leiris einen Antikolonialisten gemacht. So geht der Leser gemeinsame mit einem weißen europäischen Mann auf eine Reise, die mit der Suche nach Grenzerfahrungen in Afrika beginnt und mit einer Auseinandersetzung mit den inneren Dämonen endet.


In den achtziger Jahren durch die Ethnoboom-Generation zum Kultbuch erhoben war die deutsche Übersetzung lange Jahre vergriffen. Diese Neuauflage ist durch Briefe von Leiris an seine Frau erweitert. Sie macht das epochale Zeugnis der Widersprüche des Kolonialismus endlich wieder verfügbar.



Maïmouna Obot


Mein Leben für die Hexenkinder. Berufen zu den verstoßenen Kindern Nigerias


Erschienen am 14.01.22

Buchcover: Mein Leben für die Hexenkinder. Berufen zu den verstoßenen Kindern Nigerias

Nigeria ist das Herkunftsland ihres Vaters - doch Maïmouna Obot hätte nicht gedacht, dass sie selbst eines Tages dorthin reisen würde. Bis sie auf eine erschreckende Reportage stößt: Sogenannte Hexenkinder werden in diesem Land gequält und aus der Gesellschaft ausgestoßen. Sie werden zu hilflosen Opfern einer Gesellschaft, die durch Gewalt traumatisiert ist und durch religiöse Verblendung, soziale Ungerechtigkeit und Irrlehren geleitet wird. Maïmouna Obot macht sich auf nach Nigeria, um diesen unschuldigen Kindern zu helfen. Sie will ihnen eine neue Geschichte geben, die überall gehört werden kann. Diese Geschichte erzählt von Träumen, Hoffnung und einem tiefen Glauben an eine bessere Zukunft. Dieses zutiefst bewegende Buch erzählt von vier Jahren, in denen Gott viel veränderte - nicht nur im Leben der Autorin, sondern auch in dem der Hexenkinder.


Maïmouna Obot studierte in Tübingen, Amsterdam und Madrid Jura. Die Volljuristin arbeitete als Oberregierungsrätin bei einer Bundesbehörde und studierte an der Columbia Universität nebenberuflich Culture and Theology. Im Jahr 2017 gründet sie den Verein Storychangers e.V., der sich gegen die Verfolgung sogenannter Hexenkinder in Nigeria engagiert. Sie leitet unter anderem theologische Seminare zu Dämonologie und Kindesentwickung für Pastoren und unterstützt nigerianische Kinderheime. 


Kontext und Bedeutung von


Afrikabezogener Literatur



Afrika, der zweitgrößte Kontinent unseres Planeten, ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Die vielfältigen Kulturen, Sprachen und Traditionen, die reiche Geschichte sowie die beeindruckende Natur und Tierwelt bieten einen reichen Fundus für literarische Werke. Die Literatur, die sich mit Afrika auseinandersetzt, ist so vielseitig wie der Kontinent selbst. Sie reicht von historischen Romanen über Familienepen bis hin zu gesellschaftskritischen Werken, die sich mit den Folgen von Kolonialismus, politischen Konflikten und wirtschaftlichen Herausforderungen beschäftigen.


Die Bedeutung von afrikabezogener Literatur kann kaum überschätzt werden. Sie ermöglicht es uns, Einblicke in die Lebenswelten der Menschen in den verschiedenen afrikanischen Ländern zu erhalten. Durch das Medium der Literatur können Leserinnen und Leser eine emotionale Verbindung aufbauen und ein Verständnis für die Komplexität und Schönheit, aber auch für die Probleme und Herausforderungen des Kontinents entwickeln. Afrikabezogene Literatur bietet auch afrikanischen Autorinnen und Autoren eine Plattform, um ihre eigenen Geschichten und Perspektiven zu teilen und zur globalen Vielfalt der literarischen Welt beizutragen.


In diesem Kontext gewinnen Buch-Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr 2024 eine besondere Relevanz.


 Sie sind nicht nur Ausdruck kreativer Geistesleistungen, sondern auch ein Spiegel der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit Afrika. Die Neuerscheinungen von 2024 präsentieren ein breites Spektrum an Themen und Genres, wobei Romane wie "Kibogos Himmelfahrt" von Scholastique Mukasonga, "Indigoblau" von Tierno Monénembo oder "Tremor" von Teju Cole die literarische Landschaft bereichern und die Vielfalt des afrikanischen Kontinents in den Mittelpunkt rücken.


Die Aufnahme dieser Werke in den literarischen Kanon und ihre Rezeption durch ein internationales Publikum spielen eine entscheidende Rolle für das globale Verständnis und die Wertschätzung Afrikas. Sie tragen dazu bei, stereotype Darstellungen zu hinterfragen, kulturelle Brücken zu bauen und letztlich einen Dialog zwischen den Kulturen zu fördern, der auf Respekt und gegenseitiger Anerkennung basiert.


Das folgende Kapitel widmet sich der detaillierten Betrachtung der Auswahlkriterien, die für die Zusammenstellung der Buch-Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr 2024 herangezogen wurden, um ein möglichst umfassendes und repräsentatives Bild der aktuellen literarischen Produktion zu diesem Thema zu erhalten.Methodik: Auswahlkriterien für Buch-Neuerscheinungen im Jahr 2024


Die Auswahl der Buch-Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr 2024 folgte einer systematischen Methodik, die darauf abzielte, ein repräsentatives Spektrum an literarischen Werken zu erfassen, welche die Vielfalt und Dynamik des Kontinents in all seinen Facetten widerspiegeln. Die Kriterien für die Aufnahme von Titeln in unsere Übersicht waren mehrschichtig und orientierten sich sowohl an inhaltlichen als auch an formellen Aspekten. Im Folgenden werden die zentralen Auswahlkriterien erläutert, die bei der Zusammenstellung der Neuerscheinungen Berücksichtigung fanden.


Inhaltliche Relevanz:

Ein Hauptaugenmerk lag auf der inhaltlichen Bedeutung und Relevanz der Werke. Bücher, die sich in besonderem Maße mit aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder kulturellen Themen Afrikas auseinandersetzen, wurden bevorzugt. Ebenso wurden Werke einbezogen, die neue Perspektiven auf historische Ereignisse bieten oder bislang wenig beachtete Aspekte der afrikanischen Realität beleuchten.


Autor*innen:

Ein weiteres wichtiges Kriterium war die Herkunft der Autor*innen. Besonderes Gewicht wurde auf Bücher von afrikanischen Schriftsteller*innen gelegt, um die authentischen Stimmen des Kontinents hervorzuheben. Aber auch Werke von nicht-afrikanischen Autor*innen, die einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis Afrikas leisten, wurden berücksichtigt.


Literarische Qualität:

Die literarische Qualität spielte bei der Auswahl eine entscheidende Rolle. Dabei wurden sowohl etablierte Autor*innen mit einem nachgewiesenen Track-Record als auch vielversprechende Newcomer*innen berücksichtigt. Die Beurteilung erfolgte auf Grundlage von Leseproben, Rezensionen sowie Empfehlungen von Literaturkritiker*innen und Fachleuten.


Diversität der Genres:

Um die Vielfalt afrikabezogener Literatur abzubilden, wurde auf ein breites Spektrum an Genres geachtet. Dies umfasst Romane, Sachbücher, Biografien, Lyrik und weitere literarische Formen. Die Diversität der Genres trägt dazu bei, ein möglichst umfassendes Bild der literarischen Landschaft zu zeichnen.


Verlagsprofil und Publikationshistorie:

Die Auswahl beinhaltete zudem eine Bewertung der Verlage und ihrer bisherigen Publikationen zum Thema Afrika. Verlage, die sich durch eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Veröffentlichungspraxis auszeichnen, wurden in die engere Wahl genommen.


Leser*innen-Feedback:

Das Feedback von Leser*innen und die öffentliche Resonanz auf bereits veröffentlichte Werke wurden ebenfalls als Indikatoren für die Aufnahme in die Übersicht herangezogen. Beliebtheit und Diskussionsbeitrag in Leseforen und sozialen Medien dienten als zusätzliche Informationsquelle.


Internationale Bedeutung:

Bücher mit internationaler Ausstrahlung und solche, die zu einer globalen Diskussion über Afrika beitragen, wurden besonders berücksichtigt. Dies schließt Übersetzungen bedeutender afrikanischer Werke in andere Sprachen mit ein.


Durch diese mehrdimensionale Herangehensweise konnte eine Auswahl an Buch-Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr 2024 getroffen werden, die sowohl literarische Exzellenz als auch thematische Bandbreite repräsentiert und somit einen tiefgreifenden Einblick in die aktuelle literarische Auseinandersetzung mit dem Kontinent ermöglicht.Übersicht der Buch-Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr 2024


Die literarische Erforschung und Darstellung Afrikas hat im Jahr 2024 eine beeindruckende Vielfalt an Neuerscheinungen hervorgebracht, die sich durch eine breite Palette an Themen, Perspektiven und Genres auszeichnet. Aufbauend auf den definierten Auswahlkriterien präsentieren wir im Folgenden eine kuratierte Übersicht der markantesten und relevantesten Werke, die im Jahr 2024 das Licht der literarischen Welt erblickt haben.


Erzählende Literatur:


1. Scholastique Mukasonga verzaubert erneut mit "Kibogos Himmelfahrt", einem Werk, das sich mit Mythen und Realitäten Ruandas auseinandersetzt und dabei eine moderne Interpretation traditioneller Erzählungen bietet.


2. Tierno Monénembo nimmt uns in "Indigoblau" mit in die Straßen von Conakry, Guinea, und zeichnet das Portrait eines jungen Mädchens, das sich auf eine zutiefst persönliche Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung begibt.


3. Teju Cole, bekannt für seine feinsinnigen Beobachtungen, erkundet in "Tremor" das Leben eines nigerianischen Fotografie-Professors in den USA, der sich mit Fragen der Identität und Zugehörigkeit konfrontiert sieht.


4. Gaea Schoeters' Roman "Trophäe" stellt eine herausfordernde ethische Betrachtung der Jagd in Afrika dar und provoziert Leserinnen und Leser mit seiner radikalen Erzählweise.


Sachbücher und Biografien:


5. Fatin Abbas' "Zeit der Geister" entführt uns in das umkämpfte Zentrum des Sudans und erzählt eine Geschichte von Liebe und Konflikt, die die Komplexität der regionalen Verhältnisse widerspiegelt.


6. Christoph Nix' "Kongotopia" bietet einen kritischen Blick auf die politischen Strukturen und gesellschaftlichen Dynamiken im heutigen Burundi.


Lyrik und weitere literarische Formen:


7. Neben diesen bedeutenden erzählenden Werken begeistert auch eine Vielzahl von Lyrikbänden und Essaysammlungen, die die reiche poetische Tradition Afrikas repräsentieren und zeitgenössische Stimmen in den Vordergrund rücken.


Die Genrevielfalt der Neuerscheinungen reicht von historischen Romanen über zeitgenössische Erzählungen bis hin zu packenden Thrillern und berührenden Liebesgeschichten. Diese Werke bieten nicht nur Unterhaltung, sondern auch tiefgründige Einblicke in das Leben und die Kultur des afrikanischen Kontinents.


Einfluss auf die Wahrnehmung Afrikas:


Diese Neuerscheinungen des Jahres 2024 haben bereits einen sichtbaren Einfluss auf die internationale Wahrnehmung Afrikas ausgeübt. Sie erweitern das Verständnis für die Vielschichtigkeit des Kontinents und tragen zu einer differenzierteren Betrachtung seiner Länder und Menschen bei. Durch ihre literarische Qualität und inhaltliche Tiefe ermöglichen diese Werke einen Dialog, der Stereotype hinterfragt und zur globalen Anerkennung der afrikanischen Literatur beiträgt.


Für die vollständige Liste der Neuerscheinungen, einschließlich detaillierter Beschreibungen und Analysen der einzelnen Werke, verweisen wir auf den Anhang dieses Whitepapers. Dort finden interessierte Leserinnen und Leser eine umfassende Bibliografie, die es ermöglicht, sich vertiefend mit dem aktuellen literarischen Schaffen zum Thema Afrika auseinanderzusetzen.Analyse der thematischen Schwerpunkte und Genres der Neuerscheinungen


Die literarische Auseinandersetzung mit Afrika hat im Jahr 2024 eine Fülle von Neuerscheinungen hervorgebracht, die ein breites Spektrum an Themen und Genres umfassen. Diese Vielfalt spiegelt die Komplexität und Dynamik des Kontinents wider und trägt zu einem differenzierten Verständnis bei. Die Analyse der thematischen Schwerpunkte und Genres zeigt, dass die Neuerscheinungen des Jahres 2024 mehrere Kernbereiche literarischen Schaffens abdecken.


Historische und postkoloniale Aufarbeitung:

Ein signifikanter Teil der Veröffentlichungen widmet sich der historischen Aufarbeitung und den Folgen des Kolonialismus. Werke wie "Kibogos Himmelfahrt" von Scholastique Mukasonga und "Kongotopia" von Christoph Nix setzen sich mit den Auswirkungen der Kolonialisierung und den damit verbundenen kulturellen sowie politischen Verwerfungen auseinander. Diese Bücher bieten neue Perspektiven auf die Geschichte und tragen zu einem vertieften historischen Verständnis bei.


Gesellschaftliche und politische Reflexion:

Romane wie "Trophäe" von Gaea Schoeters greifen zeitgenössische gesellschaftliche Debatten auf und thematisieren ethische Fragestellungen, wie die Jagdkultur in Afrika. Dieser thematische Schwerpunkt zeigt auf, wie tiefgreifend die aktuellen gesellschaftlichen Diskurse in der Literatur verankert sind und wie Autoren und Autorinnen Literatur nutzen, um zum Nachdenken anzuregen und Diskurse zu beeinflussen.


Persönliche und emotionale Erzählungen:

Autobiographisch geprägte Werke und tiefgreifende Charakterstudien, wie sie in "Indigoblau" von Tierno Monénembo und "Tremor" von Teju Cole zu finden sind, ermöglichen Einblicke in individuelle Schicksale und persönliche Entwicklungen. Diese Bücher zeichnen sich durch eine Intensität aus, die Leserinnen und Lesern emotionale Erlebnisse und Identifikationsmöglichkeiten bietet.


Genre-Diversität und literarische Experimente:

Die Neuerscheinungen des Jahres 2024 zeugen von einer großen Diversität der Genres. Von Biografien über Lyrik bis hin zu Thrillern und Liebesgeschichten reicht die Bandbreite, wodurch für eine Vielzahl von Leserinteressen gesorgt ist. Titel wie "Zeit der Geister" von Fatin Abbas zeigen, dass auch Hybridformen zwischen Sachbuch und Roman sowie experimentelle literarische Formen ihren Platz in der afrikabezogenen Literatur finden.


Insgesamt lässt sich feststellen, dass die Neuerscheinungen des Jahres 2024 nicht nur durch ihre thematische Vielfalt, sondern auch durch ihre Genrezugehörigkeit einen bedeutsamen Beitrag zur Literatur über Afrika leisten. Die Werke reflektieren die Realität des Kontinents in all seinen Facetten und tragen dazu bei, ein umfassenderes Bild Afrikas zu zeichnen. Sie beeinflussen die Wahrnehmung und das Verständnis Afrikas und stellen damit einen wertvollen Teil des globalen literarischen Dialogs dar.Rolle und Einfluss der Neuerscheinungen auf die Wahrnehmung Afrikas


Die Neuerscheinungen des Jahres 2024, die sich thematisch mit Afrika befassen, haben nicht nur die literarische Landschaft bereichert, sondern auch signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung Afrikas in der globalen Öffentlichkeit genommen. Die Wirkung dieser Bücher kann auf verschiedenen Ebenen betrachtet und analysiert werden.


Die aktuelle Literatur bietet neue Narrative und alternative Sichtweisen, die stereotype Bilder und Vorstellungen von Afrika herausfordern und zur Diversifizierung der Darstellung des Kontinents beitragen. Besonders die authentischen Stimmen afrikanischer Autor*innen, wie in "Kibogos Himmelfahrt" von Scholastique Mukasonga oder "Indigoblau" von Tierno Monénembo, vermitteln ein differenziertes Bild der afrikanischen Realität und fördern somit ein tieferes, nuanciertes Verständnis für die kulturelle und soziale Komplexität des Kontinents.


Die in den Neuerscheinungen behandelten Themen, die von historischen Aufarbeitungen bis hin zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen reichen, haben das Potenzial, Diskurse anzustoßen und zu beeinflussen. So fungieren die Bücher als kulturelle Mediatoren, die Diskussionen über Themen wie Postkolonialismus, Identität, Migration und Entwicklung begünstigen. Dies trägt zu einer erhöhten Sensibilisierung und einem Bewusstsein für die Bedeutung Afrikas in der Welt bei.


Nicht zuletzt spielen die Neuerscheinungen eine entscheidende Rolle bei der Bildung einer transkulturellen Brücke zwischen Afrika und dem Rest der Welt. Die Übersetzung bedeutender afrikanischer Werke in andere Sprachen und deren internationale Verbreitung fördern den interkulturellen Dialog und ermöglichen es einem breiteren Publikum, sich mit den vielschichtigen Facetten Afrikas auseinanderzusetzen.


Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Buch-Neuerscheinungen des Jahres 2024 einen wesentlichen Beitrag zur Förderung einer differenzierten Wahrnehmung Afrikas leisten. Sie erweisen sich als Instrumente der Aufklärung und Bildung, die zur Dekonstruktion von Klischees beitragen und gleichzeitig ein realistischeres Bild des Kontinents zeichnen. Die Rolle der Neuerscheinungen in der Literatur ist somit als einflussreich und wegweisend für das Verständnis und die Wertschätzung Afrikas in der Welt zu betrachten.Schlussfolgerungen und Ausblick auf die Entwicklung der Afrika-Literatur


Die eingehende Betrachtung der Neuerscheinungen zum Thema Afrika im Jahr

2024 erlaubt es, Schlüsse hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Afrika-

Literatur zu ziehen und einen Ausblick zu geben.


 Es zeigt sich deutlich, dass die literarische Auseinandersetzung mit Afrika einen bedeutenden Platz in der globalen Literaturlandschaft einnimmt und sich durch eine hohe Dynamik und Diversität auszeichnet. Die Vielzahl an thematischen Ansätzen und narrativen Formen, welche die Neuerscheinungen des Jahres 2024 kennzeichnen, spiegeln die unterschiedlichen Facetten des Kontinents wider und tragen zur weiteren Entmystifizierung und differenzierten Wahrnehmung bei.


Die Vorreiterrolle afrikanischer Autorinnen und Autoren wird sich voraussichtlich weiter verstärken. Ihre Werke, die aus unmittelbaren Erfahrungen und Perspektiven berichten, verleihen der Afrika-Literatur Authentizität und Tiefe. Die zunehmende Präsenz afrikanischer Literaturen auf internationalen Buchmärkten sowie die steigende Anzahl von Übersetzungen sind ein klares Indiz für das wachsende Interesse an der literarischen Vielfalt Afrikas. Diese Entwicklung wird unterstützt durch Literaturpreise und Festivals, die afrikanischen Schriftsteller*innen eine Plattform bieten und ihre Sichtbarkeit erhöhen.


Die Afrika-Literatur steht auch im Zeichen einer fortschreitenden Digitalisierung, die neue Formen des Schreibens, Publizierens und Lesens ermöglicht. Digitale Formate und soziale Medien eröffnen afrikanischen Autor*innen neue Wege, um ihre Leserschaft zu erreichen und sich vernetzte, transnationale Lesegemeinschaften zu erschließen. Diese Entwicklung kann dazu beitragen, dass afrikanische Literatur nicht nur im gedruckten Buch, sondern auch in digitalen Medien eine stärkere Präsenz erlangt.


Die thematische Bandbreite der Neuerscheinungen von 2024 lässt ebenfalls Schlüsse zu. Themen wie Postkolonialismus, Identität, Migration und gesellschaftlicher Wandel werden auch in Zukunft von großer Bedeutung sein. Hierbei ist mit einer Vertiefung und Erweiterung der Perspektiven zu rechnen, die auch weniger beachtete Regionen und Minderheitenerfahrungen einschließen. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die kritische Auseinandersetzung mit globalen Umwelt- und Klimafragen, wie sie bereits in einigen Neuerscheinungen anklingt, in der Afrika-Literatur an Relevanz gewinnen wird.


Abschließend lässt sich prognostizieren, dass die Afrika-Literatur weiterhin eine wichtige Rolle für das Verständnis des Kontinents spielen und zur Überwindung von Klischees und Vorurteilen beitragen wird. Die literarische Auseinandersetzung mit Afrika wird auch in den kommenden Jahren ein zentrales Forum für den Dialog zwischen Kulturen und für die Reflexion über gemeinsame globale Herausforderungen bleiben. Die Neuerscheinungen von 2024 sind somit nicht nur ein bedeutender Beitrag zur Literatur an sich, sondern auch ein Impulsgeber für gesellschaftliche Diskurse und ein Spiegel der Zeit.


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